Wir erleben zurzeit die tiefste Baisse seit der Großen Depression. Anfang März fiel der maßgebliche S&P 500 auf ein Tagestief von 666 Punkten. Es ist sicher kein Zufall, dass dieser Tiefstand in den Trendkanal 650 bis 680 fiel, eine wichtige technische Unterstützungsmarke.
Diese Unterstützungslinie dürfte sich in diesem Zyklus als tragfähig erweisen – es sei denn, die Weltwirtschaft tritt in ein Szenario ein, das der Situation Japans in den neunziger Jahren entspricht. Das wäre sicherlich die ungünstigste Konstellation; die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts liegt bei 25 Prozent. Sofern diese Unterstützungslinie nicht hält, könnten die Märkte um weitere 20 bis 30 Prozent purzeln. Ein solcher Kursrutsch entspräche weltweiten Ertragsrückgängen von 60 bis 70 Prozent (vom Höchst- bis zum Tiefststand), ein zwar unwahrscheinliches, aber nicht auszuschließendes Szenario.
Auch wenn wir die Talsohle bald erreicht haben dürften, befinden wir uns immer noch in einem Bärenmarkt. Ein Überblick über den Verlauf vergangener Bärenmärkte soll Aufschluss über den Status quo der gegenwärtigen Baisse geben.
30 Minuten mit Pictet AM | Greater China im Fokus: Innovationschancen auf der Long- und Short-Seite
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