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Gröschls Mittwochskommentar: 04/2020

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 22.01.2020 11:17 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto

"Dass der Markt bzw. dessen Entwicklung in der Regel mit einer eher univariaten Gleichung zu erklären ist, haben wir ja bereits hinlänglich besprochen. Wir reden bzw. schreiben zwar immer gern über Gemengelagen, aber in Wahrheit ist das meistens eh alles viel zu kompliziert, um es tatsächlich in die Preisbildung einfließen zu lassen. Nun, nachdem wir in das Jahr 2020 eigentlich hauptsächlich auf Spuren des Momentums aus 2019 hineingetappst sind, scheint sich jetzt mit dem chinesischen Corona-Virus eine Geschichte abzuzeichnen, die uns bewegen könnte. Das eine oder andere Finanzmedium hat jedenfalls schon empfohlen, die Händler mögen doch die Playbooks aus dem Jahr 2003 (SARS) aus den Archiven holen….

Natürlich ist die medizinische/epidemiologische Beurteilung meine Sache nicht, abgesehen davon handelt (bzw. früher handelte ;-)) der Markt gewöhnlich Einschätzungen der möglichen Entwicklung und nicht die bereits hervorgekommen Fakten. Was wissen wir also? Ein wenig nervös dürften alle sein, da man zumindest nach offiziellen Informationen den Ursprung des Virus zwar lokal festmachen konnte, den Ur-Wirt aber noch nicht identifiziert hat. Der zweite, ebenfalls nicht unproblematische, Faktor ist die Tatsache, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden dürfte, man also mit Schweine- oder Vogelschlachtungen nicht viel erreichen wird. Eine einfache Lösung sohin nicht zur Verfügung steht. Eine mögliche Potenzierung erfährt das Ganze durch das herannahende chinesische Neujahrsfest und die damit verbundene Reisetätigkeit hunderter Millionen von Chinesen. Flugzeuge eignen sich ja bekanntlich besonders gut, um Viren möglichst effizient rund um den Globus zu verbreiten. Pandemie ist hier das Stichwort (das sich keiner sagen traut, aber an das alle denken)…

Soweit so klar. Erschwerend kommt in autokratischen Systemen, die sehr pyramidal geführt werden, immer die Tendenz dazu, Fehler zu vertuschen bzw. Informationen erst dann weiterzugeben, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Wurden außerhalb von China inzwischen Fälle in den USA, Australien und Taiwan bestätigt, spricht das offizielle China bisher von 400 Infektionen und 9 Toten. Die Dunkelziffer (unbestätigte Rumors!), die bereits seit gestern Früh herumgegeistert, sprach von 1.700 infizierten Personen. Es scheint also so, dass wir die absoluten Zahlen, die aus China kommen, wie wahrscheinlich meistens, eher vergessen können. Beim Wirtschaftswachstum etc hat sich eingebürgert die Veränderung und die Tendenz zu beobachten und daraus Rückschlüsse auf die tatsächlichen Entwicklungen zu ziehen.

Wie war das also? Drei Tote am Montag, sechs am Dienstag und bereits neun bestätigte am Mittwoch. Die Hochrechnung überlass ich jetzt den Mathematikern unter uns, aber, wenn wir mit Montag eher von der vier- bis fünffachen Menge an Infizierten ausgehen, könnten wir da tatsächlich ein durchaus überregionales Problem bekommen. Reduziert auf die Finanzmärkte bedeutet das in der ersten Welle Druck auf Fluglinien, Tourismus und Handel….. Wie´s dann weitergeht, wird von der tatsächlichen Entwicklung abhängen, ob es gelingt die Verbreitung einzudämmen (unwahrscheinlich) und wie lange es dauert ein Heilmittel zu finden. Es lohnt also wahrscheinlich die Angelegenheit im Auge zu behalten und Reisen nach Wuhan erstmal zu vermeiden.

Ansonsten dreht sich die Welt weiter. In Davos ist man sichtlich stolz, dass man nur mehr eine Menüvariante mit rotem Fleisch anbietet, über die Menge an CO2, die die diversen privaten Reisemittel rund um die ganze Party produzieren, spricht aber natürlich keiner. Ob das die Gretl freut? I doubt it! :-) Apropos Party und Gretl: Feiern die eigentlich ordentlich in Davos? Sind ja viele Junge Leute (der Kurz, die Finnin, die Gretl, Macron schwänzt ja leider) da und wenn ich mich so erinnere was man in der Alterskohorte seinerzeit während bzw. in den Konferenznächten so getrieben hat, könnte das ja recht lustig sein dort… ;-)

Was mich zum Abschluss noch einen kurzen Abstecher nach Ö.Reich machen lässt. Apropos lustig. ;-) Ganz leicht dürfte es die türkis-grüne Regierung mit der Mehrheitsfindung ja grundsätzlich nicht haben, liegen die Positionen doch inhaltlich naturgemäß oft recht weit auseinander. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass bei den Grünen im Nationalrat anscheinend auch ein paar Krankletterer und OMV Blockierer sitzen, die dann auch noch ihre Strafen nicht zahlen und man ihnen die Immunität aberkennen wollen würde… Das Spektrum in den österreichischen Regierungen der letzten paar Jahre von Liederbuchdruckern bis zu Kranbesetzern ist schon ein recht breites. Ein bisserl darf sich der brave Leistungsträger, Mittelständler, Steuerzahler und Systemerhalter da  schon fragen, wie sie/er das verdient hat, oder?"

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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