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EZB-Liquidität bringt Erholung auf Zeit

Die Experten der Semper Constantia Privatbank Aktiengesellschaft stellen Ihnen im Folgenden eine Vorschau auf die Finanzmärkte im 2. Quartal 2012 zur Verfügung. Mehr zur Stabilisierung in Euroland und den Chancen und Risiken bei Aktien erfahren Sie hier: Markets | 04.04.2012 11:59 Uhr
  • Stabilisierung in Euroland sowie erfreuliche US-Daten machen Mut
  • Chancen und Risiken bei Aktien halten sich die Waage
  • Temporärer Renditeanstieg bei deutschen Staatsanleihen erwartet

Die von der EZB in jüngster Zeit ausgeschütteten Gelder geben den von einer Staatsschuldenkrise betroffenen Ländern Zeit, die bestehenden Ungleichgewichte abzubauen. Langfristig bleiben aber die Fragen nach Wettbewerbs- und Schuldentragfähigkeit bestehen. Die nun unter der Oberfläche weiter schwelende Krise ist folglich noch nicht gelöst. Vor dem Hintergrund sich stabilisierender Wirtschaftsindikatoren gibt der IWF vorsichtig Entwarnung hinsichtlich der Entwicklung der Weltkonjunktur. Geldpolitik und Finanzierungsbedingungen bleiben global günstig, in fast allen wirtschaftlich bedeutsamen Ländern sind die Frühindikatoren gegenüber dem Vormonat angestiegen. Dies spricht für ein moderates Expansionstempo in den kommenden Monaten.

Konjunkturdaten lassen hoffen

 

In den USA haben sich die Wirtschaftsindikatoren in den letzten Monaten verbessert. Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich leicht entspannt. Die strukturellen Probleme im Immobilien- und Bankensektor nehmen ab und der Schnell-Stresstest bei US-Banken ist unerwartet gut ausgefallen. Ein durchschnittlicher Wachstumspfad für die USA im heurigen Jahr von 2,5% bis 3% erscheint folglich aus aktueller Sicht realistisch. Die Stabilisierung der Stimmungsindikatoren in Euroland lassen auf eine leichte Erholung im Frühjahr schließen. Euroland sollte somit in den nächsten Monaten aus der moderaten Rezession herausfinden. Auch Japan kämpft sich zurück. Wiederaufbauarbeiten, ein günstiges Investitionsklima, eine relativ robuste Inlandsnachfrage sowie steigende Exporte lassen eine Erholung der japanischen Wirtschaft im 1. Halbjahr 2012 erwarten. Zudem stützt die Bank of Japan mit einer weiter sehr expansiven Geldpolitik die Konjunktur, sodass 2012 eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um annähernd 2% prognostiziert wird. Die Entspannung bei der europäischen Staatsschuldenkrise schafft in den Emerging Markets eine Verbesserung des Export-Umfelds. Sinkende Inflationsraten und eine leichte geldpolitische Lockerung stärken den Inlandskonsum. Die Erholung der Einkaufsmanagerindizes in Asien und Lateinamerika ist derzeit stärker ausgeprägt als in Mittel- und Osteuropa. China befindet sich weiter auf Soft-Landing-Kurs.

Aktien – Chancen und Risiken halten sich die Waage

Trotz Schuldenschnitt und neuerlichem Hilfspaket sind in Griechenland noch einige schwerwiegende Probleme zu lösen. Die offensive Geldpolitik der EZB ist aber bisher aufgegangen und führte zu einem kräftigen Anstieg der internationalen Aktienmärkte. Auch seitens der Konjunktur gab es Rückenwind für die Aktienmärkte. Volkswirtschaftliche Frühindikatoren deuten auf ein globales Wachstum von über 3% im Jahr 2012 hin. Trotz diverser nach wie vor bestehender Unsicherheiten sehen wir die Entwicklung der internationalen Aktienmärkte wieder etwas positiver und sind mit knapp über 50% Investitionsgrad verhalten optimistisch positioniert. Die noch niedrigen Investitionsquoten der institutionellen Anleger sollten Kursverluste begrenzen, weshalb wir von unveränderten bis leicht steigenden Kursen ausgehen. Kursstützend wirken die weiterhin hohe Liquidität und der Mangel an Anlagealternativen.
 
Das im letzten Jahr enttäuschende Ergebnis der Immobilienaktien bietet heuer eine zusätzliche Chance: Die Unterbewertung ist nach wie vor gegeben und trotz der erfreulichen Entwicklung im 1. Quartal besteht noch Potenzial für weitere Kursgewinne. Die Gewinnsituation der Immobilienaktien ist weiter intakt. Regional bevorzugen wir derzeit eine neutrale Gewichtung.

