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Institutionelle erhöhen Aktienquote

Für die Experten der Allianz erfordert die anhaltende finanzielle Repression eine Neudefinition des Begriffs „Sicherheit“. Der Fokus auf Staatsanleihen mit hoher Bonität habe nämlich in vielen Portfolios die Gefahr von Klumpenrisiken drastisch erhöht. Markets | 05.04.2013 01:50 Uhr
Martin Bruckner, CIO der Allianz Gruppe Österreich
Martin Bruckner, CIO der Allianz Gruppe Österreich

Was die Anlagestrategie für das zweite Quartal 2013 betrifft, empfehlen sie Anleihen unter- und Aktien überzugewichten. „Die Fund Flows zeigen, dass institutionelle Investoren begonnen haben ihre Aktiequote zu erhöhen“, so CIO Martin Bruckner.

Stärkeres globales Wachstum

Für die zweite Jahreshälfte stellen die Allianz-Experten eine Verbesserung des globalen Wachstums in Aussicht, die bis ins Jahr 2014 anhalten soll. Maßgeblicher Treiber dieser Entwicklung wären – trotz insgesamt geringerer Wachstumsaussichten – weiterhin die Emerging Markets. So sollen die Schwellenländer heuer um 5,3 % wachsen (Prognose 2014: 5,4 %), die Industrieländer um 1,1 % (1,9 %).

Warnschuss Zypern

„Wie das jüngste Beispiel Zypern zeigt, ist die EU-Staatsschuldenkrise noch lange nicht gelöst“, so Martin Maier, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. Insgesamt habe sich die Lage allerdings entspannt. Trotzdem gehe er davon aus, dass die Notenbanken ihre expansive Politik beibehalten. Nachsatz des Experten: „Von Fed und EZB sind keine weiteren Zinsschritte zu erwarten.“

Inflation 2013 kein Thema

Inflation ist für Maier auch 2013 kein Thema – allen voran in den Industrieländern. Neu sei in diesem Zusammenhang die Situation in Japan. Bekanntlich hat das Land eine expansive Geldpolitik und – damit einhergehend – ein Inflationsziel von 2 % angekündigt, um aus der seit Jahren anhaltenden Deflationsspirale rauszukommen. „Das ist zumindest ein guter Ansatz“, meint Maier.

Staatsanleihen-Fokus gefährlich

Die anhaltende finanzielle Repression, erfordere eine Neudefinition des Begriffs „Sicherheit“, meint Maier. Die Sicherheitsorientierung – sprich, der Fokus auf hohe Bonitäten – habe die Gefahr von Klumpenrisiken in den Portfolios drastisch erhöht. „Mit den Staatsanleihen sicherer Emittenten ist man nicht gegen alle Risiken abgesichert – allen voran die finanzielle Repression“, warnt Maier.

Stärkere Diversifikation

Der Geschäftsführer der Allianz Invest fordert dementsprechend ein Umdenken: „Es geht um die Suche nach positiven realen Renditen und damit letztlich auch den Kaufkraftserhalt.“ Die Risiken der Renditetreiber müssten gestreut bzw. gesteuert werden. „In Zeiten finanzieller Repression ist stärkere Diversifikation gefragt“, bringt es Maier auf den Punkt. 

US-Aktien übergewichten

Chancen sehen die Allianz-Experten vor allem bei Aktien, die sie dementsprechend auch übergewichtet haben. Was die geographische Allokation im Aktienbereich betrifft, empfehlen sie die USA über- und Europa unterzugewichten. „Trotz der mittlerweile hohen Bewertungen entwickelt sich die US-Konjunktur weiterhin stark. Das sollte der Profitabilität solider Unternehmen weiter helfen“, so CIO Martin Bruckner.

Europa: Gesunde Bilanzen

Für US-Aktien würden auch die kontinuierlichen Zuflüsse seit Anfang des Jahres

sprechen. Bruckner betont, dass internationale Investoren im vierten Quartal zwar nach Europa zurückgekehrt wären, die Zuflüsse wären in den ersten drei Monaten des Jahres jedoch gering ausgefallen. Nichtsdestotrotz würden europäische Unternehmen gesunde Bilanzen aufweisen. „Es geht den Unternehmen sehr gut“, hält Bruckner fest.

Schwacher Yen hilft

„Die expansiven Maßnahmen durch den neuen Notenbankengouverneur schwächen den Yen ab, was den japanischen Unternehmen hilft“, begründet Bruckner die Übergewichtung japanischer Aktien. Bewertungstechnisch sei der Markt sehr günstig. Die Emerging Markets empfiehlt Bruckner unterzugewichten. Hier wären aufgrund des aktuellen Bewertungsniveaus die osteuropäischen Aktienmärkte zu bevorzugen.

US- und EU-Anleihen untergewichten

Auf der Anleihenseite empfehlen die Allianz-Experten Staatsanleihen aus den USA und Europa unterzugewichten. „In den USA und den Kern-EU-Staaten führt die finanzielle Repression zu realen Verlusten“, so Bruckner. Absolute und reale Renditen in der Core-Eurozone würden weiterhin unattraktiv bleiben. Als sicherer Hafen wären Länder wie Österreich gegenüber Deutschland zu bevorzugen.

Selektiv Corporates interessant

Spreadsegmente – sprich, Unternehmensanleihen und die Emerging Markets – sollten, laut Bruckner, hingegen leicht übergewichtet werden. Auch wenn viele Corporates mittlerweile fast auf „Vor-Lehman-Niveau“ notieren, wären selektive Titel – vor allem aus den USA – nach wie vor attraktiv. Was die Emerging Markets betrifft, würden Lokalwährungsanleihen und Corporate Emissionen attraktiv erscheinen.

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