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Highlights der J.P. Morgan AM Neujahrskonferenz 2018

Im Rahmen der Neujahrskonferenz 2018 im Wiener Park Hyatt Hotel stellten Experten von J.P. Morgan Asset Management traditionell ihren Ausblick für das neue Jahr vor. Dieser fällt durchweg optimistisch aus, wenn es auch aufgrund der späten Zyklusphase und dem Ende der ultralockeren Geldpolitik gilt, besonders aufmerksam auf die Marktsignale zu achten. Markets | 23.01.2018 15:08 Uhr
©  e-fundresearch.com
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So ist laut dem Kapitalmarktstrategen Tilmann Galler aus dem Market Insights Team von J.P. Morgan Asset Management eine Fortsetzung des global überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums zu erwarten. Dies sollte in Kombination mit weiterhin moderatem Inflationsdruck auch zukünftig für positive Rahmenbedingungen für die Unternehmensgewinne sorgen. Bei aller Freude über dieses anlegerfreundliche Umfeld lässt er aber auch mögliche Risiken nicht außer Acht: „Während sich die Eurozone erst in der mittleren Phase des Wirtschaftszyklus befindet, schließt sich in den spätzyklischen USA zunehmend die Produktionslücke, was zu einer Überhitzung und zu einem Vordringen in den inflationären Bereich führen könnte. Und sollte der Ölpreis seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen, könnte die Inflation ab dem zweiten Halbjahr zu einem Thema für Notenbanken und Märkte werden“, erläutert der Stratege.

Weiterhin sollten die hohen Bewertungen am Kapitalmarkt im Auge behalten werden. „Da viele positive Szenarien bereits eingepreist sind, müssen Anleger bei ihren Ertragserwartungen bescheidener werden“, so der Kapitalmarktstratege. „Über das erste Quartal hinaus könnte es angesichts bestehender Risikofaktoren wie der bereits eingeleiteten geldpolitischen Wende zu erhöhter Volatilität kommen.“ Aber das größte Risiko ist seiner Meinung nach, zu früh zu defensiv in der Anlagepolitik zu werden und dadurch die attraktiven Renditen, die auch ein Spätzyklus noch zu bieten hat, zu verpassen. 

USA: In diesem Jahr sollte sich aktives Portfoliomanagement auszahlen

Auch Christian Preussner, Co-Head Client Portfolio Management in der US-Aktiengruppe von J.P. Morgan Asset Management, blickt zuversichtlich ins neue Jahr: Verschiedene Frühindikatoren ebenso wie die Unternehmensgewinne, der Arbeitsmarkt, die Zinsentwicklung und die Risikoaufschläge bei Hochzinsanleihen deuten darauf hin, dass es der US-Volkswirtschaft auch im sehr späten Zyklus weiterhin sehr gut geht. „Mit all diesen Indikatoren im ‚grünen Bereich‘ ist es nicht zu erwarten, dass es in den nächsten 18 bis 24 Monaten eine Rezession geben sollte – so sollte auch das Kapitalmarktumfeld weiterhin gute Chancen bieten“, unterstreicht Preussner.

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Dass die Bewertungen auf einem Niveau oberhalb des langfristigen Durchschnitts liegen, erfüllt den Experten dabei nicht mit Sorge, da das Gewinnmomentum weiterhin aufgrund der steigenden Gewinne positiv sei. Für den S & P 500 erwartet er beispielsweise ein Gewinnwachstum von 13 Prozent, das durch den Steuereffekt eventuell sogar noch etwas höher ausfallen könne. Allerdings sei es sinnvoll, selektiv zu allokieren, da beispielsweise viele IT-Werte oder der Gesundheitssektor im letzten Jahr bereits sehr gut gelaufen sind. Im Fokus stehen vielmehr Finanzwerte – und dabei nicht nur Banken, sondern auch Versicherungsgesellschaften oder Asset Manager – sowie zyklische Konsumgüterhersteller. Nach einem starken „Growth“-Jahr 2017 sollten seiner Einschätzung nach in diesem Jahr insbesondere „Value“-Titel aufholen. Und da Small Caps recht teuer scheinen, setzt der Experte stärker auf Mid- und Large Caps. „Mit einer aktiven Strategie lässt sich also vom spätzyklischen US-Markt profitieren“, so Preussners Fazit.

