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Gröschls Mittwochskommentar: 11/2021

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 17.03.2021 06:42 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © interfoto

Heute kommt das Mittwochsmail sozusagen zur Unzeit, findet das wirklich wichtige Ereignis, nämlich das Update der amerikanischen Zentralbank FED zu ihrem Konjunkturausblick, erst etwa um die Zeit der österreichischen ZIB 1 statt. Andererseits bleibt mir natürlich jede Menge Raum und Zeit für die (wohl nicht wildesten, aber doch) Spekulationen, was dabei so rauskommen könnte. Nun Einigkeit lässt sich wahrscheinlich darüber herstellen, dass der Konjunkturausblick nicht zuletzt wegen der diversen, doch eher unmäßigen Stimuli ein durchaus guter sein wird. Allenthalben ist von Rekordwachstum, Vollbeschäftigung und Nachholbedarf zu hören. Soweit so gut.

Der Hase liegt hier insofern im Pfeffer als die FED in der jüngeren Vergangenheit mehrfach bekräftigt hat, ihre extrem lockere Geldpolitik beizubehalten und mithin die Zinsen nicht zu erhöhen. Das wiederum birgt die nicht zu unterschätzenden Gefahr des Überhitzens und eines sprunghaften Anstiegs der Inflation. Glaubt der Markt das, werden US Renditen jenseits des durch die FED geankerten ganz kurzen Bereichs weiter stark und schnell steigen, was dann zu den bekannten und viel diskutierten Spillovers in andere Assetklassen führen wird (ich spar mir hier absichtlich die Prognose Vorsicht :-)). Der Job von Jay Powell ist also einmal mehr der leichteste nicht, geht es doch weniger darum zu kommunizieren, was passieren wird – weil auch die FED hat nur ein halb-klares Glaskugerl – sondern darum den Markt dort abzuholen, wo er meint, dass eh alles in Ordnung ist und es zu keinen großen Verwerfungen kommen wird.

Erschwerend kommt diesmal hinzu, dass zu erwarten steht, dass die direkt mit dem inzwischen sprichwörtlichen Helikopter verteilten Stützungsgelder in vielen Fällen nur darauf warten, irgendwo auf den Aktienmärkten zu landen. Ob nun dementsprechend ein kurzes Abschmieren, damit alle ein bisserl Vorsicht walten lassen, gscheit wär oder nicht, lassen wir mal dahingestellt. Jedenfalls haben – und auch das ist keine Neuentdeckung ;-) – Korrekturen an Märkten, die möglicherweise ohnehin schon recht wohl temperiert (um nicht überhitzt schreiben zu müssen ;-)) sind, eine gewisse Tendenz sich zu verselbständigen. Ist das Baby erstmal draußen aus der Wanne, dann ist der Schaden möglicherweise angerichtet.

Also kein leichter Job das Ganze! Weniger kompliziert, aber umso lukrativer dürfte es momentan im Bitcoin-Universum zugehen, wo Zinsen, Bewertungen, Volkswirtschaft usw nur eine ausgesprochen untergeordnete Rolle spielen. Aber wahrscheinlich hat mein treuer Leser Thomas S. (danke!!!) schon recht, Bitcoin ist halt nix für Boomer & Gen. X. :-) Na jedenfalls haben wir – zumindest im Ö.Reich der Mitte – all die Meldungen darüber, dass wir – weil, wenn was gut läuft, dann ist es schon unser aller Erfolg, nur wenn wir verlieren dann war´s der Trainer ;-) -  unser ganz eigenes Einhorn (Startup vor dem Börsegang mit einer Bewertung von über einer Mrd USD), auch wenn es in Wahrheit ein Panda ist.

Soweit so erfreulich! Respekt den Gründern! :-) Was im Zuge dessen aber zu Tage getreten ist (bzw. mir neu war), dass hier auch deshalb richtig Geld verdient wird, weil bei jedem Trade (rein & raus) 1,49% bei der Plattform bleibt. Cool nicht. Und ich hab immer gedacht meine Depotbank wäre teuer. ;-) Liebe Leute, da können wir lang über Demokratisierung (Anarchismus) und Nachhaltigkeit in der Finanzbranche fantasieren und aber tausende Seiten Abhandlungen von Heerscharen von Beamten erarbeiten lassen, wenn wir den modernen Goldgräbern nach wie vor gestatten dort reich zu werden, wo der Kollateralschaden überbordend ist. Falls nicht eh bekannt, empfehle ich hierzu bei Gelegenheit zu googeln, wieviel Energie für´s Bitcoin Mining aufgewendet wird. Liebe Grüße in diesem Zusammenhang auch an den Technoking (aka CEO von Tesla), der ja schon länger an einem persönlichen Paralleluniversum arbeitet…

Soweit das Wort zum Mittwoch! :-)

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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