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Warum Anlagen in Asien Dividende bringen

Asien war in der Vergangenheit für Anleger vor allem bei der Suche nach Wachstumswerten im Fokus. Warum die Region nun auch für Dividenden-Jäger interessant ist, erläutert Richard Sennitt aus dem Hause Schroders in einem aktuellen Marktkommentar. Markets | 30.07.2008 10:43 Uhr

Auf der Suche nach Dividende wandte sich der Blick vieler Anleger in der Vergangenheit nicht auto­matisch nach Asien – einer Region, die eher Synonym für Wachstum ist. Aber das hat sich geän­dert, seit viele hochwertige Unternehmen in der Region nun realistische und nachhaltige Einnahme­quellen bieten. Und da die Märkte angesichts zunehmender Gewinnunsicherheit immer kapriziöser werden, kann die Konzentration auf Dividendentitel den Vorteil bieten, die Gesamtvolatilität eines Fonds zu reduzieren. Das trifft auf Asien ganz besonders zu, wo die Märkte volatiler sind.

Die zunehmende volkswirtschaftliche Reife Asiens ist gut für Dividenden

Der Trend hin zu höheren Dividendenausschüttungen ist teilweise Zeichen für die wachsende volks­wirtschaftliche Reife in Asien. Bei den Unternehmen in der Region hat es in den vergangenen Jahren mit Sicherheit eine grundlegende Veränderung gegeben: Sie legen jetzt größeren Wert auf Aktionärsrendite, was zu einem steten Strom steigender Dividenden geführt hat. Viele Unternehmen generieren nunmehr einen höheren freien Cashflow, und die Ausschüttung von Dividenden wird immer mehr als legitime Nutzungsmöglichkeit des Cashflows gesehen. Diese Praxis war vor der asiatischen Finanzkrise Mitte der 90er Jahre, als das Kapital frei zur Verfügung stand, weniger gängig, und das führte häufig zu Wert vernichtenden Investitionen, da sich viele Unternehmen auf Expansion fokussierten und die Kapitaldisziplin größtenteils außer Acht ließen.

Während der Asienkrise hatten viele Unternehmen kaum noch oder keinen Zugang mehr zu Kredi­ten. Das zwang die Unternehmen zur Senkung des Fremdkapitalanteils und zum Ausgleich ihrer Bilanzen. Investitionen werden nun im Rahmen der Cashflows finanziert, und die Verschuldung ist drastisch zurückgegangen. Die Folge: Asiatische Unternehmen sind geringer verschuldet, viele der Banken haben satte Einlagen, und großvolumige Finanzierungen sind in den Hintergrund getreten. Damit steht Asien in deutlichem Kontrast zum Westen, wo die Finanzdienstleister – eine traditionelle Dividendenquelle – in den angelsächsischen Märkten im Zentrum eines Entschuldungsprozesses standen. Hingegen haben sich ihre asiatischen Pendants angesichts ihres eingeschränkten Sub­prime-Engagements und mit Unterstützung der hohen Binnennachfrage gut gehalten.

Darüber hinaus werden auch viele Unternehmen in der Region mittlerweile deutlich besser geführt. Das liegt unserer Ansicht nach daran, dass höhere Dividenden und steigende Ausschüttungsquoten nicht nur auf das Konto einer besseren Kapitalverwaltung zurückzuführen sind. Auch die Corporate Governance und das Vertrauen der Geschäftsleitungen in die Zukunftsaussichten ihrer Unterneh­men haben sich gebessert. Dieser Aufwärtstrend beim Dividendenwachstum dürfte stabil bleiben.

Asiatische Dividendenerträge mittlerweile mit dem Westen vergleichbar

Die Dividendenerträge in den asiatischen Märkten sind in ihrer Höhe nun auch vergleichbar mit den Dividendenerträgen der entwickelten Märkte der westlichen Welt. Erfreulicherweise geht das Divi­dendenwachstum, das wir in den asiatischen Märkten erleben, nicht auf Kosten des Verhältnisses von Dividende zu Gewinn, das sich auf einem relativ guten Niveau befindet.

