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VÖIG mit Anliegen an die neue Bundesregierung

Anlässlich der VÖIG Fondstage in Saalfelden wurden zukunftsorientierte Vorschläge zum Ausbau der ergänzenden, privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge unterbreitet und der neu zu bildenden Bundesregierung die Unterstützung mit Expertise und Know How angeboten. Markets | 10.11.2017 14:40 Uhr
©  Pixabay.com
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Anliegen der VÖIG an die neue Bundesregierung

  1. Die Österreichischen Fondsgesellschaften begrüßen alle Überlegungen Vorhaben der neu zu bildenden Bundesregierung, die ergänzende private, kapitalgedeckte Vorsorge weiter auszubauen. Wir stehen für sämtliche Vorschläge offen und bringen uns in die Ausgestaltung von Neuregelungen gerne mit unserer Expertise ein. 
  2. Aus Sicht der Investmentfondsbranche, aber auch aus Sicht ihrer Kunden, sind die bestehenden Rahmenbedingungen für die private Pensionsvorsorge zu starr. Den Vorsorgesparern der dritten Säule sollte ebenfalls – wie in der zweiten Säule - die Möglichkeit eingeräumt werden, zwischen verschiedenen Risikoklassen zu wählen. 
  3.  Größtes Manko der bestehenden Zukunftsvorsorgeeinrichtung derzeit ist, dass das Investmentuniversum zu restriktiv ist und eine zwingende Kapitalgarantie vorgesehen ist. Für die langfristige Pensionsvorsorge ist schon vor dem anhaltenden Niedrigzinsniveau eine individuelle Aktienquote von großer Bedeutung. Garantieverpflichtung und Aktienquote sind aber nicht sinnvoll miteinander vereinbar und führen zu hohen Garantiekosten. Dies hat schwerwiegende Auswirkungen. Eine aktuelle Studie der Nationalbank zeigt, dass Vorsorgeprodukte in der Finanzveranlagung in Österreich eine untergeordnete Rolle spielen. Lediglich 21% der Veranlagungen sind im Vorsorgebereich, der EU-Durchschnitt beträgt 38%! 
  4. Unbefriedigend gelöst ist auch die steuerliche Situation. Wer langfristig für die Pension anspart wird gegenüber kurzfristigen spekulativen Anlegern gleichgestellt, d.h. es kommt bei der Realisierung von Kursgewinnen die volle KESt zum Tragen. Die Politik hat die Aufgabe die Rahmenbedingungen zu ändern. Um eine positive Stimmung für Investmentfonds und den Kapitalmarkt zu erzeugen, wäre eine Aufhebung der Wertpapier-KEST anzudenken.  
  5.  Aus Wettbewerbsaspekten wäre es wünschenswert, die dritte Säule dahingehend zu liberalisieren, dass Kunden unter Pensionsvorsorge-Produkten, wie Investmentfonds und Versicherungen, je nach persönlicher Risikobereitschaft frei wählen können, die auf einem Sperrkonto (Vorsorgedepot) der Pensionsvorsorge (und Pflegevorsorge) gewidmet werden. Die gewählten Produkte sollten steuerlich gleich behandelt werden wie das derzeit bestehende Zukunftsvorsorgeprodukt.   
  6. Bei Erfüllung des Vorsorgezweckes würde die bestehende Wertpapier KEST nicht zum Tragen kommen (so diese beibehalten wird). Erst bei einer nicht-widmungsgemäßen Verwendung würde eine Nachversteuerung erfolgen. Für ein solches, nicht kapitalgarantiertes Pensionsvorsorgeprodukt wäre keine staatliche Prämie erforderlich!   

