Die größten Belastungsfaktoren für die Aktienmärkte waren im Jänner die sich weiter verschlechternden Konjunkturaussichten, weitere Rückgänge der Gewinnerwartungen der Unternehmen und vor allem extrem negative Meldungen aus dem Finanzsektor. Diesen negativen Faktoren steht die Hoffnung auf positive Auswirkungen der Konjunkturpakete und der Zinssenkungen gegenüber.
"Wir rechnen damit, dass aufgrund der schlechten Konjunkturdaten die Europäische Zentralbank weitere Leitzinssenkungen auf 1,25 bis 1,50 % im ersten Halbjahr 2009 vornehmen wird", so die PIA-Experten dazu.
Risikopärmien im Jänner rückläufig
Im Bereich der Unternehmensanleihen aus dem Non-Financial Sektor gingen die Risikopärmien im Jänner erstmals zurück. Der Spread von Unternehmensanleihen gegenüber Staatsanleihen fiel von 3,5 % auf 3,15 %. Das durch die Finanz- und Wirtschaftskrise erhöhte Länderrisiko einiger Euro-Länder zeigt sich darin, dass es zu massiven Spreadausweitungen einiger Länder kam. So stieg etwa der Renditeabstand 10-jähriger irischer Staatsanleihen gegenüber Deutschland von 1,3% auf 2,2%.
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