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Einkommen aus Infrastruktur-Anleihen: Beispiel "Ecopetrol"

Am Beispiel der Anleihe des kolumbianischen Ölproduzenten "Ecopetrol", erklärt Rainer Fritzsche, geschäftsführender Gesellschafter der OVIDpartner GmbH sowie Initiator des OVID Infrastructure HY Income Fund, warum auch südamerikanische Emittenten durchaus zu überzeugen wissen. Markets | 14.02.2018 10:23 Uhr
Rainer Fritzsche, geschäftsführender Gesellschafter, OVIDpartner GmbH / ©  Ovidpartner GmbH
Rainer Fritzsche, geschäftsführender Gesellschafter, OVIDpartner GmbH / © Ovidpartner GmbH

Gastkommentar

"Bei Investments in Schwellenländer ist derzeit vor allem die asiatisch/pazifische Region angesagt. Das gilt sowohl für Aktien als auch für Anleihen. Der Fokus auf China & Co. ist per se nicht falsch, jedoch zu eng gefasst. Es gibt auch in anderen Emerging Markets attraktive Anlagen, die es nicht zu vernachlässigen gilt – zum Beispiel in den Ländern Südamerikas, die in den vergangenen Jahren etwas „aus der Mode“ gekommen sind, zu Unrecht wie wir meinen. Mit einem fundamentalen Stock-Picking-Ansatz lassen sich auch dort Investments identifizieren, die in den kommenden Jahren überdurchschnittliche Renditen versprechen. Zum Beispiel die bis 2043 laufende Anleihe vom kolumbianischen Ölproduzenten Ecopetrol (ISIN: US279158AE95). Die Schuldverschreibung ist in US-Dollar denominiert und mit einem Kupon von 7,37% ausgestattet. Die Zinsen zahlt Ecopetrol halbjährlich, der nächste Zinstermin ist am 18. März 2018. Das Emissionsvolumen belief sich auf 850 Millionen Dollar.

Der Newsflow war bei Ecopetrol zuletzt durchaus positiv. Im Dezember meldete das Unternehmen die Entdeckung eines neuen Ölvorkommens. Die Lagerstätte befindet sich vor der Küste Kolumbiens in einer Meerestiefe von zwei bis 2,2 Kilometer. Das Expolorationsprojekt betreibt Ecopetrol gemeinsam mit Parex, ebenfalls ein Ölproduzent aus Kolumbien. In der Region kann Ecopetrol auf eine bereits bestehende Produktions-, Transport- und Raffinerie-Infrastruktur zurückgreifen. Das schafft nach Unternehmensangaben Synergien und Wettbewerbsvorteile. 

Nach zwei Jahren der Kostenreduktion und der Ausgabendisziplin steht 2018 wieder die Erhöhung der Reserven und der Produktion im Vordergrund. Im laufenden Jahr will Ecopetrol insgesamt 3,5 bis vier Milliarden Dollar investieren. Das sind gut 40% mehr als im Vorjahr. Das Gros der Mittel soll in die Exploration und Produktion von Projekten in Kolumbien fließen, wobei der Fokus auf Lagerstätten an Land, also onshore, liegt. Für die Produktion werden 715.000 bis 725.000 Fass Öl äquivalent angepeilt, was verglichen mit 2016 eine geringe Steigerung bedeutet.

Langfristiges Ziel der „Strategie 2030“ von Ecopetrol ist es, dass die Quote von Reserven an Öl-Äquivalenten im Vergleich zu produzierenden Vorkommen mindestens bei 100% liegt. Zuletzt lag die „replacementrate“ sogar bei 146%. Vereinfacht gesagt, ist somit für Nachschub gesorgt.

Niedriger Break-Even

Nach Unternehmensangaben liegt die Gewinnschwelle mittlerweile bei 35 Dollar je Barrel. Der Preis der Sorte WTI bewegt sich seit knapp zwei Jahren über dieser Marke und notiert derzeit im Bereich von 66 Dollar. Damit besteht ein umfangreicher Preispuffer.

Seinen Verschuldungsgrad hat Ecopetrol von 49% Ende 2016 auf 43% am Ende des dritten Quartals 2017 gesenkt. Dazu trug auch die vorzeitige Rückzahlung eines zwei Milliarden Dollar schweren Kredits an ein internationales Bankenkonsortium bei. Dies war aufgrund der hohen Barmittelzuflüsse möglich.

Stabile Unternehmensratings

Kurz vor Bekanntgabe der Entdeckung des neuen Ölfelds bestätigte die Ratingagentur Standard & Poor`s die „individuelle“ Kreditwürdigkeit von Ecopetrol mit einer Einstufung von BB+. Da der kolumbianische Staat allerdings gut 88% der Anteile an Ecopetrol hält, belief sich das S&P-Rating insgesamt nur auf BBB-. Interessanterweise sieht das die konkurrierende Ratingagentur Fitch umgekehrt. Sie bestätigte Anfang Dezember das Rating ohne staatlichen Einfluss mit BBB-, für den Gesamtkonzern beließ sie jedoch die etwas bessere Einstufung mit BBB unverändert.

Zum Kauf der Anleihe von Ecopetrol sagt Michael Gollits, Portfoliomanager des OVID Infrastructure HY Income UI Fonds (WKN A112T8/A112T9) und Vorstand der von der Heydt & Co. AG: „Ecopetrol ist heute das umsatzstärkste Unternehmen Kolumbiens. Seine Geschäftsfelder erstrecken sich nicht mehr nur auf die Ölförderung, sondern decken auch die Bereiche Raffinerien, Petrochemie und alternative Energien ab. Beim Erwerb der Anleihe haben wir diese als unterbewertet gesehen.“ Die Anleihe von Ecopetrol ist typisches Investment für den OVID Infrastructure HY Income, der die Generierung substanzieller und regelmäßiger Erträge verfolgt."

Rainer Fritzsche, geschäftsführender Gesellschafter, OVIDpartner GmbH


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