Das österreichische Fondsvolumen erreichte im Jahr 2025 mit 236,5 Mrd. Euro ein neues Allzeithoch, was einem Zuwachs von 7,5% seit Jahresbeginn entspricht. Getragen wurde dieser Rekordwert von Nettomittelzuflüssen in Höhe von insgesamt rund 7,1 Mrd. Euro sowie signifikanten Kursgewinnen von rund 11,2 Mrd. Euro. Das „Bigger Picture“ offenbart eine robuste Marktdynamik, in der institutionelle Investoren über Publikums- und Spezialfonds mit Zuflüssen von rund 5,5 Mrd. Euro das stabile Fundament bildeten, während private Anleger (Retail) netto rund 1,55 Mrd. Euro beisteuerten.


Wenn sich Home-Bias kurzfristig doch bezahlt macht: Austro-Aktienfonds mit Ausnahmejahr
Ein herausragendes Merkmal des abgelaufenen Jahres war die außergewöhnliche Performance heimischer Titel: Mit einem Plus von 40,4% avancierten Aktienfonds Österreich zum klaren Spitzenreiter im Ein-Jahres-Vergleich, gefolgt von Aktienfonds Europa ex UK mit 39,4%. Auch über die Dekade hinweg zeigen österreichische Aktien mit 7,2% p.a. eine der stärksten Wertentwicklungen am heimischen Markt. VÖIG-Präsident Heinz Bednar mahnt jedoch zur breiten Streuung über Währungsräume hinweg, da insbesondere die Schwäche des US-Dollars die Erträge im Dollar-Raum im Vorjahr schmälerte.

Nachhaltigkeit als Standard, Immobilien unter Druck
Die strukturelle Transformation hin zu nachhaltigen Investments verfestigte sich 2025 weiter, wobei das Volumen in SFDR-Art.-8- und 9-Fonds um 7,8% auf 123,6 Mrd. Euro stieg. Damit entfällt bereits über die Hälfte des österreichischen Gesamtmarktes auf nachhaltige Strategien, die mittlerweile 712 Fonds umfassen. Während Aktien- und Rentenfonds hohe Zuflüsse verzeichneten, blieben offene Immobilienfonds das Sorgenkind der Branche: Hier sank das Volumen um 12,5% auf 6,8 Mrd. Euro, begleitet von Nettomittelabflüssen in Höhe von 0,9 Mrd. Euro.

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