Die Quellen für die Dividendenerträge in der Region sind außerdem vielfältiger geworden: Viele der Märkte in der Region bieten attraktiven Dividenden. Zum Beispiel war Taiwan aus historischer Sicht kein Markt, den man mit Dividendenanlagen in Verbindung brachte. Dies lag vor allem an den zahlreichen Technologieunternehmen, die traditionell aufgrund variabler Gewinnzyklen sehr zyklisch sind und deshalb gemeinhin mit niedrigen Dividendenausschüttungen in Verbindung gebracht werden. Dennoch haben wir einige Technologieunternehmen mit sehr hohen Erträgen und soliden Liquiditätseigenschaften ermittelt, wie beispielsweise den Halbleiterhersteller TSMC. Zwar hat das Unternehmen erstmals im Jahr 2004 Dividenden ausgeschüttet. Doch diese Dividende ist in der Zwischenzeit um das Sechsfache gestiegen. Die Bewertungen in Taiwan entsprechen nahezu dem Tiefstand vor 10 Jahren, wobei der Großteil der schlechten Nachrichten bei den Abstufungen der Gewinnerwartungen bereits eingepreist wurde.

Kleinere Märkte bieten ebenfalls attraktive Dividendenmöglichkeiten

Neben attraktiven Möglichkeiten in den etwas konventionelleren Dividende-Revieren wie Austra­lien, Hongkong und Singapur sehen wir auch Chancen in einigen kleineren Märkten wie Thailand und den Philippinen. Bei den größeren Akteuren bietet das Engagement in japanischen Aktien eine wichtige Streuungsmöglichkeit und Chancen auf künftige Dividendenzahlungen.

Obwohl das Dividendenniveau in Japan normalerweise eher niedrig ist, gibt es Spielraum für Er­tragswachstum, weil inzwischen mehr Wert auf die Aktionärsrenditen.gelegt wird. Die Dividenden stehen in einem extrem guten Verhältnis zum Gewinn und haben so die Möglichkeit zu wachsen, während gleichzeitig wenig Opfer in Bezug auf Nachhaltigkeit erbracht wurden. Auch haben sie den Vorteil, dass sie zur Verbesserung der sehr „gemächlichen“ Bilanzen beitragen. Das Engagement in Japan kann außerdem insgesamt die Gesamtvolatilität in einem asiatisch-pazifischen Portfolio reduzieren.

Attraktive langfristige Anlagechancen

Auch wenn häufig von einer Abkopplung der Region Asien-Pazifik die Rede ist: Der Begriff ist irre­führend, da die Region nicht immun ist, wenn sich die weltweite Konjunktur drastisch verschlechtert. Allerdings ist das Wachstum der Region weniger abhängig von den USA als früher und sehr viel stärker auf die regen Volkswirtschaften in den Schwellenländern ausgerichtet.

Und während die Berichte der großen Bankverluste und das Gespenst der Stagflation den Westen weiter in Atem halten, dürfte die Region davor relativ geschützt sein. Denn sie hat nach der Finanz­krise in Asien bereits ihren eigenen Entschuldungsprozess durchlaufen. Heute stützt sich Asien auf starke wirtschaftliche und unternehmerische Fundamentaldaten und durchläuft nach Jahren eines starken, aber auf die Dauer nicht haltbaren Wachstums ganz einfach eine Phase des zyklischen wirtschaftlichen Abschwungs.

Insgesamt sind wir der Überzeugung, dass es langfristig weiterhin gute Anlagegründe für die Region gibt. Die regionalen Märkte bieten nicht nur Potenzial für Investoren mit Fokus auf Dividendenerträ­ge, sondern auch die Chance auf deutliche Kurszuwächse. Dies wiederum stellt ein günstiges Umfeld für Dividendenanlagen dar.

Sichere Renditen und Gewinntransparenz sind entscheidend

Im weiteren Verlauf des Jahres dürfte sich der Markt zunehmend auf die Qualität von Unternehmen konzentrierten. Dementsprechend werden die Sicherheit von Renditen und die Gewinntransparenz zu entscheidenden Faktoren. Unternehmen mit hohen Dividendenausschüttungen dürften davon profitieren, denn die Anleger streben in unsicheren Marktperioden nach der Sicherheit höherer Erträ­ge sowie nach Kapitalwachstum mit niedrigerer Volatilität. Anleger, die das meiste aus dem vorhan­denen Anlagepotenzial herausschlagen möchten, sollten unserer Meinung nach einen fundamenta­len Bottom-up-Ansatz verfolgen, der dynamisches, unternehmensspezifisches Research mit einem hohem Maß an Achtsamkeit gegenüber den Kursbewertungen kombiniert.

Asien gehört mittlerweile weltweit zu den Regionen mit den höchsten Dividendenausschüttungen. Und dieser Aufwärtstrend setzt sich weiter fort. Tatsächlich ist die Verbesserung, die wir bei den asiatischen Dividenden erfahren haben, eher eine strukturelle als nur eine zyklische Entwicklung. Das trägt dazu bei, den Grundstein für steigende Nachhaltigkeit der Dividendenzahlungen zu legen und rechtfertigt auf längere Sicht die Neubewertung der asiatischen Märkte allgemein.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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