In der Welt des Asset Managements sind fundierte Analysen und ethische Standards das Fundament für langfristigen Erfolg. Dass es in dieser Hinsicht um die Zukunft des Finanzstandorts Österreich gut bestellt ist, unterstrich die CFA Society Austria am 27. Februar 2026. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung an der FH BFI Wien wurden herausragende akademische Leistungen mit dem CFA Society Austria Prize gewürdigt, während parallel die Entscheidung in der diesjährigen CFA Institute Research Challenge fiel.
Akademische Elite: Der CFA Society Austria Prize
Bereits zum 18. Mal prämierte die Vereinigung österreichischer Investmentanalysten Abschlussarbeiten, die sich durch besondere Praxisrelevanz und methodische Innovation in den Bereichen Investments, Banking und Finance auszeichnen. Für die Gewinner ist dies mehr als nur eine Urkunde: Der Preis umfasst ein Stipendium, das die Prüfungsgebühren für alle drei Level des CFA-Programms innerhalb der nächsten fünf Jahre abdeckt – inklusive Einschreibungs- und Registrierungsgebühren sowie digitaler Lernmaterialien.
Die diesjährigen Preisträger im Überblick:
| Platz | Preisträger | Thema der Arbeit | Institution |
| 1. | Leri Jijavadze | "The Generalized Interest Rate Model" | FH BFI Wien |
| 2. | Madalin-Stefan Titiriga | "Volatility Management in Equity Factor Portfolios" | WU Wien |
| 3. | Lrinc Sebestyen Tatar | "Macroeconomic Drivers of Government Bond Risk Premia" | WU Wien |
| 3. (ex aequo) | Hannes Haberstock | "Investigating the Carbon Premium: Impact of Climate Risk" | Uni Innsbruck |
Der Entscheidungsprozess: Die Qualitätssicherung erfolgte zweistufig. Zunächst übernahm eine hochkarätige akademische Jury aus Professoren der FH BFI Wien, der Universität Innsbruck, der FH Wiener Neustadt und der WU Wien die fachliche Vorselektion. Die finale Entscheidung über die vier Preisträger trafen anschließend sechs Experten der CFA Society Austria gemeinsam.
Research Challenge: WU Wien qualifiziert sich für Wettbewerb auf internationaler Ebene
Parallel zum akademischen Nachwuchspreis wurde das lokale Finale der CFA Institute Research Challenge ausgetragen. In diesem weltweit renommierten Wettbewerb analysieren Studententeams börsennotierte Unternehmen unter Realbedingungen. In diesem Jahr stand in Österreich der Energieversorger EVN AG im Fokus der Analysen.
Das Team der Wirtschaftsuniversität Wien, bestehend aus Teresa Cabric, Nina Hoffmann, Sophia Pannermayr, Philipp Höfinger und Alexander Stanek, konnte die Jury mit ihrem „Initiation-of-Coverage“-Report und der anschließenden Präsentation am meisten überzeugen. Unter der Leitung von Prof. Manfred Frühwirth und dem Mentoring von Kamen Hadjiivanov, CFA, sicherte sich das Quintett den Sieg auf lokaler Ebene.
Für die Wiener Studenten geht die Reise nun weiter:
März: Sub-Regional Final (online).
April: EMEA-Regional Finals.
Mai: Global Final in Hong Kong.
Ein klares Signal für Qualität und Ethik
„Der CFA Prize ist für uns ein wichtiger Beitrag zur Aus- und Weiterbildung“, so die Jury der CFA Society. Die Vereinigung, die seit 2001 in Österreich aktiv ist, setzt sich für faire und effiziente Finanzmärkte ein, bei denen die Interessen der Endinvestoren an erster Stelle stehen. Mit der Förderung junger Talente stellt die Society sicher, dass die nächste Generation von Investment-Professionals nicht nur über das nötige Fachwissen, sondern auch über das entsprechende ethische Rüstzeug verfügt.
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