Fondsindustrie: Fondsvolumen in den ersten zehn Monaten um 8,2 Mrd. Euro auf 175,3 Mrd. gestiegen; gemischte Veranlagungslösungen weiterhin im Fokus und verstärktes Interesse an ethisch nachhaltigen Investments

Das von den österreichischen Investmentfondsgesellschaften verwaltete Fondsvolumen stieg in den ersten zehn Monaten um 8,2 Mrd. EUR auf 175,3 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anstieg um 4,9%. Die Nettomittelzuflüsse erhöhten sich um 0,9 Mrd. Euro, Der Nettomittelzuwachs betrug im institutionellen Bereich 2,7 Mrd. Euro, im Publikumsbereich gab es ein leichtes Plus von 0,1 Mrd. Euro, führt Heinz Bednar, Vorstandsvorsitzender der VÖIG, aus, wobei er auf den Publikumsbereich später noch zurückkommen wird.  Der Trend zu gemischten Portfolios hält weiter an. Dieses Anlagesegment verzeichnete einen Nettomittelzufluss in Höhe von 3,5 Mrd. Euro. Heinz Bednar: „Bereits 43,3% des gesamten Fondsvolumens werden in gemischten Strategien veranlagt. 

Performancesieger waren österreichische Aktienfonds (35,46 Prozent), gefolgt von Aktienfonds Europa ex. UK (27,36 Prozent) und Aktienfonds Euroland (19,01 Prozent). Im Bereich der vermögensverwaltenden Fonds bewegte sich die Performance zwischen rund 2,78 bis 8,69 Prozent. Die Rentenfonds entwickelten sich in einem Bereich zwischen  -0,14 Prozent und 1,62 Prozent. Im Bereich der Geldmarktfonds war die Performance knapp negativ.

Veranlagungen in österreichische Immobilien-Investmentfonds legen weiter zu: das veranlagte Volumen stieg per Ende Oktober um 10,4% auf 7,4 Mrd. EUR

Sehr erfolgreich entwickeln sich nach wie vor die österreichischen Immobilieninvestmentfonds. So stieg das Volumen per Ende Oktober um 10,4% auf 7,4 Mrd. Euro. Heinz Bednar: „Die stabilen Wertentwicklungen in dieser Assetklasse und die starke Nachfrage nach Sachwertveranlagungen haben dazu geführt, dass sich die offenen Immobilienfonds in den letzten Jahren im Retailbereich stark etablieren konnten.“ 

Österreich bei der Verzinsung des Geldvermögens in Europa weit hinten

„Rational denkende Renditesucher lassen ihr Geld für sich arbeiten“ erklärt Heinz Bednar. „In Österreich ist die Situation anders.“ Eine aktuelle Studie (Allianz Global Wealth Report) zeigt, dass die Wachstumsrate des Geldvermögens nirgendwo niedriger ist als in Österreich. So betrug die durchschnittliche nominelle Rendite des Geldvermögens in Österreich zwischen 2012 und 2016 2,6%. In Finnland betrug die Rendite rund 8,0% und in den Niederlanden 7,6%.  Die übrigen in dieser Studie untersuchten Länder liegen alle vor Österreich. Die Erklärung ist denkbar einfach, das sicherheits- und liquiditätsorientierte Sparen der Österreicher kostet Rendite. Die Wertpapierquote ist in den anderen Ländern deutlich höher. 2016 erzielten Österreichs Haushalte mit allen Veranlagungen einen nominellen Ertrag von 2,4% (real 1,5%). „Hätten die Österreicher 10% ihrer Spareinlagen in Aktien umgeschichtet, so wäre seit 2013 ein zusätzliches Geldvermögen von 4 Mrd. Euro zu erzielen gewesen,“ führt Heinz Bednar aus.   

Ethisch nachhaltige Investments werden für die Österreichischer interessanter

Nach einer aktuellen Umfrage halten bereits 45% solche Investments für interessant, 2011 waren es 36%.  Auch in den Absatzzahlen ist diese Entwicklung erkenntlich, so hat sich das Volumen der gemäß der VÖIG Kategorisierung als nachhaltig eingestufte Fonds, seit 2011 auf ein Volumen von rund 4,4 Mrd. Euro mehr als verdreifacht. Die VÖIG entwickelt derzeit auch, basierend auf dem österreichischen Umweltzeichen UZ49, ein nachhaltiges Fondsprodukt für Retailinvestoren um den Fondsstandort Österreich auch in diesem Bereich weiter zu entwickeln. 

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.
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