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Flashnote von Candriam: Zunehmende politische Risiken in Schwellenländern

Neben erneuten Handelsspannungen zwischen den USA und China haben politische Spannungen zugenommen, besonders in Asien – zwischen China und Hongkong, Japan und Südkorea, Indien und Kaschmir. Das hat zu mehr Risikoaversion bei Anlagen in Schwellenländern geführt. Die Ergebnisse der Vorwahlen in Argentinien sind ebenfalls eine negative Überraschung und könnten das Rettungsprogramm des IWF gefährden. Es besteht dennoch nur ein geringes Risiko, dass die politische Lage in Argentinien auf die ganze Region ausstrahlt. In der Folge haben die Kurse an den Aktienmärkten rund 8 % seit Juli verloren. Zugleich haben die Spreads von Schwellenländeranleihen begonnen, größer zu werden, und Währungen der Schwellenländer werteten weltweit ab. Markets | 20.08.2019 12:55 Uhr
Nadège Dufossé, CFA - Head of Asset Allocation, Candriam / © Candriam
Nadège Dufossé, CFA - Head of Asset Allocation, Candriam / © Candriam

Auswirkungen auf die Wirtschaft

Diese Spannungen bestehen vor dem Hintergrund eines gedämpften Welthandels und gedämpfter Fertigungsaktivitäten und lassen besonders in Asien die Abwärtsrisiken ernster werden. Zwar zeigten die jüngsten Wirtschaftsmitteilungen in China zum Besseren, bei anziehendem Verbrauch und steigenden Investitionen durch staatliche Unternehmen. Allerdings würden neue Anhebungen der Zölle durch die USA, wenn sie umgesetzt werden, den Fertigungssektor noch mehr in Mitleidenschaft ziehen. Die Tweets von Donald Trump sind nach wie vor unberechenbar, eines aber ist gewiss: Unsicherheit und Unberechenbarkeit lasten auf den Investitionen und den Aussichten für das Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig wird das zyklische Risiko durch die entgegenkommende Politik von Zentralbanken abgeschwächt. 

In unserem Kernszenario wird die chinesische Regierung die Politik weiter lockern und wahrscheinlich eine gesteuerte Abwertung der Währung zulassen, um 2019-2020 rund 6 % Wachstum zu erreichen. Für Trump steigt der Anreiz, ein Abkommen zu schließen, da der Termin für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr näher rückt. Deshalb sind wir nach wie vor der Auffassung, dass wir, solange Donald Trump die Belastbarkeit der US-Wirtschaft nicht überschätzt, von Absicherungen nach unten (Puts) in Form eines „Trump-Puts“ und eines „Fed-Puts“ profitieren dürften. Dies dürfte auch Asien und Schwellenländern weltweit helfen, den Boden zu finden.

Neutrale Haltung zu Aktien der Schwellenländer

In unserer Asset-Allokation sind wir bei der neutralen Haltung zu Aktien der Schwellenländer geblieben und werden uns darin stärker engagieren, wenn wir bessere Erträge für das Risiko identifiziert haben. Ein Zeichen, dass die Wirtschaft Chinas in der Lage ist, eine Bodenbildung zu erreichen und allmählich Wendesignale zu senden, würde es uns auch leichter machen, guten Gewissens ein höheres Engagement einzugehen.

Das auf Basis der im Jahr 2020 erwarteten Gewinne ermittelte derzeitige KGV beträgt für die Schwellenländer des MSCI weniger als 11. Selbst wenn die Gewinnerwartungen für die nächsten 12 Monate nach unten korrigiert werden, sind deshalb in der Aktienrisikoprämie bereits viele Risiken enthalten. Der Aktienmarkt ist von Jahresbeginn bis heute gesehen in einer Seitwärtsbewegung und schneidet im Vergleich zum US-Markt 15 % schlechter ab. Zudem haben wir unser Engagement in Schwellenländeranleihen (hauptsächlich in Hartwährungen) beibehalten, deren Carry zu den attraktivsten in unserem Anleihenuniversum gehört.

Nadège Dufossé, CFA - Head of Asset Allocation, Candriam

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