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Asiatische Schuldtitel im Fokus

Im Hinblick auf die anstehenden Zinserhöhungen kommen auf Fixed-Income schwierige Zeiten zu. Für Asian Debt in Hartwährung (HC) erwartet ING Investment Management International (ING IM) 2014 eine Rendite zwischen 2,5 und 4,5 Prozent, während Asian Debt in Lokalwährung (LC) zwischen 1,0 und 3,0 Prozent rentieren dürfte. Joep Huntjens, Head of Asian Debt bei ING IM, erklärt worauf es 2014 ankommt. Markets | 19.02.2014 02:00 Uhr
Joep Huntjens, Head of Asian Debt bei ING IM, kommentierte die aktuellen Trends mit den Worten: „Die US Federal Reserve wird wohl noch bis mindestens 2015 an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten. Insofern dürfte die Renditekurve von US Treasuries steil bleiben und bei einem moderaten Fristenrisiko attraktive Erträge bieten.“ „Hinzu kommt, dass internationale Investoren bei asiatischen Anleihen angesichts der starken Divergenz globaler Indizes eher unterinvestiert sind. Gewiefte Anleger streuen ihre Risiken allerdings, daher wird auch weiter Kapital nach Asien fliessen, um etwaige Lücken bei der geografischen Diversifikation zu schliessen.“

Was die weitere Entwicklung betrifft, erwartet ING IM, dass Asien (ohne Japan, Australien und Neuseeland) die Region mit den höchsten Zuwachsraten bleiben wird. Länder wie China und die Philippinen sollen Wachstumsraten von sechs bis sieben Prozent abwerfen, während die Prognosen für alle anderen Länder zwei bis fünf Prozent vorhersagen. Das Vermögensverwaltungshaus weist aber auch darauf hin, dass die Wachstumsdynamik an den Emerging Markets just zu dem Zeitpunkt nachlässt, da sich das Wachstum an den entwickelten Märkten – vor allem Japan, USA und Eurozone – stetig verbessert, wenn auch von einem sehr niedrigen Niveau. Das könnte bedeuten, dass die in den vergangenen Monaten beobachtete Präferenz für die entwickelten Märkte anhalten wird.

Huntjens weiter: „Anlagepräferenzen verlagern sich in Zyklen. Irgendwann werden Bewertungen und Rahmendaten Investoren veranlassen, sich wieder in Richtung Asian Debt zu orientieren. Dies gilt umso mehr, als zahlreiche Tail Risks mittlerweile gesunken sind. Zudem stehen institutionelle und Retail-Investoren asiatischen Schuldtiteln zunehmend positiv gegenüber.“

Nach Einschätzung von ING IM werden asiatische Währungen allerdings kaum davon profitieren. Das liegt – neben dem Tapering der Fed – auch an der Verlagerung der globalen Wachstumsdynamik weg von Asien und hin zu den USA. Einige Währungen dürften den USD zwar übertreffen, doch insgesamt geht ING IM davon aus, dass asiatische Währungen im Hinblick auf die Renditen am Kassamarkt leicht an Boden verlieren werden. Betrachtet man die Renditen mancher Währungen, so könnten die Nachzügler des vergangenen Jahres inzwischen attraktive Renditen für Anleger abwerfen, die sich von Volatilität nicht schrecken lassen. Hier sei vor allem die indische Rupie genannt.

Alia Yousuf, leitende Portfoliomanagerin Asian Debt Local Bond, fügte hinzu: „Mit immer stärkeren Portfolioabflüssen aus der Region werden die Zentralbanken Asiens wahrscheinlich eine Schwächung ihrer Währungen dulden, um einerseits ihre Devisenreserven zu schonen und andererseits die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Volkswirtschaften zu wahren. Dies soll zur Stärkung der Aussenhandelsbilanzen beitragen. Eine Verbesserung der Leistungsbilanzen dürfte die Währungen der jeweiligen Länder Asiens stützen. Eine übermässig schwache Währung ist indes auch nicht ohne Risiken: Die höheren Kosten importierter Güter treiben die Inflationsgefahr. Vor diesem Hintergrund würden die Notenbanken wahrscheinlich den Leitzins anheben, auch um ihre Währungen zu stützen.“

Was die Portfolio-Positionierung betrifft, so setzt ING IM bei Hartwährungsanleihen vorzugsweise auf kurzlaufende Non-Investment-Grade-Papiere, denn diese bieten höhere Renditen und reagieren weniger sensitiv auf Veränderungen bei den USD-Renditen. Nach Auffassung von ING IM bieten vor allem hochverzinsliche Unternehmensanleihen einen deutlichen Spread-Pickup gegenüber vergleichbaren Anleihen aus anderen Regionen sowie eine niedrigere Zinssensitivität. Damit besteht ein interessantes Risiko-/Ertragsverhältnis. Überdies ist das volkswirtschaftliche Umfeld für Unternehmensanleihen positiv, insofern sollten deren Credit-Spreads sinken.

Yousuf schloss mit den Worten: „Bei Lokalwährungsanleihen setzen wir auch auf höher rentierliche Anleihen und Währungen aus Ländern, deren Fiskal-, Wachstums- und Inflationsdaten sich verbessern, wie beispielsweise Indien. Aber auch steile Renditestrukturkurven, wie bei thailändischen Lokalwährungsanleihen, weisen ein gutes Wertpotenzial auf. Im Hinblick auf die erwartete Zinsanhebung halten wir das Zinsrisiko in unseren Portfolios weiterhin niedrig, indem wir hier wahrscheinlich untergewichtet bleiben.“

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