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Gröschls Mittwochskommentar: 38/2020

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 16.09.2020 11:05 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto

Die Gemengelage ist diesen Mittwoch einmal mehr ziemlich unübersichtlich und ich beziehe mich hier nicht nur auf die österreichische Corona-Ampel. Komplexe Inhalte einfach und leicht verdaulich darzustellen ist in der Theorie durchaus eine gute Idee und funktioniert auch manchmal, wie wir von unzähligen Folien mit Investmentprozessen wissen. Insbesondere gilt das natürlich für unsere quantitativen Lieblingsprodukte, die ob des geistigen Eigentums der Systeme kaum ein Interesse haben zu viele Details preiszugeben, dem geneigten Investor aber trotzdem das Gefühl vermitteln müssen, dass sie/er´s verstanden hat und sich damit wohlfühlt. Soweit so gut, von Experten für Experten ohne den Anspruch letztendlich genau dahinter zu steigen oder – was noch viel wichtiger ist – daraus irgendeine Handlungsanweisung abzuleiten, geht das schon irgendwie.

Das ist bei der Ampel natürlich völlig anders: Von Experten für die Politik und dann Handlungsanweisungen in einfacher Sprache für das Volk und das während sich das epidemiologische Geschehen massiv und sehr rasch verändert. Das ist in etwa so, wie wenn auf einem Factsheet, dass mit rund einem Monat Verspätung Mitte Ende März dahergekommen ist, die Strategie und Positionierung für Pre-Covid Zeiten erörtert wurde. Nicht mehr ganz relevant also… ;-) Hätte man das besser machen können mit der Ampel? Natürlich, aber wie? Alles auf Gelb from day 1? Möglicherweise. Sind undifferenzierte Regelungen für differenzierte Sachverhalte tauglich? Sicher nicht, wobei das hätte man wahrscheinlich vorher wissen können. Jedenfalls – und jetzt wird´s ganz schwierig – muss vielleicht der einfachste Geist irgendwann feststellen, dass sie/er ein Mindestmaß an Eigenverantwortung an den Tag zu legen hat, weil sonst wird´s ganz schnell darwinistisch und weg ist die soziale Hängematte… Also seid´s nicht so überkritisch, wir schaffen es wenigstens Masken in den richtigen Größen zu bestellen… *lol*

In diesem Zusammenhang freuen wir uns auch über die lobende Erwähnung Österreichs und Finnlands durch DJ Trump, der den beiden kleinen Ländern durchaus vorbildhafte Kompetenz bei der Waldbewirtschaftung attestiert hat. Super, wäre da nicht Zweifel angebracht, dass er uns überhaupt auf der Landkarte findet. Zwei Sätze vorher oder nachher hat er dann, der Klimaerwärmung ein jähes Ende attestiert, von dem die Wissenschaftler aber einfach noch nichts wissen. Tut man sich schwer, da ernsthaft stolz zu sein auf Lob aus diesem Munde, oder? ;-) Leider zieht sich der Faden der untauglichen Führer/Führungen dieser Tage von Ost nach West und von Groß nach klein in vielen Staaten und Bereichen bis hin in die kleinsträumige Vereinsstruktur. Selbstreflexionslose Führung zum Selbstzweck... da ist die eine oder andere Revolution wohl programmiert.

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Diese Bereiche haben Potenzial

Unterdessen an den Märkten: die große Korrektur hat erstmal nicht stattgefunden, aber bis dato scheinen auch die Dip-Buyer nicht übermotiviert zu sein. Wird der US Markt jetzt seinem europäischen Pendant folgen und jede Bewegung wegen sportlicher Wertlosigkeit einstellen? Die Treasuries haben das ja schon im März getan und auch der Euro scheint sich gegenüber dem USD eher festgefahren zu haben. Der geneigte Beobachter könnte hier vermuten, dass nun langsam die Realität ins Börsel der Anleger einzieht und sich der massive Stellenabbau, der in vielen Bereichen rund um den Globus stattfindet und mithin die Realwirtschaft deutlich und nachhaltig verändert, langsam aber sicher bemerkbar macht. Gehen wir mal in uns und überlegen, wie sich unser Konsumverhalten seit Februar verändert hat, wie viele unserer Freunde in Kurzarbeit sind oder den Job verloren haben… (wegen der Darstellung komplexer Zuammenhänge usw wär es gewesen ;-)) – Scheint sehr schwer vorstellbar, dass das alles keine Auswirkungen hat und Big-Tech dagegen vollkommen immun ist, weil noch ist´s nicht soweit mit der geldlosen Ökonomie, wo wir uns alles gegenseitig nur aus Altruismus bereitstellen. Wenn ich hier eine Prognose wagen darf, wird das so schnell (leider?!) auch nicht gehen, man möchte sogar das Gefühl bekommen, dass wir aktuell eher in der anderen Richtung unterwegs sind.

Was also tun? Würde vorschlagen, wir beobachten die Situation mit professioneller Gelassenheit und hoffen auf die nächste Jahresendrally. :-)

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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