Europa: Auf Potenzial statt auf Politik achten

Im Euroraum macht sich aktuell die wirtschaftliche Erholung mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenquote bemerkbar. Dies stärkt das Verbrauchervertrauen und auch die anhaltend niedrigen Zinsen wirken sich weiter positiv auf die Konsumausgaben auf. Parallel ist das Umfeld auch für Unternehmensinvestitionen günstig, was sich in weiter steigenden Einkaufsmanagerindizes (EMI) widerspiegelt. Im Dezember stieg der EMI für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone sogar auf einen neuen Rekordstand von 60,6, was ein weiteres jährliches Wachstum von über 2,5 Prozent nahelegt. „Diese Stärke der Wirtschaftsindikatoren sollte den Unternehmensgewinnen und somit auch den Aktienkursen Unterstützung bieten“ betont Jon Ingram, Portfolio Manager in der Europäischen Aktiengruppe bei J.P. Morgan Asset Management.

Laut dem Experten sind die Bewertungen europäischer Aktien noch nicht überhöht. „Das über dem Trend liegende Wachstum in Europa dürfte für die Ertragsdynamik europäischer Unternehmen positiv sein, sodass sich die jüngste Rally im Jahr 2018 fortsetzen sollte“, so Ingram. Für die Region spricht zudem, dass neben den besseren Wachstumsaussichten die politischen Risiken abklingen. „2018 stehen weitere politische Ereignisse wie beispielsweise Wahlen in Italien mit ungewissem Ausgang an. Allerdings dürften sie weder die Schlagzeilen noch die Märkte so stark dominieren wie die Wahlen der letzten beiden Jahre“, erläutert Ingram. So sollten Anleger ihre Scheu vor Europa ablegen, denn im Jahr 2018 lässt sich hier besonders vom Wachstum profitieren.

Volatilität an den Anleihenmärkten zu erwarten

Während das Jahr 2017 für Anleiheninvestoren in ruhigen Bahnen verlief, könnten 2018 einige Turbulenzen bevorstehen: „Wir glauben, dass die Inflation in Kürze anziehen wird und der Markt die Wahrscheinlichkeit höherer Leitzinsen unterschätzt“, erläutert Nicholas Gartside, International Chief Investment Officer der Global Fixed Income, Currency and Commodities Group von J.P. Morgan Asset Management.

Die Zentralbanken haben laut dem Experten ihre geldpolitischen Absichten bislang immer klar zu verstehen gegeben, um die Märkte auf ihre Maßnahmen vorzubereiten. Das habe bisher zur stabilen Marktentwicklung beigetragen. „Wir gehen zwar davon aus, dass sie auch in 2018 weiterhin so offen kommunizieren – es ist aber nicht leicht, dabei den richtigen Ton zu treffen. So könnte der kontinuierliche Abbau der ultralockeren Geldpolitik zu einer erhöhten Volatilität führen“, so Gartside. In der Zwischenzeit bevorzugt er weiterhin Sektoren, die von der anhaltenden Suche nach Renditen profitieren dürften, beispielsweise nachrangiges Bankkapital in Europa und globale Hochzinsanleihen. Auch Lokalwährungsanleihen der Schwellenländer sind für ihn selektiv weiter interessant.

8 für 2018

Insgesamt haben die Experten von J.P. Morgan Asset Management acht Themen identifiziert, die Anleger durch das Jahr 2018 begleiten werden:

1) Das Goldlöckchen-Szenario dürfte sich fortsetzen

Stabiles Wachstum und moderater Inflationsdruck sorgen für ein konstruktives Anleger-umfeld, insbesondere für Aktien in Europa und den Emerging Markets. Diese Regionen profitieren durch den höheren operativen Leverage besonders stark von steigendem Nominalwachstum in der Weltwirtschaft.