EZB-Liquidität sorgt für Kursanstiege bei Peripherieanleihen

Die Einführung der neuen 3-Jahres-Tender der EZB trug zu einer Beruhigung der europäischen Schuldenkrise bei, was gemeinsam mit der erfolgreichen Restrukturierung der griechischen Schulden zu massiven Kursgewinnen etwa bei italienischen Staatsanleihen und Bankanleihen führte. Damit ist das Thema Schuldenkrise zwar langfristig keineswegs bewältigt, kurzfristig sollte es die Finanzmärkte allerdings deutlich weniger belasten. Vorerst ist bei der EZB mit einer unveränderten Zinspolitik und somit einem konstanten Leitzins von 1% zu rechnen. Die konjunkturelle Stabilisierung könnte zu Beginn des 2. Quartals zu einem Anstieg der Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen auf 2,2% führen, im weiteren Verlauf ist allerdings ein Rückgang auf 1,8% zu erwarten. Auf der Suche nach Alternativen zu Staatsanleihen sehen wir eine anhaltend gute Nachfrage für Unternehmensanleihen, da viele Firmen gesunde Bilanzen aufweisen. Hier empfehlen wir in Unternehmensanleihen guter Bonität investiert zu bleiben und High-Yield-Anleihen selektiv beizumischen. Unser Ausblick für Emerging-Markets-Anleihen bleibt positiv, wobei wir aktuell ölexportierende Länder für attraktiv halten und insbesondere Lokalwährungsanleihen empfehlen.

Keine größeren Bewegungen an den Devisenmärkten

Der Euro sollte zum US-Dollar weiterhin innerhalb der Bandbreite 1,30 bis 1,35 handeln, ein Aufwertungspotenzial in Richtung 1,40 ist erst mittelfristig zu erwarten. Die Schweizer Nationalbank belässt Leitzins und Franken-Mindestkurs zum Euro unverändert, sodass auch hier keine große Bewegung zu erwarten ist. Sowohl in Euroland, als auch in Großbritannien fehlt im Moment die Phantasie für Zinsanhebungen, weshalb der Wechselkurs wohl auch in nächster Zeit seitwärts tendieren wird. Mit neuen Maßnahmen hat die Bank of Japan den Yen erstmals merklich abgeschwächt. Der latente Yen-Aufwertungsdruck seit dem Lehman Ausfall könnte damit nachlassen.

Breite Diversifikation und Streuung in alternative Anlageklassen

Angesichts der weiter bestehenden Risikofaktoren ist eine breite Diversifikation über alle Asset Klassen unverändert wichtig. Um auch bei einer verhaltenen Entwicklung an den Aktienmärkten attraktive Renditen erzielen zu können, setzen wir einen Teil der Aktienkomponente über Discount- und Bonuszertifikate um. Als unkorrelierte Beimischung gefallen uns weiterhin „Insurance Linked Securities“ und Volatilitätsstrategien. Bei konjunktursensitiven Rohstoffen wie Industriemetallen und auch Rohöl spricht das bereits gestiegene Preisniveau für eine defensivere Positionierung.

 


 

ASSET ALLOCATION FÜR DAS 2. QUARTAL 2012

Asset Allocation

  • EZB-Liquidität hat risikoreiche Anlageklassen beflügelt, kurzfristig nur moderates Potenzial  
  • Breite Diversifikation über alle Asset Klassen bleibt essentiell
  • Rückschläge und auftauchende Chancen für Veranlagung von Liquidität nutzen

Aktien

  • Starker Aktienmarktanstieg im 1. Quartal dämpft zukünftige Aufwärtsdynamik
  • Liquidität und Mangel an Alternativen sprechen dennoch für vorsichtiges Übergewicht
  • Regional Japan interessant, leichte Präferenz für zyklische Unternehmen

Anleihen

  • Renditen deutscher Staatsanleihen können temporär ansteigen
  • Solide Unternehmensanleihen zu bevorzugen
  • Emerging-Markets-Anleihen attraktiv, ölexportierende Länder empfohlen

Währungen

  • Hauptwährungen mangelt es an Zinsphantasie für größere Bewegungen
  • Entschiedenes Vorgehen der Bank of Japan könnte Yen-Aufwertung beenden 

 


 

Markteinschätzung 2. Quartal 2012

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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