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US-Rentenmarkt unter Druck

Die Insolvenz der kalifornischen Bank IndyMac sowie der fast gleichzeitig drohende Zusammenbruch der beiden US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac markierten einen neuen Höhepunkt in der seit einem Jahr andauernden Finanzmarktkrise. Markets | 14.08.2008 09:00 Uhr

Im Vorfeld gingen die Renditen von amerikanischen Staatsanleihen, die angesichts unkalkulierbarer Systemrisiken als sicherer Anlagehafen gefragt waren, deutlich nach unten. Nach der konzertierten Rettungsaktion durch US-Notenbank und Finanzministerium für die beiden Institute beruhigte sich die Situation zunächst, woraufhin auch die Treasury-Renditen wieder auf über vier Prozent stiegen. Faktisch besteht damit nunmehr eine staatliche Ausfallbürgschaft für Fannie Mae und Freddie Mac, die Hypothekenkredite im Gesamtwert von fünf Billionen US-Dollar garantieren.

Ein Zusammenbruch hätte angesichts dieser Summe unabsehbare Folgen für das globale Finanzsystem gehabt. Nach der Rettung von Bear Stearns im März hat die öffentliche Hand damit den Marktakteuren erneut demonstriert, dass sie ihre Aufgabe als Kreditgeber der letzten Instanz (lender of last resort) bei Bedarf entschlossen wahrzunehmen gedenkt. Das größte Risiko für die Kapitalmärkte dürfte somit gebannt sein.

Konjunktur und Inflation im Vordergrund

Damit rückten am amerikanischen Bondmarkt wieder die Themen Konjunktur und Inflation in den Vordergrund. Die US-Wirtschaft scheint sich gegenwärtig auf niedrigem Niveau zu stabilisieren. Wichtige Konjunkturindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes oder das Verbrauchervertrauen haben sich zumindest nicht weiter verschlechtert. Die Konjunkturverlangsamung reicht indes bislang nicht aus, um bei der Inflationsentwicklung eine Trendwende herbeizuführen. Die Teuerungsrate kletterte im Juni auf 5,0 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit 17 Jahren.

In diesem Zuge erhöhten sich auch die am Rentenmarkt gehandelten Inflationserwartungen zunächst sehr deutlich. Zum Monatsende zeichnete sich jedoch nicht zuletzt wegen der stark rückläufigen Ölpreise eine gewisse Entspannung ab. In diesem dennoch nach wie vor schwierigen Umfeld dürfte die US-Notenbank noch längere Zeit am gegenwärtigen Leitzinsniveau von 2,0 Prozent festhalten, da sowohl mit Zinssenkungen (Inflationsrisiko) als auch mit Zinserhöhungen (Konjunkturbelastung) nicht hinnehmbare Begleiterscheinungen verbunden wären. Bei den Staatsanleihen ist der Spielraum für einen weiteren Renditeanstieg aufgrund der inflationsdämpfenden Wirkungen der nachlassenden Konjunktur zunächst wohl eher begrenzt.

Renten Euroland: Warnschuss

Mit der Leitzinserhöhung Anfang Juli auf 4,25 Prozent feuerte die Europäische Zentralbank einen Warnschuss ab. Sie machte damit unmissverständlich klar, dass sie einem weiteren Anstieg der Inflationserwartungen und damit der wachsenden Gefahr von Lohn-Preis-Spiralen nicht tatenlos zusähe. Zumindest kurzfristig hatten die Währungshüter damit Erfolg. Die am Markt gehandelten Inflationserwartungen – ermittelt aus der Differenz zwischen Real- und Nominalrenditen – verringerten sich binnen Monatsfrist um 50 Basispunkte von 2,7 auf 2,2 Prozent. Am Rentenmarkt schlug sich dies in sinkenden Anleiherenditen nieder. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zum Monatsende mit knapp 4,4 Prozent und damit gut 20 Basispunkte niedriger als Anfang Juli. Da die Renditerückgänge im kurzen und mittleren Laufzeitensegment noch etwas ausgeprägter waren, ist die Zinsstrukturkurve im Euroraum zuletzt wieder steiler geworden.

Keine weiteren Zinserhöhungen erwartet

Mit weiteren Zinserhöhungen ist jedoch nicht mehr zu rechnen, da sich die Konjunkturbedingungen im Euroraum zusehends verschlechtern. In einigen Teilen des Währungsraums hat bereits eine Rezession eingesetzt. Selbst in Ländern wie Deutschland, die dem Abschwung bislang erfolgreich trotzten, verdüstern sich die Aussichten immer mehr, wenn man die in jüngster Zeit veröffentlichten Zahlen (z.B. Ifo-Geschäftsklimaindex, Einkaufsmanagerindizes, Auftragseingänge) zum Maßstab nimmt. Mit dem sich beschleunigenden Konjunkturabschwung dürfte aber spätestens ab Herbst auch die Inflation in der Eurozone nachlassen, nachdem im Juli noch ein Rekordwert von 4,1 Prozent gemessen wurde. Der Teuerungsdruck sollte auch durch die spürbare Entspannung in der Ölpreisentwicklung abnehmen. Ein dauerhafter Ausbruch der Zehnjahresrenditen aus dem Korridor von 3,9 bis 4,6 Prozent nach oben ist vor diesem Hintergrund nicht mehr zu erwarten. 

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