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Im Fokus: Alternative Finanzierungsmethoden zur Infrastruktur-Modernisierung

Noch erfolgt die Finanzierung von Infrastrukturprojekten traditionell aus Steuermitteln der Kommunen, Ländern und dem Bund. "In der Zukunft werden hier aufgrund der fortschreitenden Verschuldungen und des politischen Sparzwanges künftig deutliche Grenzen gesetzt werden", so Rainer Fritzsche, geschäftsführender Gesellschafter von OVIDpartner im Gespräch mit e-fundresearch.com. Markets | 18.05.2015 14:17 Uhr
©  Kara - Fotolia.com
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"Die Infrastruktur in den Industrieländern ist stark renovierungsbedürftig. Alleine die Sanierungskosten des 515.000 km langen deutschen Abwassersystems belaufen sich laut DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) auf rund 50 Mrd. €. Doch die Erneuerung der Infrastruktur ist notwendig, um unseren Wohlstands- und Wirtschaftslevel zu halten", so Rainer Fritzsche, geschäftsführender Gesellschafter von OVIDpartner im Gespräch mit e-fundresearch.com. Für die neuen Stromnetze zur Umsetzung der Energiewende müssen laut Angaben von Fritzsche in den nächsten zehn Jahren weitere 40 Mrd. € alleine in Deutschland investiert werden.

Sanierung maroder Infrastruktur sowie Umsetzung der Energiewende durch Verschuldung und Sparzwang unter Druck

Rainer Fritzsche, OVIDpartner GmbH
Rainer Fritzsche, OVIDpartner GmbH

Alternative Finanzierungs- beziehungsweise Investitionsmöglichkeiten durch private Vehikel haben jedoch häufig Nachteile. Direktinvestments, Private-Equity-Beteiligungen, gelistete wie ungelistete Infrastrukturunternehmensbeteiligungen sind oft nicht liquide und schlecht handelbar. Auch stehen sie aufgrund der teilweisen großen Mindestinvestments nur einem beschränkten Kreis von Privatanlegern zur Verfügung. Öffentliche Private Partnerschaften (ÖPPs) und Infrastrukturprojektanleihen sind wiederum nur für große institutionelle Anleger erreichbar.

"Es ist an daher an der Zeit, über neue Finanzierungsmethoden und Beteiligungsmöglichkeiten zur Modernisierung der Infrastruktur in den Schwellen- und Industrieländern nachzudenken. Betrachtet man die Diskussion in Deutschland, so stehen verschiedene Modelle und Wege in diversen Regierungskommissionen und Industrieforen im Vordergrund. Für den Bereich der Fernstraßen wird über die Gründung einer „Bundesfernstraßengesellschaft“ nachgedacht. Dieser würden alle Mauteinnahmen zufließen und sie könnte die Ausgabe von Anleihen etc. betreiben", sagt Fritzsche. Eine verstärkte Verwendung des Vehikels ÖPP sei ein anderer Weg. Hier trete die öffentliche Hand für einen bestimmten Zeitraum die über den Bereich der Infrastruktur zu erzielenden Einnahmen an die privaten Finanzierer ab. Dieses sei im Bereich Autobahnen schon sechsmal in Deutschland umgesetzt worden. Eine weitere Idee sei laut Fritzsche ein sogenannter „Bürgerfonds“, an dem sich auch Kleinanleger beteiligen könnten. Damit finanziere der Bürger seine eigenen Straßen nicht mehr nur mit Steuergeldern, sondern auch mit seinem oftmals für die Altersvorsorge gedachtem Kapital. "In den Zeiten des heutigen Zinsniveaus auf Spareinlagen eine bedenkenswerte Alternative", meint Fritzsche-

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OVIDpartner setzt auf liquide Infrastrukturfinanzierungs-Lösung

OVIDpartner hat als Vermögensverwalter und Fondsinitiator vor knapp einem halben Jahr begonnen, einen weiteren Weg zu öffnen. „Durch die Investition in börsentäglich gehandelte Anleihen von im Infrastrukturbereich tätigen Unternehmen, sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern über einen OGAW-Fonds, erfolgt eine Beteiligung und auch Finanzierung von Infrastruktur über viele Bereiche“, so Rainer Fritzsche, geschäftsführender Gesellschafter von  OVIDpartner. Diversifizierung sei ein Argument, tägliche Liquidität ein zweites und ein auszuschüttender Zielertrag nach Kosten von vier bis fünf Prozent jährlich ein weiteres. Die Risiken seien dieselben wie in klassischen Bereichen der Unternehmensanleihen, mit dem Unterschied, dass die Quelle des Zinskupons in einem Bereich liege, der von Börsen- und Wirtschaftszyklen sehr unabhängig sei. „Die Nutzer von Infrastruktur, die wir alle sind, werden weiter ohne Unterbrechung für Kommunikation, Wasser, Müllentsorgung, Mautstraßengebühren und Flughafenlandegebühren zahlen und damit kontinuierlich Einkommen für die Investoren erzielen“, so Fritzsche weiter.

Investititionsbeispiel: Erweiterung des Flughafens New Delhi

Ein Beispiel für ein solches Investment ist die Erweiterung des Flughafens in der indischen Hauptstadt New Delhi, an dem der Fonds durch den Erwerb der Delhi International Airport Pte Ltd DL-Notes beteiligt ist. Ein anderes erfolgreiches Beispiel ist der Erwerb von Southern Water Greensand Fin.PLC LS-Medium-Term Notes aus England, so partizipiert der Fonds an den Be- und Entwässerungsgebühren eines 39.000 Kilometer langen Kanalnetzes mit den entsprechenden Kläranlagen. Ebenfalls im Portfolio ist der CITIC Ltd. DL-Bonds, mit dem Mauteinnahmen der Tunnel unter der Bucht von Hong Kong in den Fonds fließen sollen.

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