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Gröschls Mittwochskommentar: 33/2020

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 12.08.2020 11:01 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto

Here we go again… Sozusagen von der Suche nach der perfekten Welle direkt zurück zur Suche nach der perfekten Wette. Wissend, dass Wette natürlich etwas ist, dass man eigentlich nicht sagen/schreiben soll, weil wir tun ja alle investieren und nicht wetten. Tatsächlich – und da werden mir wohl die meisten, wenn vielleicht auch nur off-records, zustimmen – geht es bei jeder Entscheidung, die unter Unsicherheit getroffen wird (also jeder Allokationsentscheidung ;-)) um´s Educated Guessing. Natürlich ist der Grad an Bauch, der von den unterschiedlichen Investorengruppen in die Entscheidung eingebracht wird ein unterschiedlicher und reicht vom kurzfristigen, diskretionären Händler bis zum überzeugten Quant, der alle Entscheidung an die Maschine ausgelagert hat, wobei diese natürlich bis zum Einsatz von KIs auch nur das lernen konnte, womit sie vom Erschaffer gefüttert wurde.

Das schöne bei der ganzen Geschichte ist, dass die Entscheidungsgrundlagen zwar mit der Zeit sophistizierter werden, aber generell, wenn der Vorsprung an Information erstmal aufgebraucht ist und das geht dieser Tage immer schneller, wieder alle im selben Teich fischen… Soweit so bekannt, also zurück zur Wette. Bisher war´s heuer ja recht einfach ;-), die unverbesserlichen Optimisten haben Aktien (und Credit) gekauft und die Anderen Gold (und mit Abstrichen Duration). Also auch hier alles wie immer, blöd wird´s nur – und das könnte uns jetzt (schon wieder) passiert sein – wenn beides sozusagen for the wrong reason gekauft wurde. Bei den Aktien wäre das die Hoffnung auf eine schnelles Zurückkehren zum Vorkrisenniveau, was wir zweifelsohne abhaken können, auch wenn wir unser Kopferl noch so tief in den Sand stecken. Gold ist wohl aus exakt dem gegenteiligen Grund, nämlich der Angst vor einer schweren, dauerhaften Rezession aber natürlich auch in der Erwartung der drohenden Geldentwertung gestiegen;  beides, wie dieser Tage üblich, allerdings too fast too far

Mithin müssen wir uns also eventuell diesmal ein bisserl weiter jenseits des Tellerrandes bewegen als wir´s gewohnt sind. Anbieten würden sich natürlich eine Reihe von Alternativen Strategien, aber da das hier kein (reiner ;-)) Marketingaufsatz werden soll, lassen wir diese beiseite. Was bleibt also im mehr oder weniger liquiden Universum? Emerging Markets? Eventuell, wobei Aktien in den Schwellenländern dazu tendieren Flow getrieben zu sein, also ein absoluter Anstieg, wenn Liquidität aus den Aktienmärkten abgezogen wird, erfahrungsgemäß nicht stattfindet. Wir enden also wieder einmal bei den Bonds und zwar sehr selektiv in ungeliebten Sektoren, ungeliebten Ländern und generell dort wo lokale Präsenz und Analyse einen Unterschied macht…. Soviel zu meinen Ideen! Wenn jemand den passenden Manager braucht, just call!

Das, nur um ein bisserl Kontinuität und Normalität zu liefern, weil sonst ja allenthalben die Welt, so sie nicht auseinanderbricht, zumindest doch immer weiter aus den Fugen gerät. Hier ist frappierend, dass, wobei das ja in den letzten Jahren in allen Bereichen zu beobachten war, Problematiken unterschiedlichster Aktualität und Breite in der Auswirkung von einzelnen Bevölkerungsgruppen in ihrer Vordringlichkeit vollkommen gleichgesetzt werden. Haben wir es einerseits mit einer globalen Rezession, Bürgerkriegen, Diktatoren die ihre Opponenten aus dem Land jagen und völlig korrupten Regimen zu tun, die vierzig Meter tiefe Löcher entstehen lassen, rennen anderenorts Menschen durch die Gegend die gegen Masken und Impfungen protestieren…. Die Welt steht auf kan Fall mehr lang – hat der Nestroy gsungen und nicht recht hat er g´habt. ;-) Bisher!

Apropos Impfung: Die Aufregung hier zulande ist höchst groß über die Putin´sche Ankündigung den ersten Impfstoff gegen Sars-Cov2 zugelassen zu haben. Wobei diese hauptsächlich medial zu sein scheint, bescheinigen doch viele befragten Fachwissenden dem russischen Institut durchaus Kompetenz und auch der Ansatz dürfte einer sein, der auch zB in Oxford gewählt wurde. Also anstatt das Ding sofort zu Grabe zu tragen, fügen wir der Geschichte doch einfach einen Layer Verschwörungstheorie hinzu. :-) Soweit zu lesen war hat China bereits eine Impfstoffvariante in einer breiten Testphase bei den Streitkräften im Einsatz. Nun wäre es wahrscheinlich taktisch nicht ganz klug, wenn China nach dem noch immer nicht alle Stimmen verstummt sind, die der Seuche einen Ursprung in einem chinesischen Labor bescheinigen, jetzt als erstes Land mit einem funktionierendem Mittel daher kommt… Aber gegen ein paar Fässer Öl oder was auch immer man so braucht, lässt man den politischen Erfolg gern dem sonst eher schwächelndem Nachbarn. So, oder so ähnlich, oder ganz anders… :-)

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass auch mir über die Ferien nichts Wesentlich neues eingefallen ist, wobei ich auch, oder vor allem ;-), das Unwesentliche auch die kommenden Mittwochs gerne mit Euch/Ihnen teilen werde!

Liebe Grüße!

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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