Abseits des Konsensus: Vier „Graue Schwäne“, die das Jahr 2026 prägen könnten

Während „Schwarze Schwäne“ per Definition unvorhersehbar sind, verstecken sich „Graue Schwäne“ oft direkt vor den Augen der Marktteilnehmer – plausibel, aber unterschätzt. Volker Kurr, Head of Europe bei L&G Asset Management, skizziert vier Szenarien für 2026, in denen das Weltgeschehen eine völlig andere Wendung nehmen könnte, als der Markt derzeit einpreist. Markets | 18.12.2025 22:23 Uhr

„Anstatt über unvorhersehbare Entwicklungen für 2026 zu spekulieren, haben wir uns auf Szenarien konzentriert, die plausibel sind, aber aktuell von vielen Experten unterschätzt werden“, erklärt Volker Kurr von L&G. Diese Überlegungen seien keine klassischen Prognosen, sondern Stresstests für die gängige Marktmeinung.


1. Der US-Wirtschaftsboom: Heißlaufen statt Landung

Der Markt erwartet für 2026 eine sanfte Landung und moderate Zinssenkungen der Fed. Doch was, wenn die USA erneut alle Schocks ignorieren? Starke Unternehmensbilanzen, Deregulierung und massive KI-Investitionen könnten laut L&G zu einem Boom in der Spätphase des Zyklus führen.