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Gröschls Mittwochskommentar: 41/2021

Der wöchentliche Blick auf die Märkte, (Geo-)Politik, Known Unknowns und andere wichtige Entwicklungen. Verfasst von e-fundresearch.com Gastautor Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH. Markets | 13.10.2021 10:43 Uhr
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © e-fundresearch.com & interfoto
Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH / © e-fundresearch.com & interfoto

Um uns nicht kurz lokalen Themen widmen zu müssen, was wir über kurz oder lang eigentlich vermeiden wollten, weil die aktuelle Episode wohl eh nur für eine Kurzgeschichte taugt, wäre es wohl durchaus kurzsichtig zu glauben, dass unser Ex-Kanzler nur mal kurz weg ist, weil selbst der Schmid ihn inzwischen wohl aus der Kurzwahl gelöscht hat. Kurz und gut, platter ist wohl nur der Platter, als Fanderl im Wind…. Und aus! :-)

Leider können wir uns auch im zweiten Absatz den ernsthaften (if any..) Themen dieser Woche nur schrittweise nähern, wird doch heute unser aller Lieblingsraumschiff-Kapitän, James Tiberius Kirk, verkörpert durch den legendären William Shatner (der nicht nur ein großartiger Schauspieler, sondern auch ein begnadeter Sänger ist/war :-)) endlich auch tatsächlich den Weltraum erreichen. Das mag weder E noch S und vielleicht auch nicht  G sein, aber das kratzt uns alte Trekkies, wie nicht nur ich sondern auch Jeff Bezos (sonst haben wir, fürcht ich nicht viel gemein) einer ist, diesmal nur sehr am Rande, verbindet sich für uns hier Fiktion, Realität, Zukunft und Vergangenheit in einer Weise, die einem fast eine Träne der Rührung aus dem Augerl drücken könnte. Bleibt nur zu hoffen, dass er´s auch aushält der Jim….

Damit haben sich die positiven News für heute leider erledigt. Zwar beschwören Goldman Sachs und JP Morgan die um diese Jahreszeit gewöhnlich beginnende Jahresendrally herauf, allein der Markt scheint sich da noch nicht ganz sicher zu sein. Erschwerend kommt hinzu, dass zum Beispiel vom IMF intensiv vor steigender Inflation, die dann möglicherweise doch nicht gleich so vorübergehend ist, gewarnt wird und auch sonst sich die Zeichen mehren, dass die wirtschaftliche Aufwärtstrajektorie wohl weder so steil noch so linear ausfallen dürfte, wie gehofft. Die Inflation begünstigend, aber für die jüngere Vergangenheit eigentlich eher unüblich, wäre die Nachfrage der Verbraucher zwar da, aber durch die Disruptionen der Lieferketten in den unterschiedlichsten Bereichen, kann diese vielerorts nicht ausreichend bedient werden. Auch nicht gut…

Zuzüglich ist der Arbeitsmarkt in manchen Regionen und Branchen so angespannt wie seit langem nicht mehr, nur fehlen diesmal die Arbeitskräfte bzw. wurden aufgrund der Seuche und diversen Spompernadln mancher EX-Clubmitglieder disloziert und haben sich mithin umorientiert. Was bleibt ist steigender Lohndruck, was betrachtet man die Reallohnzuwächse in Europa seit den 1980er Jahren an sich nicht schlecht wäre, drohte nicht die möglicherweise ausufernde Inflation alles gleich wieder aufzufressen. Bubbletts bei Rohstoffen und Energie, die diesmal auch tief und breit bei den Verbrauchern ankommen, tun ihr übriges um die erwartete Inflation zu befeuern.

Noch ist das Spiel natürlich nicht gelaufen, noch sind Inflationsraten jenseits der fünf, sechs Prozent in den USA und jenseits der drei, vier Prozent in Europa nicht in Stein gemeißelt, aber der Druck auf die Zentralbanken verstärkt sich zusehends. Meiner Ansicht nach sind Taperings und Einstellung diverser PEPPs zwar für den Kapitalmarkt relevant, werden sich aber drüber hinaus nur kaum bis gar nicht auf die Inflationserwartungen auswirken, da werden wohl nur tatsächliche Zinsschritte helfen. Wobei 25bps weder realiter noch als Signal tauglich sein dürften, es gilt, wie bei den Zentralbanken eigentlich meistens, einmal der Leitspruch bigger, better, faster, more… Die weitere, dann zu erwartende Kausalkette auszubreiten, können wir uns wohl ersparen, die steht eh im Playbook, this time it´s different wird’s leider wieder nicht spielen, fürcht ich.

Interessant ist unterdessen die (fehlende) Marktdynamik auf den Aktienmärkten. Technisch hat sich die Situation zwar stabilisiert, aber der Aufwärtsdruck ist weiterhin limitiert. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs nach unten oder nach Oben wird mithin mit jedem Tag des richtungslosen, seitwärts Handelns größer, aber noch fehlt hier offensichtlich der Trigger. Der Euro schaut angeschlagen aus und die Renditen steigen, was sowohl auf eine sich verändernde absolute, wie relative Dynamik in der Zinslandschaft hindeutet.

Naja, schau mer mal dann seh mer schon! In diesem Sinne: Live long an prosper!

Florian Gröschl, Geschäftsführer und Miteigentümer der Absolute Return Consulting GmbH

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Florian Gröschls obiger Kommentar stellt eine Markteinschätzung aufgrund von selbstentwickelten Systemen und persönlichen Erfahrung dar. Keinesfalls ist obiger Kommentar eine Empfehlung oder Meinung der ARC und/oder Florian Gröschl, Positionen welcher Art auch immer einzugehen.

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