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Aktien USA: Monatsbilanz deutlich negativ

Die US-Aktienmärkte tendierten im September deutlich rückläufig, wobei die sich verschärfende Finanzmarktkrise ihren Tribut forderte. So kam es zur de-facto-Verstaatlichung der Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Markets | 09.10.2008 12:12 Uhr

Bei American International Group (AIG), der weltweit größten Versicherungsgruppe, stellte die FED einen Notfallkredit von bis zu 85 Milliarden US-Dollar zur Verfügung und Washington übernahm die Kontrolle über das Institut. Darüber hinaus wurde die größte amerikanische Bausparkasse Washington Mutual unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt. Citigroup erwarb die angeschlagene Bank Wachovia und Merrill Lynch wurde von Bank of America für 50 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Die japanische Großbank UFJ Mitsubishi stieg bei Morgan Stanley ein und der legendäre US-Investor Warren Buffet investierte fünf Milliarden US-Dollar in Goldman Sachs.

Lehman Brothers sorgt für Bauchschmerzen

Für besonders heftige
Kursverwerfungen sorgte aber die Insolvenz der großen US-Investmentbank Lehman Brothers, die weder von der amerikanischen Regierung noch der Notenbank Unterstützung bekam. Die sich zuspitzende Situation veranlasste dann allerdings Washington mit einem Hilfspaket in Höhe von 700 Milliarden US-Dollar einzuschreiten, das als Grundlage für eine Erholung des Finanzsystems dienen sollte.

Das Aufatmen der Märkte währte indes nicht lange. Als der Rettungsplan letztendlich vom Repräsentantenhaus verworfen wurde, brachen die Kurse auf breiter Front erneut ein. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) verlor an einem Tag rund 778 Punkte bzw. sieben Prozent an Wert. Zuletzt beruhigte sich zwar die Situation mit einer kräftigen Erholungsbewegung, da der Markt den Rettungsplan noch nicht verloren gab, doch musste der DJIA im Monatsvergleich immer noch einen Verlust von sechs Prozent hinnehmen.

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Während die Augen der Marktteilnehmer fast ausnahmslos auf den Finanzsektor gerichtet waren, gerieten gerade auch konjunkturelle Daten etwas aus dem Blickpunkt. Hier waren allerdings auch keine positiven Meldungen zu verzeichnen, denn das Gros der Zahlen zeugte von einem düsteren Bild der US-Wirtschaft.

Deutschland/Europa schwach

Die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich im September in schwacher Verfassung. Zum einen waren es die negativen Vorgaben aus den USA, die das hiesige Geschehen belasteten. Vor allem aber wirkte sich negativ aus, dass die Finanzmarktkrise nun auch Europa mit großen Schritten ereilt hat. So mussten die drei BeNeLux-Staaten für den belgisch-niederländischen Versicherungskonzern Fortis ein Rettungspaket schnüren und in Großbritannien wurde der Immobilienfinanzierer Bradford & Bingley verstaatlicht sowie Teile des Geschäfts an Banco Santander veräußert.

Darüber hinaus wurde eine milliardenschwere Finanzspritze für die belgisch-französische Immobilienbank Dexia notwendig und die irische Regierung gab auf zwei Jahre eine Garantie für den inländischen Bankensektor ab. In Deutschland geriet Hypo Real Estate, die größte Hypothekenbank Europas, in eine Existenzkrise. Deutsche Institute stellten den Münchenern eine Kreditlinie über mehrere Milliarden Euro zur Verfügung und der Bund sprach eine Bürgschaft über 35 Milliarden Euro aus.

Mit dem vorläufigen Scheitern des US-Hilfspakets in Höhe von 700 Milliarden US-Dollar brachen dann die Kurse gegen Monatsende nochmals heftig ein. Der DAX beispielsweise stürzte an einem Tag um mehr als vier Prozent auf 5.807 Punkte. Zuletzt hatte sich die Situation mit wieder aufkommenden Hoffnungen Richtung US-Rettungsplan etwas beruhigt, doch wies der deutsche Leitindex bei einem Schlussstand von 5.831 Zählern immer noch ein deutliches Minus von gut neun Prozent aus. Im DJ Euro Stoxx 50 betrugen die Einbußen im September knapp zehn Prozent.

In diesem Umfeld verloren andere Nachrichten an Gewicht. So etwa Meldungen von konjunktureller Seite, die wie der unter den Erwartungen liegende Ifo-Geschäftsklimaindex bestätigten, dass sich die Eurozone in einer deutlichen Abschwächungsphase befindet. 

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