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Blick auf den russischen Markt

Der russische Präsident Medwedew hat am Dienstag offiziell die Unabhängigkeit der beiden abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien anerkannt und damit heftige Kritik im Westen ausgelöst. Markets | 28.08.2008 16:00 Uhr

"Mitglieder der NATO haben Moskau aufgefordert, diese Entscheidung zu revidieren, da die Befürchtungen zunehmen, der Konflikt könne sich auf die Ukraine ausweiten. Vor diesem Hintergrund kam es am Dienstag zu einem Kurseinbruch von rund 4 Prozent am russischen Aktienmarkt. Auch Befürchtungen, dass Moskau bei der Kapitalbeschaffung an den internationalen Märkten wahrscheinlich auf Schwierigkeiten stoßen wird, haben die Investoren verschreckt.

Allan Conway, Leiter Aktien Schwellenländer aus dem Hause Schroders, befürchtet kurzfristig eine höhere Marktvolatilität in Russland: "Der russische Markt ist mit einem prognostizierten KGV von 6,5 von allen großen Schwellenländern am günstigsten bewertet. Auch sind die negativen Faktoren in den Kursen bereits weitgehend eingepreist."

Marktkommentar von Allan Conway, Leiter Aktien Schwellenländer bei Schroder Investment Management:

Die russischen Aktienkurse befinden sich nicht erst seit der Georgien-Krise auf Talfahrt. Vielmehr haben bereits in den vergangenen Monaten Probleme insbesondere bei der Corporate Governance, die scharfe Korrektur des Ölpreises und die Sorge um eine kräftig gestiegene Inflation Investoren zum Verkauf russischer Aktien bewogen", so Conway. Vor dem Hintergrund vergleichsweise niedriger Arbeitslosenzahlen steigen die Lohnstückkosten und verstärken damit den Inflationsdruck.

"Zusammen mit diesen Faktoren wird die im Zuge des Kaukasus-Konflikts gestiegene politische Unsicherheit kurzfristig wahrscheinlich zu höherer Marktvolatilität führen. Diese Situation könnte sich noch verschärfen, falls Staaten der ehemaligen Sowjetunion in den Konflikt hineingezogen werden. Wie sich die Lage weiter entwickeln wird, lässt sich nicht vorhersagen", meint Conway.

Sorge bereitet ihm auch die Tatsache, dass das Vertrauen nicht nur in Russland selbst, sondern auch unter ausländischen Investoren erheblich angeschlagen ist. Conway: "Seit Putins Machtantritt im Jahr 2000 fließen jetzt erstmals mehr Mittel aus dem Land als hereinkommen."

Russland zurzeit äußerst günstig bewertet

Diese Ereignisse haben eindeutig zu einer Erhöhung der Risikoprämie für Investitionen in Russland geführt. "Auf mittlere Sicht ist hier aber nicht mit einer Rückkehr auf das frühere Niveau zu rechnen. Diese Entwicklung spiegelt sich allerdings in den Bewertungen wider. Investoren sollten bedenken, dass die Bewertungen im Vergleich zu anderen Märkten außerordentlich niedrig sind. Mit einem prognostizierten KGV von 6,5 ist der russische Aktienmarkt aktuell der günstigste aller großen Schwellenmärkte (das durchschnittliche KGV aller Emerging Markets weltweit liegt bei 10,5)", so Conway. "Unserer Einschätzung nach wurden die schlechten Nachrichten bereits weitgehend eingepreist. Wenn die Zuversicht wieder zurückkehrt, sollte der Markt daher wieder zu seiner gewohnten Dynamik zurückfinden."

Conway: "Zudem sind die makroökonomischen Rahmendaten trotz Inflationssorgen weiterhin tragfähig. Russland profitiert nach wie vor von den hohen Ölpreisen – trotz der jüngsten Korrektur. Erst bei einem Rückgang auf ein Niveau von rund 60 US-Dollar pro Barrel würde der Preisverfall die russische Wirtschaft spürbar belasten."

"In unseren globalen Schwellenländerportfolios haben wir die leichte Übergewichtung russischer Werte (rund drei Prozent gegenüber der Benchmark) auf ein Prozent heruntergefahren", schließt Conway seine Ausführungen.

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