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Pensionskassen erwirtschafteten 2013 ein Plus von 5,14 Prozent

Die österreichischen Pensionskassen haben mit 31. Dezember 2013 ein Veranlagungsergebnis für das Vorjahr von durchschnittlich plus 5,14 Prozent für ihre Kunden erwirtschaftet. Im langjährigen Durchschnitt (seit 1991) liegt das Veranlagungsergebnis pro Jahr damit bei plus 5,63 Prozent. Im Durchschnitt der letzten 10 Jahre (seit 2003) liegt das Veranlagungsergebnis pro Jahr bei plus 3,93 Prozent, im Durchschnitt der letzten 5 Jahre bei plus 5,2 Prozent pro Jahr. Markets | 15.01.2014 10:49 Uhr
Für diesen Erfolg waren in einem nach wie vor schwierigen und Schwankungen unterworfenen Konjunkturumfeld eine ausgeglichene Veranlagungsstruktur und ein aktives Veranlagungsmanagement ausschlaggebend. Pensionskassen müssen bei einem einschätzbaren und begrenzten Risiko den höchstmöglichen Ertrag erwirtschaften, um das Pensionskapital aller Kunden zu erhöhen. Dafür sind eine Diversifikation bei den Veranlagungen und ein frühzeitiges Risikomanagement Voraussetzung. Pensionskassen haben die langfristige Rendite für ihre Kunden im Fokus.

Kunden vertrauen bei betrieblicher Altersvorsorge auf Pensionskassen

"In der betrieblichen Altersvorsorge genießen die Pensionskassen klar das Vertrauen ihrer Kunden", stellt Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen, fest. Bezieher einer Firmenpension konnten aufgrund der Pensionskassengesetz-Novelle 2012 bis zum 31.10.2013 in eine Betriebliche Kollektivversicherung (BKV) einer Versicherung wechseln. Allerdings haben sich nur 0,9 Prozent aller Pensionskassen-Pensionisten für einen Wechsel entschieden.

Kontinuierliches Wachstum an Anspruchsberechtigten

Bei Pensionskassenverträgen zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Pensionskassen monatlich Beiträge ein, die später in der Pension verzinst ausbezahlt werden. Derzeit haben fast 840.000 Österreicher (plus 2 Prozent im Vergleich zu 2012) Anspruch auf eine Firmenpension. Insgesamt veranlagen die 16 Pensionskassen ein Vermögen von über
17,4 Mrd. Euro (plus 7 Prozent im Vergleich zu 2012). Damit sind sie der größte private Pensionszahler Österreichs.

Ausblick auf 2014: vorsichtiger Optimismus

Das weiterhin sehr niedrige Zinsniveau war 2013 eine zentrale Herausforderung. Gleichzeitig wurde die spürbare Erholung der Aktienmärkte ein wichtiger Faktor, um das positive Ergebnis zu erzielen.

"Für 2014 wird weltweit wieder mit einem stärkeren Wachstum der Wirtschaft gerechnet. In Österreich wird nach einem Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent im Jahr 2013 für 2014 ein deutlich steigendes Wachstum von 1,7 Prozent (Quelle: WIFO 28.12.2013) erwartet. Daher sind auch die Pensionskassen mit vorsichtigem Optimismus in das neue Jahr gestartet", so Mag. Andreas Zakostelsky.

Pensionskonto kommt 2014

"Zudem wird ab dem heurigen Jahr mit der Einführung des Pensionskontos und dem Versand der Kontoerstgutschrift vielen Menschen bewusst werden, um wie viel weniger ihre Erstpension im Vergleich zum letzten Aktivbezug tatsächlich ausmacht. Die betriebliche Vorsorge wird damit als optimale Ergänzung zur gesetzlichen Pension und zur Verringerung der Pensionslücke noch weiter an Bedeutung gewinnen", so Zakostelsky weiter. Die Arbeitnehmer sollten daher ihren Wunsch nach einer betrieblichen Vorsorge an ihren Arbeitgeber herantragen.

Regierungsprogramm 2014-2018

Die Pensionskassen befürworten die geplanten Massnahmen im Regierungsprogramm. "In der Altersvorsorge ist eine Gesamtstrategie notwendig, die alle drei Pensionssäulen berücksichtigt und unterstützt – das steht nun erstmals im Regierungsprogramm", erklärt Zakostelsky.

Die neu geplante Möglichkeit, individuell von einer Vorsorgekasse in eine Pensionskasse wechseln zu können und damit eine Stärkung der Nutzung der Abfertigung Neu für eine Betriebspension, sei ebenfalls ein sehr guter Ansatz.

Einführung des EET-Prinzips

Auch die Neuordnung bzw. Harmonisierung der Förderinstrumente für Eigenbeiträge zu Betriebspensionen findet sich im Regierungsprogramm. Die Pensionskassen bewerten die geplante Maßnahme sehr positiv, da sie die Chance bietet, das EET-Prinzip für Arbeitnehmerbeiträge zu realisieren.

"Die umfassende Einführung des international üblichen EET-Prinzips (exempt-exempt-taxed) ist in Österreich überfällig, wenn man die Bedeutung der 2. Säule auch im Sinne des Staatshaushaltes erweitern will. Beim EET-Prinzip wird erst die Auszahlung der Pension besteuert, derzeit werden die Eigenbeiträge der Arbeitnehmer vom Netto-Einkommen bezahlt. Es sollte jedoch die steuerliche Absetzbarkeit der Eigenbeiträge zu Firmenpensionen auch für Arbeitnehmer und in der Eigenvorsorge der Arbeitgeber möglich werden“, erklärt Dr. Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes.

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