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Alternative Investments – 5 Jahre nach der Finanzkrise

Die Finanzkrise 2008 hat das Hedge-Fonds- und Private-Equity-Geschäft, kurz Private Markets Aktivitäten genannt, grundlegend verändert. Der Markt ist mit neuen Geschäftsmodellen, Risikoprämien, Ertragserwartungen, Investitionsprozessen und einem differenzierten Kundenverhalten konfrontiert. Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich aus dem Regulierungsbereich. Markets | 23.10.2013 11:38 Uhr

Die Entwicklung der Alternative Investments seit der vom Kreditmarkt induzierten Finanzkrise stand im Mittelpunkt der Medienkonferenz des Alternative Investment Council der SFAMA am 23. Oktober in Zürich. Dabei wurde auf die Bereiche Hedge Funds und Private Equity fokussiert.

Bedeutung der Hedge Funds

Hedge Funds machen lediglich 2% des Asset-Management-Marktes aus, sie erfüllen für diesen aber verschiedene Schlüsselfunktionen wie z.B. erhöhte Liquidität, effiziente Kapitalallokation und Innovationstreiber. Zudem bieten sie den Investoren die Möglichkeit des Risikomanagements und der Diversifikation. Weltweit erhöhte sich das Volumen der Hedge Funds seit der Finanzkrise im Jahr 2008 um 25% von 2‘000 Mrd. USD bis knapp 2’500 Mrd. USD im Juni 2013. Institutionelle Investoren stellen mit 57% eine Mehrheit der Hedge-Funds-Anleger aus, vor der Finanzkrise waren es noch 45%. Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend weiter anhalten wird. “Institutionelle Investoren fragen nach alternativen Anlagemöglichkeiten oder UCITS Lösungen und bevorzugen transparente Formate, wie es Managed Accounts bieten”, erläuterte René Herren, Head of Man in Switzerland. Die klassischen offenen Multimanager – Multistrategie Fund of Fund Lösungen werden momentan deutlich zugunsten von zielgerichteten Strategieportfolios oder Direktanlagen in Hedge Funds abgelöst. Long Short Equity Strategien und Kreditprämien basierte Strategien werden aktuell favorisiert. Diese Strategien werden im Gesamtportfoliokontext evaluiert.

Veränderungen bei Private Equity

“2008 und 2009 gab es viele Schlagzeilen, welche etwas vorschnell das Ende von Private Equity verkündeten. Fakt ist, dass dieser Geschäftsbereich nach wie vor bedeutungsvoll ist, aber auch verschiedene Veränderungen durchlief”, sagte Christian Dujardin, Executive Director und Head of Investment Solutions, Private Equity, Unigestion. Die weltweiten Default Rates haben sich seit 2009 stark verringert, gegen Ende 2012 lag diese Quote bei rund 2%. Das für die Entwicklung von nicht kotierten Firmen wichtige Fremdkapital steht insbesondere in Form von sog. „high-yield bonds“ in genügender Höhe zur Verfügung. Die „Exits“ erfolgen nach wie vor grossmehrheitlich über „secondary markets“ Transaktionen und „trade sales“, vereinzelt aber auch über Börsengänge. Die durchschnittliche Fundraising-Zeit betrug rund 17 Monate. Zum Vergleich: 2004 waren es erst 9.5 Monate. Auch die Überzeichnung bei Private-Equity-Fonds ist nicht mehr länger die Regel: 2012 erreichten 20% der Fonds das anvisierte Volumen, 39% lagen darunter, 40% darüber. Private Equity spielt nach wie vor eine sehr wichtige Rolle in der Finanzierung des Mittelstands und ist eine unabdingbare Alternative zu den öffentlichen Kapitalmärkten welche aktuell nach wie vor für viele Unternehmungen recht verschlossen sind.

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Sinn der Regulierung

Markus Fuchs, Geschäftsführer SFAMA, ging der Frage nach, warum es Regulierung im Fondsund Asset-Management-Bereich braucht. Im Nachgang zur Finanzkrise wurde versucht, die Hedge Funds, die im Gegensatz zu den Banken mit Ausnahme von LTCM (1998) nie staatlich unterstützt und gerettet werden mussten, zu zügeln. Regulierung ist notwendig, auch wenn sie weitgehend ein Ausfluss der Krise ist. Weil für die Schweiz der Zugang zu ausländischen Märkten von zentraler Bedeutung ist, muss sie gewisse internationale Standards übernehmen. „Mit der Richtlinie für Alternative Investment Managers (AIFM) wird der Markt als Ganzes zwar einheitlicher und homogener, dafür aber auch anfälliger für Systemrisiken, die es ja zu vermeiden gilt. Es ist zu wünschen, dass Gesetzgeber, Behörden, Industrie und Interessenverbände wieder mehr Energie und Zeit darauf verwenden, langfristige Strategien auszuhandeln, die Anleger und Systeme tatsächlich schützen“, erklärte Markus Fuchs. Hans-Jörg Baumann, Vorsitzender des Alternative Investment Council (SFAMA-AIC), und CEO Swiss Capital Alternative Investments AG ergänzt, dass selbstredend Regulierung nicht kostenlos ist. Die Umsetzung diverser neuer Rahmenbedingungen dürfte die Grenzkosten in der Industrie massgeblich anheben und als Folge daraus auch weiterhin Veränderungs- und Konsolidierungseffekte in der Finanzindustrie international und national bewirken.

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