Was wir von US-Universitätsstiftungen über Asset Allocation lernen können

Die neue NACUBO-Studie 2025 zeigt: Die größten US-Endowments sind zurück an der Spitze. Martin Friedrich, Portfolio Manager des Endowment-Konzepts bei Lansdowne Partners Austria, über die Treiber dieser Performance – und was davon sich im liquiden UCITS-Mantel umsetzen lässt. Markets | 26.05.2026 08:13 Uhr
Martin Friedrich, Portfolio Manager des Endowment-Konzepts und Matteo M. Schembera, Business Development & Investor Relations bei Lansdowne Partners Austria, im Gespräch mit e-fundresearch.com Chefredakteur Simon Weiler
Martin Friedrich, Portfolio Manager des Endowment-Konzepts und Matteo M. Schembera, Business Development & Investor Relations bei Lansdowne Partners Austria, im Gespräch mit e-fundresearch.com Chefredakteur Simon Weiler

Advertorial

Marketingkommunikation. Nur für professionelle Investoren. Es besteht Kapitalverlustrisiko.

Seit fast einem halben Jahrhundert tun Stiftungen amerikanischer Spitzenuniversitäten etwas, das die breite Vermögensverwaltung lange Zeit als „zu unkonventionell“ abtat – und erwirtschaften damit konsistent höhere Renditen als klassische Aktien-Anleihen-Portfolios. Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der 2025 NACUBO Commonfund Study of Endowments bestätigen diesen Trend auch für das abgelaufene Geschäftsjahr – und liefern einige bemerkenswerte neue Beobachtungen.

Drei Erkenntnisse aus der aktuellen Studie

Im Geschäftsjahr 2025 haben die größten Stiftungsfonds – die sogenannten „Top 6“ (Harvard, MIT, Princeton, Stanford, University of Texas und Yale) – erstmals seit drei Jahren wieder die beste Performance erzielt: 12,2 Prozent Jahresrendite im Durchschnitt, gegenüber 10,9 Prozent für den NACUBO-Durchschnitt und 9,3 Prozent für eine klassische 50:50-Benchmark aus MSCI World und Global Aggregate.

Hinter dieser Zahl stehen drei Entwicklungen, die einen genaueren Blick lohnen:

  • Rückkehr an die Spitze. Große Endowments holen sich nach zwei schwachen Jahren die Pole Position zurück. Kleinere Institutionen profitierten zuvor von ihrer höheren S&P-500-Gewichtung während der Aktienrallye – ein Effekt, der sich nun normalisiert.
  • Private Equity stagniert. Mit Ausnahme der allergrößten Endowments sind PE- und Venture-Capital-Allokationen rückläufig. Eine Mischung aus starker Public-Market-Performance, geringeren Neuzusagen und aktiven Sekundärmarktverkäufen scheint dahinterzustehen.
  • Ausschüttungen steigen, Zuwendungen sinken. Die Zuflüsse an die Stiftungen gingen 2025 um 9,2 Prozent zurück – betroffen sind vor allem die großen Institutionen. Gleichzeitig stieg die effektive Ausgabenquote weiter auf durchschnittlich rund 5 Prozent. Universitäten sind damit mehr denn je auf erstklassige Anlageergebnisse angewiesen.

Warum funktioniert das Modell?

Die Erklärung beginnt mit einer schlichten Beobachtung: Seit Juni 1998 haben US-Stiftungen im Durchschnitt eine annualisierte Rendite von 6,0 Prozent in US-Dollar erzielt – ein hypothetischer, kostenbereinigter MSCI-World-ETF hätte im gleichen Zeitraum 4,6 Prozent geliefert. Über mehr als ein Vierteljahrhundert hat ein gut konstruiertes Multi-Asset-Portfolio also nicht nur mit einer 100-prozentigen Aktienallokation Schritt gehalten, sondern sie übertroffen.

