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Neue Studie: Wie ESG-Kriterien Performance verbessern kann

Die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien (ESG) hat die Erträge von Anlegern nach eigenen Aussagen erheblich verbessert, wie eine Studie von State Street Global Advisors zeigt. Markets | 26.04.2017 17:08 Uhr
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80 Prozent der instiutionellen Investoren haben eine ESG-Komponente in ihrer Anlagestrategie. 

State Street Global Advisors (SSGA), die Vermögensverwaltungssparte der State Street Corporation (NYSE: STT), hat heute die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage1 unter 475 institutionellen Investoren veröffentlicht. Die Studie ergab, dass die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien (Englisch: Environment, Social and Governance (ESG)) in der Anlagestrategie die Erträge bei mehr als zwei Drittel der befragten Teilnehmer erheblich verbesserte. Dies verdeutlicht, dass die Einführung von auf ESG-Kriterien beruhenden Anlagestrategien für institutionelle Portfolios Zukunftschancen hat.

Die Umfrage zeigte darüber hinaus, dass mehr als drei Viertel der Teilnehmer in ESG-Strategien investieren, da diese Faktoren für die Geschäftsergebnisse von Aktiengesellschaften eine Rolle spielen. Die zunehmende Integration von ESG-Faktoren bei Anlagestrategien ist eine positive Entwicklung, allerdings bleibt das aktive Engagement von institutionellen Anlegern in die Unternehmen, in die sie investieren, der so genannte „Active-Ownership-Ansatz“, weiterhin ein entscheidender Bestandteil einer umfassenden ESG-Strategie. So zeigt die Untersuchung, dass knapp 80 Prozent der befragten institutionellen Investoren sich bei den Unternehmen, in die sie investieren, in einem gewissen Maß im Bereich ESG engagieren. Sie verstehen unter dem ESG-Anlageansatz folglich mehr, als nur den Ausschluss von Unternehmen aus ihrem Portfolio, die ESG-Kriterien nicht erfüllen, dem sogenannten Negative Screening.

„Gegenwärtig vollzieht sich eine kollektive Verschiebung in der Welt der institutionellen Investoren, d.h. Vermögenseigentümer und -manager entwickeln ein anderes Verständnis für die Implikationen ihrer Investments“, sagte Chris McKnett, Leiter des globalen ESG-Geschäfts bei SSGA. „Die Mehrheit der Anleger stellt sich nicht mehr die Frage, ob sie ESG als Teil ihrer Anlagestrategie betrachten sollen, sondern wie sie sich im Rahmen ihrer Investitionen in Unternehmen aktiv engagieren können, um ihre Finanzziele zu erreichen und dabei gleichzeitig etwas verändern zu können.“

Erwartungsgemäß unterliegen alle Investitionsansätze gewissen Herausforderungen: Knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmer geben an, dass es schwierig sei, das eigene Anlageergebnis mit dem anderer Investoren bzw. Investmentmanager zu vergleichen. Darüber hinaus ist mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung, dass in Bezug auf ESG-Investments die genaue Beurteilung externer Vermögensmanager ein Hauptproblem darstellt. Knapp die Hälfte der Anleger berichtet zudem, dass hohe Aufwendungen und Gebühren die größte Hürde für einen weiteren Einbezug von ESG-Kriterien in Investmentportfolios darstellen, gefolgt von mangelnden Kenntnissen diesbezüglich.

„In den letzten vier oder fünf Jahren haben wir einen deutlichen Anstieg des Bewusstseins und Interesses an ESG auf institutioneller Ebene wahrgenommen, was ein äußerst vielversprechender Trend ist“, sagte Lori Heinel, stellvertretender Global Chief Investment Officer bei SSGA. „Die Tatsache, dass sich gute Unternehmensführung im besseren Management von Bereichen wie der Kohlenstoffbilanz eines Unternehmens oder im Umgang der Unternehmensführung mit den Mitarbeitern widerspiegelt, findet vermehrt Anerkennung. Die Unternehmen, die auf diese Art und Weise wirtschaften, sind unserer Auffassung nach die besseren Investments, die langfristig auch zu einem besseren Anlageergebnis führen.“

Andere zentrale Ergebnisse:

  • Mehr als 80 Prozent der Umfrageteilnehmer sind zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Anlageerfolg ihrer ESG-Strategie.
  • Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, dass die Anwendung einer ESG-Strategie sie beim Volatilitätsmanagement unterstützt hat.
  • Der regionale Vergleich der Nachfrage nach ESG-Investments zeigt: Bei rund 40 Prozent der Anleger in Europa und in den USA bestehen 25 Prozent bis 49 Prozent des Portfolios aus ESG-Investments. In der Asien-Pazifik-Region setzt sich das Portfolio bei der Hälfte der Anleger aus weniger als 25 Prozent ESG-Investments zusammen.
  • Obwohl viele der befragten Investoren mit den Renditevorteilen ihrer ESG-Strategien zufrieden sind, wenden Investoren, die ESG-Strategien verfolgen, im Durchschnitt nur bei einem Drittel ihrer Investments ESG-Kriterien an. Der Studie zufolge erwarten Investoren, dass dieser Anteil in den nächsten zwei Jahren auf etwa 40 Prozent ihres Portfolios wachsen wird.

Der vollständige Bericht zur Umfrage kann hier eingesehen werden.

 

1) Informationen zur Umfrage: State Street Global Advisors hat 475 institutionelle Investoren in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, der Schweiz, Skandinavien, den Niederlanden, Korea, Singapur, Japan, China, Hongkong, Australien und den USA befragt. Die Umfrageteilnehmer umfassten öffentliche und private Pensionsfonds, Stiftungen, Family Offices, Staatsfonds, Zentralbanken und supranationale Organisationen. Die Umfrage wurde im Dezember 2016 und Januar 2017 durchgeführt.

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