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Gröschls Mittwochskommentar: 50/2018

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 12.12.2018 11:37 Uhr
Florian Gröschl, Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
There is something rotten in the state of Europe! – First and foremost wohl, dass wir es in den letzten 25 Jahren nicht geschafft haben einen europäischen Staat oder meinetwegen die Vereinigten Staaten von Europa zu installieren. Um hier bei den geborgten/adaptierten Spruchweistümern zu bleiben: What is not sustainable eventually will fail! Nun nichts liegt mir ferner, als hier so kurz vor Jahresenden noch einen Abgesang auf die EU heraufzubeschwören, aber so richtig weit hergeholt scheint es mir dann auch nicht. Über den Brexit als Symptom haben wir uns ja letzte Woche schon unterhalten (Furunkel und so ;-)), möglicherweise hinkt der Vergleich aber doch ein wenig und der Eisberg und die sprichwörtliche Spitze des selben würde eher passen. Wobei, ohne hier jetzt viel um den heißen Brei herumzuschreiben, man meiner Ansicht nach mit der Bestätigung der Meinung des Generalanwalts durch den EUGH eine finale Umschiffungsmöglichkeit geschaffen hat. Frau May wird sich allerdings opfern müssen bzw. geopfert werde, wobei das außer sie selbst wahrscheinlich eh kaum mehr jemanden stört. Also: May weg, Auflösung der Regierung, Neuwahlen und ein neues Referendum. Die EU wird sich mit dieser Vorgehensweise wohl anfreunden und das Austrittsdatum bereitwillig nach hinten schieben. Eine Neuverhandlung des May-Deals unter einer neuen Regierung halte ich, auch weil´s der Juncker auch zu meinen scheint ;-), für höchst unwahrscheinlich. Die Abstimmung müsste sich also zwischen Wir spielen weiter mit oder einem harten Brexit abspielen.

Persönlich gehe ich davon aus, dass eine erneute Abstimmung für das Bremain Camp durchaus zu gewinnen sein müsste, wenn man es diesmal ein wenig vernünftiger anlegt. Das mehrfache Abstimmen, bis man zum gewünschten Ergebnis kommt hat auf den Inseln, ja eine gewissen Tradition. Irgendwas war ja da schon mit den Iren und dem EU Vertrag….

Könnte was sich gerade in Britannien abspielt zum Beispiel auch in Italien stattfinden? Natürlich, denn spätestens, wenn die aktuelle Regierung, so wir sie denn so lange haben, draufkommt, dass nachhaltige Geldgeschenke ohne eine Abwertung der Währung nicht zu finanzieren sind. Mit dem Euro wird das, fürcht ich, nichts werden. Tritt Italien allerdings aus dem Euro aus, wird wohl auch dort eine Diskussion angestoßen werden müssen, wie´s grundsätzlich weitergeht. Frankreich auf der anderen Seite kämpft aktuell mit ganz anderen Problemen. Sieht es sich doch einem Volksaufstand gegenüber, der weder ideologisch geprägt ist noch irgendwelchen klassischen Strukturen im Sinne von Rädelsführern als Verhandlungspartnern unterliegt. Das ist glaub ich eine ganz blöde Situation, wenn sich letztendlich vollkommen entdemokratisierte, höchst hierarchische Regierungen mit einer basis-demokratischen, weitgehend unstrukturierten Volksbewegung auseinandersetzen müssen. In den letzten paar tausend Jahren wäre man wohl mit der Kavallerie über die „Aufständischen“ drübergefahren, das scheint heutzutage nur mehr schwer vertretbar… Aber, schau mer mal, ein krankes Tier neigt zu Verzweiflungstaten…

Das der Rest der 27(28) auch so seine Probleme hat ist unbestreitbar. AKK wird von Berlin aus auch kaum die Welt mit neuen Ideen überfluten, aber dafür wurde sie anscheinend auch nicht gewählt. Was wäre also zu tun? – Eine Idee, die anscheinend von Deutschland auszugehen scheint, wäre in einem ersten Schritt unilateral auf das Vetorecht zu verzichten und endlich in Richtung Mehrheitsentscheidungen zu gehen (nur der Vollständigkeit halber: ist (leider)nicht auf meinen Mist gewachsen! :-)). Einstimmigkeit kann bei der Unzahl an Mitgliedern, die ganz offensichtlich alle ihre eigenen Problem haben, immer nur einen faulen Kompromiss bedeuten, der sich notgedrungen an den schwächsten Gliedern in der Kette orientiert. Also wieder einmal ein Diktat der Minderheit, das zwangsläufig anstatt den Nachzüglern in den Hintern zu treten zum Nachlassen der Leistungsträgern führt. Dass Nivellierungen immer nur nach unten stattfinden, ist ja nichts Neues!

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Also ein Lichterl am Ende des Tunnels? – Na hoffentlich ist es nicht doch ein Zug! :-) Auf den Märkten unterdessen scheint man sich auch auf kältere Zeiten einzustellen. Ob die allerdings wirklich so kühl werden, wie wir sie jetzt handeln, ist nicht ganz sicher. Das wiederum hängt damit zusammen, dass der faire Wert jedes Assets ein rein theoretischer ist, der in der Realität maximal im vorbei rauschen gestreift wird. Die Analysten die am Ende ihrer langen Analysen, in denen sie prognostizierte Cash Flows mit realitätsfernen Kapitalkosten abzinsen und dann am Ende ihres Excel Spreadsheets mit einem Preis für die Aktie XY in fünf Jahren daherkommen, hab ich persönlich immer bewundert. *lol*

So, das war das 44ste Mittwochsmail 2018, eines kommt noch und dann war´s das für heuer! Hoffe es hat ein Bisserl Spaß gemacht, mir jedenfalls…. :-)

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH


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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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