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Gröschls Mittwochskommentar: 34/2019

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 21.08.2019 12:09 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto

Wirkt schon wieder alles leicht chaotisch hierorts. Italiens Regierung hat sich nach nur 14 monatiger Amtszeit verabschiedet, wobei das a) grundsätzlich niemanden überraschen sollte – die Italiener haben´s ja nicht so mit stabilen Verhältnissen – und b) sie ohnehin zwei Monate länger gehalten hat als erwartet, haben wir doch bereits im Zuge der EU Wahl damit gerechnet, dass die Lega schmeißt. Aktuell bekommt man allerdings den Eindruck, dass die Sterne möglicherweise als Sieger am Platz bleiben könnten, womit sich Salvini eventuell ein bisserl verkalkuliert haben könnte. Ob´s besser oder noch schlechter wird, fällt mir schwer einzuschätzen. Jedenfalls wäre es unter Bedingungen, in denen dem Geld irgendein Wert beigemessen würde, nicht förderlich, stünde Europas größter, am wenigsten reformierter Schuldner schon wieder ohne Regierung da. Aber das ist ja aktuell eh nicht so…

Um diese, meine Einschätzung, zu unterstreichen, wird Deutschland heute zwei Milliarden einer 30 jährigen Bundesanleihe ohne Kupon und Rendite verkaufen. Gehen wir - je nach betrachtetem Warenkorb – von einer Inflation irgendwo zwischen einem und drei Prozent aus, ist das mit Sicherheit ein G´schäft, aber sicher nicht für den Investor. Andererseits kann man natürlich in einem rezessiven Wirtschaftsumfeld am Aktienmarkt kurzfristig deutlich mehr verlieren. Mittel erfreuliche Aussichten für den Sparer. ;-) Was macht der Homo Oekonomicus also? – Richtig, sich leveragen…. Wie das mit der Fehlallokation des Kapitals ist, haben wir, glaub ich, schon besprochen.

Schon besprochen was es zu besprechen gibt, haben auch die spanischen Koalitions(un)willigen, auch hier gibt es also weiterhin keine funktionsfähige Regierung. Die Briten haben zwar eine Regierung, die wiederum in der Person von Boris Johnson schon alles mit der EU besprochen hat. Eine Annäherung wird hier von beiden Seiten bewusst nicht stattfinden. Was King Boris dabei zu gewinnen vermeint, entzieht sich ein bisserl meiner Vorstellungskraft. Sicher dürfte sein, dass wenn UK tatsächlich am 31. Oktober ohne Deal rausfällt, sich alle Beteiligten trotz mehrfacher, gegenteiliger Beteuerungen einer Reihe eventuell nicht ganz so schnell wegwischbarer Imponderabilia gegenübersehen werden. Besonders grauslich ist die Geschichte deshalb, weil sowohl die Mehrheit der Bevölkerung als auch der Commons einen No-Deal Brexit nicht befürworten dürften. Das nennt man dann Demokratie. ;-) Und ja ich weiß schon, dass es 2016 diese unglückliche Abstimmung gegeben hat, aber da jetzt über drei Jahre nichts passiert ist, sich sowohl die Demographie als auch das ökonomische Umfeld verändert hat, könnte man dem Volk durchaus die Chance geben, sich neu zu entscheiden. Ein bisserl Zeit ist ja noch, wobei zuerst neu zu wählen, wahrscheinlich nicht blöd wäre. Jedenfalls lebt die Chance nach wie vor, dass die Angelegenheit unblutig zu Ende geht, allerdings könnte es diesmal echt knapp werden.

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Abgesehen von den üblichen Verdächtigen, fehlen auch in Deutschland die politischen Perspektiven. Eine Nachfolge für Merkel ist weit und breit nicht in Sicht. Bleibt also nur mehr Frankreichs Macron, um Europa zu führen. Schlecht? Wir werden sehen, jedenfalls eine gewisse Aufgabe und mit Sicherheit kein Job, bei dem es persönlich viel zu gewinnen gibt. 

Auf den Märkten werden unterdessen Tweets gehandelt und das hauptsächlich von dem, dessen Namen nicht genannt werden darf. Das wiederum entbehrt insofern nicht einer gewissen Pikanterie, weil sich der Wind da ja manchmal recht schnell drehen kann. Dementsprechend dürfen wir wohl weiterhin mit erhöhten Volatilitäten rechnen.  Richtig spannend kann es eigentlich nur werden, wenn die FED doch irgendwo Inflation wähnt und die nächste Zinssenkung hinauszögert oder aber umfällt und, wie vom Präsidenten gefordert, gleich um 100 Basis Punkte senkt. Das würde wahrscheinlich als ein Akt der Panik gewertet werden, was die Aktien unter Druck bringen sollte und die US 10 Jährigen auch gegen 0% drücken dürfte…. Mehr dazu, beim Kaffeesud Produzenten ihres Vertrauens! :-)

Zum Schluss ein kurzer Exkurs: Sprache als Mittel der Politik, aber auch des Marktes, hat sich über die letzten Jahre durch diverse Verkürzungsmedien, die es defacto unmöglich machen, Einschätzungen und Meinungen in konkludenter Form zu transportieren, völlig verändert. Das führt notgedrungen dazu, dass zum einen unheimlich viel Rauschen produziert wird, weil jeder zu allem seine 140 Zeichen absondern kann, aber zum anderen auch, dass es für den Sender immer schwieriger wird die Information so zu strukturieren, dass sie so wie intendiert beim Empfänger ankommt. Und deshalb – und jetzt kommt´s – rennen da draußen lauter Wahnsinnige herum. :-) Anlass für dieses von Herzen kommende Bekenntnis, war, dass ein österreichisches Tabloid, das den Münchnern das Oktoberfest abgekupfert hat (Nicht, dass wir Vorbilder bräuchten um uns zum Biertrinken zu treffen. ;-)), mit dem Slogan wirbt: Haut´s Euch zur Gaudi. Nun liegt hier die causale Interpretation mindestens so nahe wie die lokale. Würd ich jetzt twittern, dann wahrscheinlich: Österreichische Tageszeitung ruft zu SadoMaso Spielen auf! :-)

Und aus!

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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