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Gröschls Mittwochskommentar: 04/2018

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 24.01.2018 15:00 Uhr
Florian Gröschl, Absolute Return Consulting GmbH / ©  ARC GmbH
Florian Gröschl, Absolute Return Consulting GmbH / © ARC GmbH
"Ziemlich genau 10 Jahre ist es nun her, dass Jerome Kerviel versucht hat eine französische Großbank, manche meinten damals auch den größten Hedgefund der damaligen Zeit, zu versenken. Abgesehen von Martin N. und mir, die wir damals knacke short waren :-), werden sich bestimmt auch noch ein paar andere, vielleicht mit ein wenig gemischteren Gefühlen, an diesen Jänner und überhaupt an das Jahr 2008 erinnern. Aber da der Rest ohnehin Geschichte ist, dient der Jahresanfang 2008 nur als Referenzpunkt, für den Start des Aktienbullenmarktes im März 2009. Das wiederum, verrät die relativ einfache Arithmetik, lässt uns das neunte Jahr der Aktien Hausse nun auch bald abschließen.

Und? Nun es mehren sich die Stimmen, die das Top ansagen. Nämliche französische Großbank, die damals in wenigen Sekunden rund € 5 Mrd in den Sand setzte, hat gestern erstmals ein Datum kommuniziert, nämlich den 14. Juli. :-) Natürlich, wie der Vortragende explizit vermeldet hat, nur um die Aufmerksamkeit des Auditoriums auf sich zu ziehen, was ihm auch prompt gelungen ist. Nun gehe ich davon aus, dass die SG nicht schon wieder eine Katastrophe in den Büchern hat, die sie just am französischen Nationalfeiertag öffentlich machen wird, sondern, dass das besagte Datum nur als Proxy für irgendeinen Tag in nicht allzu ferner Zukunft gilt, an dem die Party dann einmal vorbei sein könnte. 

Wenn das denn stimmen sollte und die Bäume tatsächlich auch diesmal nicht in den Himmel wachsen, werden die ersten wirklichen Verwerfungen aber wohl bei den Unternehmensanleihen zu spüren sein. Da haben wir es vor allem in Europa unbestreitbar mit der größten Marktmanipulation der Geschichte zu tun. Aber sofort wieder genug der Unkerei, noch rennt´s und alle rennen mit. Was wirklich erfreulich ist, ist die Konjunktur, die wie das inzwischen sprichwörtliche Duracel-Haserl läuft und läuft und quer über alle Branchen hinweg die Menschen euphorisiert! (danke WA :-))

Also, alles teuer, aber wer sagt uns, dass das was teuer ist nicht noch viel teurer werden kann? Natürlich kann es und wird es wahrscheinlich auch noch, weil der faire Wert ja etwas ist, dass wir nur ganz kurz am Weg von einem Extremum zum anderen streifen. Was sich erfahrungsgemäß ergibt, ist, dass das Vorbeirauschen am Fair Value von oben nach unten meistens schneller geht, als in die  anderen Richtung, weil dann oft irgendwer aus dem Markt gesqueezed wird. Eine Möglichkeit hierfür wären zum Beispiel die Vola Verkäufer, befindet sich doch die Menge der Short-Positionierungen ebendort auf historischen Höchstständen. Zurecht, werden sie sagen, war ja auch ein super profitabler Trade. Stimmt! Das auch nur als Indikation, dass wir in den meisten Büchern viel, viel mehr Risiko aufgeladen haben, als wir das in „normalen“ (was immer das bedeutet ;-)) Marktphasen getan hätten, zumal die Index Vola offensichtlich durch die aktuell extrem geringen Cross-Correlations der einzelnen Sektoren und Werte ein friedlicheres Bild zeigt, als es unter der Oberfläche tatsächlich ist. 

Der blöde Spruch, wie man ein kleines Vermögen macht (in dem man mit einem großen anfängt :-)) hat sich in solchen Situationen historisch immer wieder bewahrheitet und letztendlich muss natürlich jeder selbst entscheiden, was er/sie eigentlich will, aber vielleicht ist es jetzt soweit ein paar Chips vom Tisch zu nehmen….

Da sich dank e-fundresearch.com meine Bereichs-Öffentlichkeit ein Bisserl ausgedehnt hat, muss ich wohl mit politischen Kommentaren ein wenig vorsichtiger sein, aber ganz ohne? ;-) Also nur ein kurzer. Persönlich würde ich meinen, dass NÖ wohl lieber ein Bauernland bleiben sollte, als zu viele Landbauers in wichtige Positionen zu hieven, weil, wenn man sich von Dingen distanziert in dem man seine Mitgliedschaft „ruhend stellt“ anstatt diese niederzulegen, ist das vielleicht ein bisserl viel Hintaus-Tor, für eine klare Position, oder?! J Bitte mir das nicht krumm zu nehmen, ich versuche als interessierter Beobachter nur den Finger in Wunden zu legen und gegebenenfalls noch ein Bisserl Salz rein zu streuen!"

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH


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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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