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Finanzbildung: Selbst Spitzenreiter sind noch lange keine Musterschüler

Das internationale Netzwerk für Finanzbildung (INFE) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat untersucht, wie es um die „finanzielle Alphabetisierung“ der Erwachsenen in wichtigen Industrie- und Schwellenländern bestellt ist. Markets | 16.08.2017 08:34 Uhr
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Anlässlich des G20 Gipfels in Hamburg diesen Sommer veröffentlichte das internationale Netzwerk für Finanzbildung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD/INFE) einen Bericht über die „finanzielle Alphabetisierung“ in G20 Staaten. Auch Daten aus den Niederlanden und Norwegen wurden untersucht. Die OECD/INFE kooperiert mit der internationalen CFP-Dachorganisation Financial Planning Standards Board Ltd., die hierzulande durch den Österreichischen Verband Financial Planners vertreten ist. „Wir haben die Finanzbildung als eines der wesentlichsten Ziele in unseren Statuten verankert“, betont der Vorstandsvorsitzende des Verbands, Professor Otto Lucius. 

Prof. Otto Lucius, CFP®, EFA®, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Verbands Financial Planners
Prof. Otto Lucius, CFP®, EFA®, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Verbands Financial Planners

Finanzbildung international noch ausbaufähig

Finanzwissen, das man aufgrund von Bildung und Informationen erlangt, stellt eine wichtige Grundlage dar, um finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um Wohlstand zu erreichen, abzusichern oder auszubauen, spielen aber auch Komponenten wie Verhaltensweisen oder Einstellungen in Geldfragen eine Rolle. Ist im OECD/INFE-Bericht von „finanzieller Alphabetisierung“ die Rede, dann geht es im Wesentlichen um ein Zusammenspiel dieser Teilbereiche. In Summe wurden bei der Untersuchung 21 Punkte vergeben. An erster Stelle liegt Frankreich mit 14,9 Punkten, gefolgt von Norwegen und Kanada mit einem Wert von 14,6. Selbst das Spitzentrio weist also einen gehörigen Respektabstand auf das Punktemaximum von 21 auf. Die im Durschnitt erreichte Punkteanzahl beträgt übrigens 12,7. (Quelle: OECD

Finanzwissen schon in den Klassenzimmern vermitteln

In Summe bescheinigt der Bericht, dass es in sämtlichen untersuchten Staaten erhebliches Verbesserungspotenzial im Bereich der Finanzbildung gibt. Er zeigt auf, wie wichtig es ist, dass Finanzbildung alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten erreicht. Gerade die Digitalisierung, die auch vor dem Finanzbereich nicht Halt macht, verdeutlicht diesen Bedarf noch einmal. Denn diese Entwicklung bringt für Konsumenten neue Chancen, aber auch Herausforderungen mit sich. In diese Kerbe schlägt auch der Österreichische Verband Financial Planners. „Finanzwissen muss bereits an den Schulen vermittelt werden. Denn Finanzbildung ist effektiver Konsumentenschutz. Nur wer Zusammenhänge versteht, kann auch Entscheidungen treffen“, sieht Lucius das heimische Bildungssystem in der Pflicht. 

Mangelndes Wissen reduziert Chancen

Das Finanzwissen und die Anwendungskenntnisse der Österreicherinnen und Österreicher wurden in dem OECD/INFE-Bericht zwar nicht durchleuchtet (Österreich gehört ja nicht zu den G20), es besteht jedoch kein Grund zur Annahme, dass die Ergebnisse hierzulande besser ausfallen würden. Denn bei einer Studie aus dem Jahr 2015 (Gfk), für die 1.000 Österreicher befragt wurden, hielt sich nicht einmal jeder Fünfte in Geldangelegenheiten für sachkundig. Und lediglich einer von vier Österreichern sah sich vor zwei Jahren in der Lage, die eigenen Finanzplanungen erfolgreich umzusetzen. Ein Faktum, dass den Aus- und Aufbau von finanziellem Wohlstand maßgeblich beeinträchtigt. „Wer einfache Grundregeln und Zusammenhänge der Finanzwelt nicht versteht, hat bei der Planung seiner Geldangelegenheiten einen klaren Nachteil“, macht Lucius aufmerksam.

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