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Renten: Eskalation der Krise

Im September eskalierte die Finanzmarktkrise. Zunächst gerieten immer mehr US-Finanzinstitute in Schieflage und mussten durch konzertierte Rettungsaktionen von Notenbank, Staat und Regulierungsbehörden sowie durch Übernahmen aufgefangen werden. Markets | 10.10.2008 09:00 Uhr

Darunter waren so bekannte Namen wie die beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sowie der Versicherungskonzern AIG. Mit der Investmentbank Lehman Brothers musste erstmals ein in Not geratenes Institut Insolvenz anmelden. In der Folge verbreitete sich Unsicherheit darüber, welche Werte für das Finanzsystem derart elementar sind, dass sie gerettet werden müssen.

Staatstitel gefragt

Staatstitel galten demgegenüber als sicherer Hafen und wurden vermehrt nachgefragt. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries ermäßigte sich in der Spitze auf 3,46 Prozent. Die Zinssätze am Geldmarkt zogen hingegen sprunghaft an. Für dreimonatiges Termingeld wurden über vier Prozent gezahlt, was deutlich über dem aktuellen Leitzins von zwei Prozent liegt. Als problematisch erwies sich hier der starke Vertrauensverlust unter den Banken. Kaum ein Institut war mehr bereit, Geld an einen Geschäftspartner zu verleihen.

Zu groß war die Sorge, dass die ausleihende Bank der nächste Krisenkandidat sein könne und der Betrag nicht zurückgezahlt werde. Weltweit versorgten die Notenbanken die Märkte daraufhin mit massiven Liquiditätsspritzen. Zuletzt wurde ein 700 Mrd. US-Dollar schweres Rettungspaket geschnürt, welches die Vertrauenskrise unter den Banken beheben soll.

Krise: Auch Euroland bleibt nicht verschont

Auch die Banken in Europa blieben von der Finanzmarktkrise nicht verschont. Schuld am drohenden Kollaps einiger Institute war aber weitaus weniger die Qualität der Kreditportfolios oder das Investment in problembehafteten amerikanische Hypothekendarlehen, sondern die Verspannungen am Geldmarkt. So musste die deutsche Bundesregierung der Hypo Real Estate mit einer Staatsgarantie über 35 Mrd. Euro zu Hilfe eilen, weil das Institut sich am ausgetrockneten Geldmarkt nicht mehr refinanzieren konnte.

Auch andere Länder wie Belgien und Frankreich mussten eingreifen, um den Zusammenbruch des Finanzkonzerns Fortis und der Dexia Bank zu verhindern. Die irische Regierung ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach eine generelle Staatsgarantie für Bankeinlagen und Anleihen für die kommenden zwei Jahre aus. Dies könnte Nachahmer finden und einen möglichen Weg aus der Krise weisen. Auch in Europa stieg die Risikoaversion somit deutlich an, in deren Folge die Renditen von Staatsanleihen sanken. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen rentierten zum Monatsende bei rund vier Prozent.

Unterstützend für die Rentenmärkte wirkten auch die überwiegend negativen Konjunkturzahlen. In nahezu allen Staaten Europas trübte sich das Geschäftsklima weiter ein. So sank der Ifo-Index erneut. Das französische Pendant fiel sogar auf den tiefsten Wert sei 1990. Mit weiter rückläufigen Rohölpreisen gingen auch die Inflationsdaten zurück. So stiegen die Preise in der Eurozone im September nur noch um 3,6 Prozent gegenüber 3,8 Prozent im Vormonat.

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