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Charlie Thomas: "Klimapakt als historische Chance für Energiewende"

Die in Paris erzielte, universelle Einigung zur Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius sollte der Branche erneuerbarer Energien und dem Energieeffizienzsektor langfristiges Wachstum garantieren, meint Charlie Thomas, Fondsmanager des Jupiter Global Ecology Growth SICAV bei Jupiter Asset Management. Markets | 18.12.2015 10:11 Uhr
Charlie Thomas, Jupiter Global Ecology Growth SICAV / ©  Jupiter Asset Management
Charlie Thomas, Jupiter Global Ecology Growth SICAV / © Jupiter Asset Management

Der am Wochenende bei der 21. Weltklimakonferenz (COP21) geschlossene Klimapakt stellt eine echte regierungspolitische Zeitenwende dar. Den Unternehmen wird zudem unmissverständlich klargemacht, welche dramatischen wirtschaftlichen Veränderungen in den nächsten 30 Jahren stattfinden müssen, damit die beschlossenen Ziele erreicht werden können.

Trotz einiger Schwächen ging die COP21 weiter als alle vorherigen Konferenzen. Dabei setzte sie mit dem einstimmigen Beschluss, die Erderwärmung „auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten“ und „Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen“, ein starkes Zeichen.1

Als eines der wichtigsten Ergebnisse der Konferenz erachten wir die alle fünf Jahre stattfindende Überprüfung, bei der jeder einzelne Staat über seine Fortschritte bei der Erreichung der Emissionsziele berichten und neue Klimaschutzziele vorlegen muss. Dies signalisiert eindeutig, dass die ab 2020 verbindlichen Zusagen zur Emissionsreduktion nur der Anfang einer weitreichenden Dekarbonisierung sind. Der Überprüfungsmechanismus ist dabei insofern wichtig, als die jetzigen Zusicherungen zur Emissionsreduktion die Erderwärmung wohl nur auf 2,7 bis 3,0 Grad Celsius begrenzen dürften. 

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Aus Anlagesicht bewerten wir das Abkommen für Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz tätig sind, als positiv. Wir sind überzeugt, dass es die dynamische Entwicklung von Umwelttechnologien unterstützen wird. Ferner wird die CO2-Bepreisung, auch wenn sie im Schlussabkommen nicht berücksichtigt wurde, auf lokaler Ebene zunehmend an Bedeutung gewinnen – sozusagen als Anreiz für eine kohlenstoffärmere Wirtschaft. China zum Beispiel dürfte im Jahr 2017 ein ambitioniertes Programm für den Kohlenstoffemissionshandel lancieren, welches zwischen drei und vier Milliarden Tonnen CO2 abdecken wird. Das ist mehr als die sechsfache Menge der gesamten Kohlenstoffemissionen Großbritanniens im Jahr 2014.

Wir sind uns jedoch bewusst, dass der neue Klimavertrag erst ab 2020 gelten wird. Bis dahin beobachten wir genau, inwieweit infolge des Abkommens getroffene, regionalpolitische Maßnahmen zur Förderung von Kapitalzuflüssen in umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Insgesamt gehen wir davon aus, dass der Erfolg des Pariser Abkommens maßgeblich von umfangreichen und nachhaltigen Investitionen in grüne Technologien abhängen wird. In den letzten Monaten haben wir zum Tempo dieser Investitionen einige vielversprechende Prognosen gesehen. So hat es im Vorfeld der Konferenz Schätzungen der Internationalen Energieagentur gegeben, wonach bis zum Jahr 2035 weltweit 8 bis 14 Billionen US-Dollar (oder etwa 550 Milliarden US-Dollar pro Jahr) in Energieeffizienz investiert werden dürften, um die wachsende Nachfrage zu decken und die Erreichung der Dekarbonisierungsziele zu unterstützen2. Derweil kommen Analysen der Bank of America zu dem Ergebnis, dass die erneuerbaren Energien bis 2030 ungefähr 70 bis 80 Prozent aller neuen Stromerzeugungskapazitäten ausmachen werden (gegenüber aktuell 50 Prozent). Dadurch sollte letztlich der Anteil erneuerbarer Energien am globalen Energiemix auf rund 60 Prozent steigen und die Nutzung fossiler Brennstoffe im Gegenzug auf 40 Prozent sinken.3

Weil das neue Abkommen einen recht langen Zeitraum umfasst, dürfte es kaum unmittelbare Auswirkungen auf die fossile Brennstoffindustrie haben. Um das Paris-Ziel zu erreichen, dürfen jedoch in den nächsten 30 Jahren schätzungsweise 80 Prozent der fossilen Energieträger weltweit nicht mehr genutzt werden. Es ist daher zu erwarten, dass die Risikoprämie für Stranded Assets steigen wird, sobald der Klimavertrag 2020 in Kraft getreten ist.4

Charlie Thomas, Jupiter Global Ecology Growth SICAV


Gastkommentare werden von anerkannten Experten verfasst, deren Meinungen nicht mit jener der e-fundresearch.com Redaktion übereinstimmen müssen.

Quelle:

1 http://unfccc.int/resource/docs/2015/cop21/eng/l09.pdf

2  Bank of America: A Call to Action – Climate Change Solutions Primer, 27. November 2015

3 Bank of America: A Call to Action – Climate Change Solutions Primer, 27. November 2015

4 Kepler Cheuvreux, 14. Dezember 2015

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