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Russland - günstiges Bewertungsniveau

Der russische Markt entwickelte sich im Februar besser als seine globalen und regionalen Mitbewerber. Der Markt kletterte gemessen am MSCI Russia 10/40-Index in US-Dollar um fast 5% nach oben, während der MSCI EM Global-Index auf US-Dollar-Basis knapp 6% einbüßte. Markets | 11.03.2009 13:26 Uhr

Diese deutlich überdurchschnittliche Tendenz war die Folge stabilerer Rohstoffpreise, und zwar insbesondere für Öl. Dies hat in Verbindung mit der unterdurchschnittlichen Tendenz des russischen Marktes der letzten Monate dazu geführt, dass das Bewertungsniveau sowohl in absoluten Zahlen als auch im Vergleich mittlerweile besonders günstig geworden ist.

Anzeichen einer Stabilisierung

Die weiterhin schwachen volkswirtschaftlichen Daten überraschen nicht, weil die Wirtschaftsdaten weltweit ebenfalls trübe ausfallen. Im Februar waren einige Hinweise auf eine Stabilisierung und sogar einen leichten Anstieg der Wirtschaftsaktivitäten zu verzeichnen, bei denen sich aber erst noch herausstellen muss, ob sie nur kurzfristiger Natur sind.

Barings: "Am russischen Markt bieten sich unserer Meinung nach weiterhin sehr attraktive Einstiegskurse, denn dort besteht Spielraum für eine Neubewertung. Der Grund dafür ist die in der zweiten Jahreshälfte 2008 unterdurchschnittliche Wertentwicklung, und zwar insbesondere bei Unternehmen mit sehr guten Bilanzen, einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil und mittelfristig guten Wachstumsaussichten. Dies betrifft speziell den Exportsektor."

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Osteuropa - Verschuldungsgrad unbedenklich                    

Da der Großteil der jüngsten Medienberichterstattung in Bezug auf Zentral- und Osteuropa auf die Verschuldungssituation der dortigen Volkswirtschaften hinweist, gilt es Folgendes zu beachten: Gemessen an anderen Entwicklungsländern weisen zentral- und osteuropäische Länder tatsächlich eine höhere Auslandsverschuldung auf, es ist jedoch notwendig die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten in Höhe von USD 450 Mrd. in folgenden Kontext zu sehen: Ca. 50% davon entfallen auf die großen Volkswirtschaften der Region - Polen, Türkei und Russland - , die schon allein durch ihre Größe besser in der Lage sind diese Verbindlichkeiten zu bedienen. Zusätzlich kommen folgende zwei Tatsachen hinzu:

  • Unter kurzfristigen Verbindlichkeiten sind sämtliche, also staatliche und private, Schulden zu verstehen die in den nächsten 12 Monaten fällig werden.
  • Diese Angabe sind Bruttozahlen, d.h. die Reserven in den jeweiligen Zentralbanken werden nicht miteinbezogen.

Russland de facto unverschuldet

In so gut wie allen zentral- und osteuropäischen Ländern ist die Staatsverschuldung relativ niedrig und entspricht Maastrichtkriterien. Dementsprechend niedrig ist auch der staatliche Refinanzierungsbedarf. Der russische Staat, z.B., ist de facto unverschuldet (ohne die rund USD 400 Mrd. an Fremdwährungsreserven einzurechen). Typischerweise entfallen rund 50% des kurzfristigen Refinanzierungsbedarfs auf den Bankensektor. Da dieser in vielen osteuropäischen Märkten von Töchtern internationaler, meist europäischer, Bankengruppen dominiert wird, fällt diesen eine ganz besondere Verantwortung in Bezug auf Verlängerung von Kreditlinien und syndizierten Kredit zu.

Bei detaillierter Betrachtung stellt man fest, dass der gesamte kurzfristige Verschuldungsgrad zwischen 10% des BIP (Russland und Türkei) und 20% des BIP (Polen, Tschechien) liegt, was eine vernünftige Finanzierungsstruktur im Vergleich mit entwickelten Ländern bedeutet und auch den Vergleich mit anderen Emerging Markets nicht scheuen muss. Gleichermaßen sind auch andere Kennzahlen wie Zentralbankreserven und Bankeinalgen als beruhigend einzustufen. Die jüngsten Informationen seitens der Türkei in Bezug auf Refinanzierungsgeschäfte der ansässigen Banken sind ebenfalls positiv: im November und Dezember des Vorjahres kam es zu erfolgreichen Refinanzierung bestehender Kreditlinien türkischer Banken bei internationalen Instituten zu attraktiven Konditionen (150-200 Basispunkte über LIBOR).

Somit scheinen die USD 450 Mrd. Kreditbedarf Osteuropas isoliert betrachtet als sehr großer Betrag. Diese Zahlen sollten jedoch immer im Verglich zu BIP oder Fremdwährungsreserven betrachtet werden. Dies geschieht derzeit nicht, relativ betrachtet ist es z.B. erstaunlich dass der gesamte Refinanzierungsbedarf Osteuropas (staatlicher und privater Sektor) geringer ausfällt als der Refinanzierungsbedarf Italiens (allerdings NUR Italiens Staatschulden einbeziehend!). 

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