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Gröschls Mittwochskommentar: 36/2019

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 04.09.2019 11:36 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto

Since Tony Blair, every prime minister has been worse than the last, and Boris Johnson is the worst of the lot, schreibt Andrew Adonis auf www.prospectmagazine.co.uk. Nun ist es nicht an mir das im Detail zu beurteilen, aber den Eindruck, dass er nicht der besten einer ist, könnte man schon bekommen. Seit gestern wissen wir auch, dass die Mehrheit der Commons das wohl ähnlich sehen dürfte, haben sie ihm doch ganz ordentlich den Marsch geblasen. Wie´s jetzt weitergeht ist höchst unklar, jedenfalls sind die Chancen, dass es am 31. Oktober nicht zum No-Deal-Brexit kommt, deutlich gestiegen. Das nur in die Richtung derer, die sich schon ganz sicher waren. :-)

Eines der möglichen, wahrscheinlich sogar ein wahrscheinliches, Szenario sind Neuwahlen. Wo wir dann als gelernte Europäer hoffen, dass es sich a) zeitlich und b) inhaltlich ausgeht, dass man doch noch zu einer vernünftigen Lösung kommt. Ausgehen kann diese tatsächlich nur von den Briten, wobei sich die EU, sollte sich eine neue, vom Volk gewählte Führung etablieren, eventuell doch noch ein wenig bewegen können sollte. Ob man allerdings unter den verbleibenden Mitgliedern dann auch noch einen tragfähigen Konsens (so eine schöne Phrase ;-)) finden wird, darf bei dem inhomogenen Haufen durchaus bezweifelt werden. Auf der anderen Seite hat der Brite natürlich auch noch jede Menge Möglichkeiten ein wenig mühsam zu sein, kann er doch, solang er mitspielt alle möglichen Beschlüsse blockieren und natürlich auch seine Beiträge bzw. das Scheidungsgeld nicht zahlen. Sollte das passieren, wird´s dann überhaupt spannend, in extremo wird eine Exekution der Forderung schwer durchzuführen sein, fürcht ich. Man könnte höchstens alle britischen Botschaften in den EU Ländern beschlagnahmen und zwangsversteigern.  Da wäre Her Majesty sicher nicht amused…

Im Gegensatz zu den Briten scheinen die Italiener diesmal ohne Neuwahlen auszukommen. Heut Früh hat sich sogar eine interviewte Politologin auf Ö1 dazu hinreißen lassen, zu meinen, dass diese neue Regierung aus Cinque Stelle und PD die volle Legislaturperiode halten könnte. Der Kreisky hätte wahrscheinlich gesagt (ob´s nun stimmt oder nicht): Lernen sie Geschichte! ;-) Der Trackrecord der Italienischen Koalitionen sich sehr lang zu mögen, lässt jedenfalls keine allzu großen Hoffnungen aufkommen, aber wenigstens ist keiner mehr beunruhigt und, wie´s ausschaut, hat man dem Volk Kosten und Mühsal eines Wahlkampfs erspart.

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Hierzulande (was für eins schöner Übergang :-)) bleibt uns in dieser Beziehung bekanntermaßen leider nichts erspart. Wobei man bis dato festhalten muss, dass der Wahlkampf aufgrund der alles überschattenden Klimakrisen-Debatte, kein wirklich schiacher zu werden scheint. Sich gegen den Klimaschutz auszusprechen gelingt offensichtlich nicht einmal den volks-nahsten unserer Protagonisten. Die Wahlkampfspendendebatte, so ungern das die Medien auch sehen täterten, wird das große Thema nicht sein, sind wir doch eine Nation der Steueroptimierer, Pfuscher und Geheimniskrämer und finden als solche ein bisserl eine Intransparenz gar nicht so beunruhigend, wenn´s halt nur für alle gilt….

Tatsächlich – und jetzt wird´s kurz ein wenig ernsthafter – fällt bei dieser Wahl eines auf und das mag auch der Grund für die viel zitierte Krise der westlichen Demokratien sein: früher wurden weitest gehend Ideologien gewählt. Der Unternehmer wählte ÖVP, die Arbeiterin SPÖ etc.. Stattdessen geht es immer mehr um zum Teil eher kurzfristig orientierte Themen und man wählt die/den, der/die, das aus persönlicher Sicht aktuell am vordringlichste, Thema am besten besetzt. Dem Marketing kommt dabei natürlich eine immer größere Rolle zu. Dass Frau und Herr Mustermann dabei ganz sicher darauf vergessen, was auf der Welt sonst noch passiert, wenn sie nur ausreichend Angst vor der nächsten Invasion von Migranten in ihrem persönlichen finsteren Tal haben, versteht sich von selbst…. Was sich grad aufgrund der Ereignisse der letzten Monaten in Ö.Reich auch gezeigt hat, ist, dass eine gewisse politische Vielfalt insbesondere dann, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen, nicht ganz schlecht ist… 

Wiewohl wir zwar fraglos das Zentrum Europas und mithin der westlichen Welt darstellen, beschäftigen wir den Rest der selben erfreulicherweise nicht allzu sehr. Dafür sorgt schon unsere ökonomische Vernachlässigbarkeit. In diesem Zusammenhang fliegen die Bälle aktuell vor allem zwischen Washington und Peking hin und her, wobei es für mich, gegen aller Beteuerungen des Unausprechlichen, nicht danach ausschaut, als würden die Chinesen eine schnelle Lösung suchen. Die sitzen´s aus! Eine weitere Baustelle, die uns in den nächsten Wochen bewegen wird, sind die Zentralbanken bzw. deren weitere Strategien. Ist uns eigentlich allen bewusst, dass japanische Staatsanleihen über alle Laufzeiten deutlich weniger kosten (ab dem 20 jährigen Bereich sogar Rendite bezahlen) als deutsche und bis etwa sieben Jahre auch über dem Schnitt der europäischen Staatsanleihen liegen. Steht uns da ein Revers-Carry Trade bevor? Wird sich der japanische Häuslbauer zukünftig seinen Fremdwährungskredit in Euro holen? Bauen die Japaner überhaupt noch Häuser? 

So viele Fragen und so wenig Antworten? History in the making… :-)

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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