2) Die Märkte beginnen, die Folgen einer verschärften Notenbankpolitik zu spüren

Die Normalisierung der Geldpolitik hat bereits begonnen. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte sollte dies auch an den Märkten zu spüren sein. Der graduelle Rückzug der Zentralbanken aus den Kaufprogrammen wird sich insbesondere bei Staatsanleihen bemerkbar machen und für Volatilität sorgen. Anleger sollten deshalb Durationsrisiken auch weiterhin im Blick haben.

3) Der Wechselkurs von Euro und Dollar steht vor volatiler Seitwärtsbewegung

Die starke Wachstumserholung in der Eurozone hat zu einem Höhenflug der Gemeinschaftswährung geführt. Doch sollten Anleger den US-Dollar nicht abschreiben. Die US-Steuerreform dürfte nicht nur der US-Ökonomie neuen Schub geben, sondern auch den Renditen der US-Treasuries. Der eher größer werdende Zinsvorsprung der USA dürfte in 2018 den Abwärtstrend des US-Dollars vorerst stoppen.

4) US-Steuerreform wird temporären Aufschwung in den USA auslösen

Vor allem die Absetzbarkeit von Investitionen dürfte sich positiv auswirken und dazu führen, dass die US-Wirtschaft – obwohl im Konjunkturzyklus bereits weit fortgeschritten – weiter in Schwung bleibt. Neben Unternehmen und deren zu erwartenden gesteigerten Investitionstätigkeiten entlastet die Steuerreform auch Privatpersonen, wodurch der Konsum einen zusätzlichen Schub erhält. Dies könnte in den kommenden zwei Jahren zusätzliche Impulse in Höhe von 80 Basispunkten bringen.

5) Konsum und Wirtschaftswachstum in der Eurozone von aufgestauter Konsumnachfrage unterstützt

Die ökonomische Heterogenität der Eurozone macht sich für Investoren bezahlt: Die Wirtschaftsgemeinschaft befindet sich in der Mitte des Konjunkturzyklus. Einzelhandelsumsätze und auch die Industrieproduktion zeigen sich sehr robust. Der starke Euro könnte im Laufe des Jahres zwar zu einem gewissen Maße als Hemmschuh für die Wirtschaft wirken, doch schwächt die Währungsstärke auch negative Effekte seitens des hohen Ölpreises ab. Die Investmentaussichten für Europa bleiben positiv. Die Region ist mit einem erwarteten Nominalwachstum in der Eurozone von rund 4 Prozent einer der Favoriten für das Jahr 2018.

6) Verschärfung chinesischer Geldpolitik führt zu Verlangsamung des Wachstums in China

China hat im Kampf gegen die Kreditausweitung und für die Regulierung von Schattenbanken Erfolge erzielt. Die schärfere Regulierung dürfte das Wachstum bremsen. Eine harte Landung droht in China allerdings nicht, es ist vielmehr mit einer moderaten Beruhigung zu rechnen.

7) Globales Wachstum unterstützt Anlageklassen, die von steigenden Unternehmensgewinnen profitieren

Auch wenn es wichtiger wird, wachsam zu sein: 2018 ist es noch zu früh, sich defensiv zu positionieren. Aktien sollten auch 2018 eine aussichtsreiche Anlageklasse sein, allen voran Titel aus der Eurozone. Angesichts der zunehmenden Inflationstendenz und der wachsenden Wechselkursrisiken könnten Titel, die besonders vom Binnenkonsum abhängen, stärker profitieren.

8) Ölpreis hat das Potenzial, die Inflation wieder anzufachen

Steigt Öl weiter, dürften bei Notierungen zwischen 75 und 80 Dollar je Barrel Inflationskräfte frei werden. Dies könnte Notenbanken dazu bringen, einen härteren geldpolitischen Kurs einzuschlagen. Als Folge dessen könnte das aus heutiger Sicht robuste globale Wachstum Schaden nehmen.

 

 

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