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Mutual Series - Die globale Finanzkrise bewältigen

Bei der Erläuterung der anhaltenden Finanzkrise ist das Wort „einmalig“ vielleicht schon etwas abgegriffen, aber es trifft die Beschreibung der Ereignisse am präzisesten. Die Ereignisse, deren Zeugen wir in den letzten Monaten gewesen sind – vor allem in den USA – haben auch die letzten Winkel dieser Welt stark erschüttert. Markets | 18.12.2008 16:21 Uhr

"Als Anleger haben sowohl Co-Managerin Anne Gudefin, als auch ich seit vielen Jahren eine Abneigung gegen die USA und andere Volkswirtschaften (z. B. Spanien und Großbritannien), da deren Konsumenten einfach zu viele Kredite und / oder Hypotheken aufgenommen hatten, die sie auf Dauer nicht bedienen können. Bis zu diesem Jahr war der FTIF Franklin Mutual Global Discovery Fund vorwiegend in Westeuropa investiert. Die Meidung der USA war bis zu diesem Jahr vorteilhaft. Dann wurde das Gift – vor allem in Form von Subprime-Hypotheken – in den USA freigesetzt und breitete sich weltweit aus", so Charles Lahr, Portfoliomanager des Franklin Mutual Global Discovery Fund.

Globale Entschuldung hat weit reichende Folgen

Um mit diesen Vorfällen zurecht zu kommen, hat nun in jeder Anlageklasse ein massiver Entschuldungsprozess eingesetzt. Auch in der globalen Finanzbranche wird kräftig entschuldet, und das wird langjährige und weit reichende Folgen haben. Diese Entschuldung ist in der Auffassung verwurzelt, dass die Eigenkapitalausstattung der Banken zu niedrig ist. Dabei ist dieser Aspekt für die Anleger und erst recht für Bankvorstände frustrierend, weil es keine Wissenschaft oder Formel gibt, mit der man die korrekte Höhe des Eigenkapitals berechnen kann. Vielmehr entscheidet der Markt über die korrekte Höhe des Eigenkapitals.

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Über viele Jahre hinweg häufe sich die Verschuldung in Form von niedrigeren Eigenkapitalquoten in den Bankbilanzen an, weil die Anleger die Risiken der Kreditvergabe – an US-Hypothekenschuldner, an US-Konsumenten oder für Gewerbeimmobilien – akzeptierten. Die Schulden erreichten enorme Ausmaße, nicht nur in den USA, sondern auch in vielen anderen entwickelten Ländern. Aber auch in den Schwellenländern stieg die Verschuldung – ausgehend von niedrigen Niveaus – auf einen beträchtlichen Anteil am BIP.

Europa steht einem Ansturm von Ängsten in Bezug auf ausreichendes Eigenkapital gegenüber 

Der Markt hat seine Meinung über Kapitalniveaus drastisch geändert. Einst war das Kapital als Vorsorge vor unerwarteten Verlusten gedacht. Heute kann niemand ruhigen Gewissens das Ausmaß dieser unerwarteten Verluste in Zahlen fassen. Daher fordert der Markt höhere Eigenkapitalquoten. Die Meinung über die Eigenkapitalausstattung hat sich in den USA und in Großbritannien verändert. Nun wird Europa von einem Ansturm von Ängsten in Bezug auf ausreichendes Eigenkapital heimgesucht. Ausgelöst wird all dies durch den katastrophalen Wertverfall von US-Wohnimmobilien, der sich auf eine Reihe anderer Volkswirtschaften ausgedehnt hat.

In Bezug auf die staatlichen Maßnahmen, könnte der aktuelle Streit über die Verwendung der Gelder in Verbindung mit Versuchen, das Leid zu verringern, zu einer Verlängerung des Leidens führen. Lahr: "Aus unserer Perspektive würde der beste Weg darin bestehen, einen geordneten Zusammenbruch der angeschlagenen Banken und überschuldeten Konsumenten zu erleichtern, damit die Übertreibungen im System bereinigt werden und die Rückkehr zur Normalität schneller erfolgt. Untersuchen wir den Kern der Krise, so stellen wir fest, dass Kredite an Personen ausgereicht wurden, die dies nicht verdienten."

Die Bedingungen – in Form von aufgeschobenen Versteigerungen oder von verringerten Hauptforderungen bei Hypotheken – sind im Wesentlichen ein künstlicher staatlicher Anreiz, um zu verhindern, dass der US-Konsument leiden muss. In vielen Fällen würde der gesündere Weg darin bestehen, die Übertreibungen im System zu bereinigen, d. h. das Leid in Kauf zu nehmen, indem man es zulässt, dass sich die Bankenbranche und die gesamte Volkswirtschaft sammeln, neu aufbauen und vorwärts marschieren.

"Obwohl nur wenig erkennbar ist, hoffen wir, dass das derzeitige Volumen an Geldern, die in das System gepumpt werden, zum größten Teil sinnvoll verwendet wird, selbst wenn ein davon Teil falsch eingesetzt wird", so Lahr abschließend.


Weitere interessante Artikel verschiedener Franklin Templeton-Fondsmanager finden Sie in der aktuellen Ausgabe „Perspektiven" zum Download als PDF. 

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