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Gröschls Mittwochskommentar: 27/2020

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 01.07.2020 09:25 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto

Das war das erste Halbjahr 2020. Und was für eines! Viel haben wir gelernt über Pandemien, Superspreader, exponentielle Wachstumskurven, wobei die Überraschung hier bei den meisten eher eingeschränkt gewesen sein sollte ;-), und darüber, dass es nur eine Strategie gibt: nämlich so viel Risiko zu nehmen, wie möglich, weil zahlen tut´s am Ende sowieso die Zentralbank/die Allgemeinheit. Nicht, dass ich da persönlich dabei gewesen wäre, aber, dass die Wallstreet das stärkste Quartal seit zwanzig Jahren hinter sich gebracht hat, ist schon recht beachtlich. Da können wir eigentlich nur hoffen, dass wir das alles nur geträumt haben mit dem Virus und den davon betroffenen Wirtschaftszweigen etc… Leider sagt die Erfahrung, dass die Abrechnung immer erst am Schluss kommt und der ist anscheinend noch nicht in Sicht. Eventuell schaffen wir´s ja auch das Problem rund um die Gelddruckerei in die nächsten Generationen zu transferieren, weil´s eh schon wurscht ist, ob die dann mit einem Problem mehr oder weniger konfrontiert sind… Eigentlich lieber nicht, oder?!

Ereignistechnisch sind wir abgesehen von der Omnipräsenz des Virus und so Kleinigkeiten wie den verschwunden bzw. niemals existenten fast zwei Mrd. Euros bei einem ehemaligen DAX30 Unternehmen wohl am Rande eines – wohl verdienten :-) - Sommerlochs. Sogar Donald Trump hat, nach der Aussage des zukünftigen US Präsidenten, Joe Biden, das Schlachtfeld verlassen. Man darf gespannt sein, ob es sich hier um einen taktischen (geordnet war er wohl eher nicht) Rückzug handelt, oder aber den Beginn der finalen Kapitulation. Der Endeffekt sollte hoffentlich der gleiche sein, aber da lag ich beim letzten Mal schon daneben, als schau mer mal.

Bevor wir Deutschland zur EU Präsidentschaft gratulieren (oder kondolieren?!) noch eine Anmerkung zu einer sprachlichen Einbürgerungen durch das Virus, der man, wie ich finde, intensiv entgegen treten muss. Herdenimmunität. Sorry, aber das geht eigentlich gar nicht. Mir ist schon klar, und das stimmt wohl auch, dass das Wahlvolk im Wesentlichen aus lauter Rindviechern besteht, weil sonst hätten wir wahrscheinlich da und dort andere Personen an den Hebeln der Macht sitzen. So ganz direkt muss man aber die Missachtung vorm Souverän dann doch nicht ausdrücken, find ich. :-) Nota bene, verhalten sich natürlich gerade jetzt eine Unzahl unserer lieben Mitbürger*innen so, als wären sie eine Herde und hätten sie´s genau auf die Immunisierung genau derselben angelegt, aber auch da würde man sich doch zumindest sprachlich eine human-differenzierende Begrifflichkeit wünschen, oder? Lassen wir uns also nicht als Herde zum Schlachthof treiben sondern als Menschen zum Schafott, wenn uns schon sonst nichts mehr bleibt. :-)

Aber genug gescherzt. Die Damen Deutschlands haben mit dem heutigen Tage nun für die nächsten sechs Monate (fast) alle Fäden der europäischen Macht in der Hand. Ob sie daraus was machen werden können, wird sich zeigen. Baustellen gäbe es natürlich, nicht zuletzt aufgrund der wenig favorablen viralen Situation, genug. Leider ist die Papierform der deutschen Mannschaft, blickt man auf die regionale Performance der mittleren bis jüngeren Vergangenheit zurück, eine nicht sehr viel versprechende. Der Wiener würde wohl sagen: schau mer mal, dann seh mer schon. Viele Probleme lösen sich ja durch den Zeitablauf tatsächlich oft von selbst, allerdings kommen strukturelle Themen, werden sie – bewusst oder unbewusst – zu lange vernachlässigt, traditionell immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten an die Oberfläche. Im deutschen Falle, sieht man da ja leider jetzt schon ein ziemliches Inserl.

Was erwarten wir also für das zweite Halbjahr 2020? – Eine Konsolidierung auf allen Ebenen. Nach dem manisch depressiven Zugang der ersten beiden Quartale, wird man nun wohl anfangen müssen zu rechnen, was uns die ganze Virus-Geschichte tatsächlich gekostet hat bzw. kosten wird. Welche Unternehmen/Industrien gut durchgekommen sind, welche am Tropf der Zentralbanken am Leben erhalten werden können/konnten und welche in der Form mittelfristig wohl eine eher reduzierte Lebensberechtigung haben werden, muss sich bzw. wird sich in den nächsten Monaten herauskristallisieren. Zu glauben, dass jetzt aber alles für alle gut wird, scheint ein bisserl naiv zu sein, selbst wenn es tatsächlich noch in diesem Jahr einen Impfstoff geben sollte.

Zum Abschluss noch eine Frage in die Runde: Glauben Sie, dass Wolfgang Sobotka gern House of Cards geschaut hat? :-)

Schönen Sommer(ferien)beginn!

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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