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Abkühlung nicht nur in der Weltkonjunktur?

Die Weltkonjunktur kühlt sich derzeit ab. Dies dürfte zwar nicht in eine Rezession einmünden. Allerdings gibt es gegenwärtig auch keine Anzeichen einer baldigen durchgreifenden Erholung, so Ingo Mainert, Chief Investment Officer der cominvest in seiner aktuellen Markteinschätzung. Markets | 18.08.2008 12:05 Uhr

"Unsere Prognose für das weltwirtschaftliche BIP-Wachstum von jeweils knapp 4% für 2008 und 2009 spiegelt dies wider (40-Jahresdurchschnitt: rund 3,5%). In der Summe erwarten wir in den nächsten Monaten eher enttäuschende Konjunkturzahlen, insbesondere aus Euroland" so Mainert. Hauptbelastungsfaktor ist und bleibt der Ölpreis. Bei einem nochmaligen und nachhaltigen Anstieg auf 150 Dollar je Fass wäre wohl eine massive Wachstumseintrübung vorprogrammiert, die kaum noch durch einen entsprechenden Nachfrageanstieg aus den Ölexportländern kompensiert werden könnte.

Knappheit von Rohstoffen

Die Knappheit von Rohstoffen muss sich in diesem globalen Konjunkturzyklus in anhaltend höheren Preisen widerspiegeln. Höhere Inflationsraten – nicht zuletzt in den Wachstumszentren der Welt - deuten klar an, dass die seit Jahren anhaltende disinflationäre Phase ausgelaufen sein dürfte. Gleichwohl steht eine Preis-Lohn- Spirale nicht zwangsläufig vor der Tür. Die dämpfenden/deflatorischen Effekte aus der Immobilien- und Finanzmarktkrise, anhaltend hohe Produktivitätszuwächse sowie flexiblere Arbeitsmärkte in den Industrieländern wirken einem ausgeprägten Inflationsschub entgegen. Dass nahezu alle unabhängigen Notenbanken klar und überzeugend das Ziel der Preisstabilität verfolgen, trägt ebenso dazu bei, die Inflationserwartungen auf einem niedrigeren Niveau zu verankern.

Zinsschraube angezogen

Weltweit haben einige Notenbanken die Zinsschraube angezogen. Dazu gehört nun auch die Europäische Zentralbank (EZB). Ein nochmaliger Zinserhöhungsschritt im Herbst ist zwar nicht ausgeschlossen, vor dem Hintergrund der fragilen Konjunktur ist er aber wohl eher unwahrscheinlich. Auch die Federal Reserve (FED) dürfte eher Zinserhöhungen andenken, allerdings wohl erst bei einem absehbaren Auslaufen der Schwäche am Arbeitsmarkt und nach den US-Wahlen.

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Die Renditen für Staatsanleihen wurden zuletzt entscheidend durch die Markterwartungen über die künftigen Kurse der Zentralbanken beeinflusst. Sowohl in den USA als auch in Euroland wurden überzogene Erwartungen hinsichtlich Leitzinserhöhungen korrigiert. In der Folge sind in beiden Regionen die Zinsstrukturkurven etwas steiler geworden. In Euroland geschah dies auf einem insgesamt niedrigeren Niveau, während in den USA insbesondere die längeren Laufzeiten leicht angestiegen sind. Die Zinsdifferenz zwischen festverzinslichen Produkten und Staatsanleihen hat sich zuletzt infolge der zunehmenden Konjunktursorgen wieder ausgeweitet. Die aktuelle Einschätzung von Mainert dazu: "Wir erwarten, dass sich diese Entwicklung so nicht fortsetzt. Längerfristig dürfte die Inflation der entscheidende Faktor für die Renditeentwicklung bleiben. In diesem Zusammenhang kommt dem Ölpreis eine entscheidende Rolle für die Erwartungsbildung zu."

Steht eine Trendwende bevor?

Negative Wirtschaftsdaten aus Europa und eine wieder mehr über den Wechselkurs besorgte FED haben das Potenzial, eine Trendwende im Verhältnis US-Dollar/Euro einzuleiten. Der Greenback hat sich bereits merklich von seinem Tiefpunkt wegbewegt, und aus fundamentaler Sicht spricht mehr für den US-Dollar als für den Euro. Dies könnte die Trendwende zugunsten des USD gewesen sein.

Die Aktienmärkte stehen weiter im Spannungsfeld zwischen attraktiver Bewertung und zyklischem Gegenwind. Die sich eintrübenden Konjunkturerwartungen führen zunächst weiterhin zu Gewinnrevisionen. Vor dem Hintergrund vermutlich anhaltend hoher Ölpreise muss daher genau selektiert werden, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern dieses Szenarios gehört. Für den Herbst sind dann wieder etwas günstigere Entwicklungen zu erwarten.

... immer wieder ... Öl & Gold

Die weltweit starke Nachfrage und die Knappheit der Ware Öl sprechen mittelfristig für ein anhaltend hohes Preisniveau; der Ölpreis dürfte zwischen 100 und 150 US-Dollar pro Fass pendeln. Die Risiken (Hurrikan-Saison/Iran) liegen dabei klar auf der oberen Seite.

Ein Goldpreis von nunmehr nur rund 800 US-Dollar pro ist Ausdruck der aktuellen konjunkturellen Schwächesignale und der sich damit leicht verbessernden Inflationserwartungen. Der wieder festere US-Dollar wirkt sich wohl ebenfalls dämpfend auf die Preise aus.

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