Virale Markterschütterung: Ein fiktives Analysten-Paper („The 2028 Global Intelligence Crisis“) ging mit 10 Mio. Aufrufen viral und löste durch Verunsicherung möglicherweise reale Kursverluste bei Schwergewichten wie Visa und Uber aus.
Entwertung von Intelligenz: Die Kernthese besagt, dass unser Wirtschaftssystem kollabiert, wenn (menschliche) Intelligenz kein knappes Gut mehr ist, sondern durch KI zum wertlosen Massenprodukt mit Grenzkosten von fast Null wird.
Analyse der e-fundresearch.com Redaktion
Die jüngste Welle der Verunsicherung in den globalen Handelszentren wurde durch ein massives, 7.000 Wörter umfassendes Dokument mit dem Titel „The 2028 Global Intelligence Crisis“ ausgelöst, das am vergangenen Sonntag von den Analysten des Research-Hauses Citrini in Zusammenarbeit mit Alap Shah von LOTUS veröffentlicht wurde. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurde der ursprüngliche Post auf der Plattform X bereits fast 10 Millionen Mal aufgerufen. Dass ein fiktives Makro-Szenario eine solche virale Reichweite erzielt, unterstreicht möglicherwiese eine wachsende Nervosität hinter der glänzenden Fassade der aktuellen KI-Rallye. Auch an den Märkten zeigte sich eine unmittelbare Reaktion: Bloomberg schreibt von einem „market dip“ nach Veröffentlichung des Beitrags und berichtet, dass Aktien von Uber, DoorDash, Mastercard und Visa kurz darauf deutlich nachgaben; es sei womöglich das erste Mal gewesen, dass ein selbstveröffentlichtes fiktives Szenario zumindest teilweise eine solche Marktbewegung ausgelöst habe.
Während der S&P 500 im Februar 2026 nahe seiner Allzeithochs notiert und die Stimmung unter Asset Managern von KI-Optimismus geprägt ist, repräsentiert das virale Gedankenexperiment einen Widerstand gegen das Narrativ des „ewigen Wachstums durch Effizienz“. Die Analysten warnen davor,...