Vier Prinzipien erklären diesen Erfolg aus Sicht des Portfoliomanagements bei Lansdowne Partners Austria:

  • Ein sehr langer Anlagehorizont – von AQR-Gründer Cliff Asness als „Investitions-Superkraft“ bezeichnet.
  • Eine evidenzbasierte, wissenschaftliche Vermögensallokation, die Tradition durch Daten und Portfoliotheorie ersetzt. Nicht zufällig werden seit Jahrhunderten an genau jenen Universitäten, deren Stiftungen hier analysiert werden, die Grundlagen moderner Kapitalmarktforschung entwickelt.
  • Konsequente Delegation der Umsetzung an spezialisierte externe Manager. Die Auswahl aktiver Manager tritt an die Stelle der klassischen Einzeltitelauswahl.
  • Antizyklisches Verhalten: Nach Markteinbrüchen wurde die Aktienquote historisch erhöht, in Phasen der Euphorie reduziert.

Das Ergebnis sind Portfolios, die auf den ersten Blick unkonventionell wirken. Bei den Top 6 liegt die Private-Equity-Quote im Durchschnitt bei 39,7 Prozent, klassische Aktien machen nur 20 Prozent aus, festverzinsliche Papiere lediglich 6,1 Prozent. Dass sie unkonventionell aussehen, ist jedoch kein Ziel, sondern ein Nebenprodukt eines streng evidenzbasierten Prozesses.

Lässt sich das Modell im UCITS-Mantel abbilden?

Die naheliegende Kritik liegt auf der Hand: Ohne Private Equity, ohne Leverage, ohne direkten Zugang zu den besten Hedgefonds der Welt – wie soll das funktionieren? Die Antwort des Endowment-Konzepts von Lansdowne Partners Austria lautet: Indem man genau jene Prinzipien umsetzt, die übertragbar sind, und bei den anderen ehrlich bleibt.

Konkret bedeutet das:

  • Rollierender Sieben-Jahres-Horizont in der strategischen Allokation.
  • Black-Litterman-Modell als quantitatives Gerüst für die jährliche SAA-Aktualisierung.
  • Dachfonds-Architektur mit spezialisierten Zielfondsmanagern – 17 Anlageklassen, mehr als 140 Länder.
  • Aktive, antizyklische Allokationssteuerung – ein Bereich, in dem liquide UCITS-Vehikel gegenüber Privatmarkt-Portfolios sogar im Vorteil sein können.

Zwei Elemente des Vorbilds bleiben der UCITS-Umsetzung verwehrt: hohe Volatilität durch Leverage sowie der Zugang zu privaten Kapitalmärkten. Der Lansdowne-Ansatz schätzt den dadurch bedingten Renditenachteil auf rund ein bis zwei Prozentpunkte pro Jahr. Dafür erhalten Anleger tägliche Liquidität, volle Transparenz und ein regulatorisches Korsett, das institutionelle Anforderungen erfüllt.

Der Praxis-Test: Risikobereinigte Renditen 2019–2025

Der Zeitraum seit Auflegung der Strategie ist nach Endowment-Maßstäben kurz – sechs Jahre. Dennoch lässt sich ein erster quantitativer Vergleich ziehen. Rechnet man die Renditen auf ein vergleichbares Risikoniveau um, zeigt sich ein differenziertes Bild:

Strategie 2019–2025

Rendite p. a.

Risiko­bereinigt

PE-Quote

Traditionelle Vermögensverwaltung

5,2 %

5,2 %

0,0 %

Endowment-Strategie (UCITS)

6,7 %

7,0 %

0,0 %

NACUBO-Durchschnitt

8,4 %

6,5 %

15,2 %

NACUBO > 1 Mrd. USD

9,5 %

6,4 %

28,8 %

Top 6 Endowments

10,5 %

6,4 %

39,7 %

Quelle: Bloomberg, NACUBO, Lansdowne Partners Austria. Die Zahlen zur Endowment-Strategie basieren teilweise auf der D1-EUR-Seed-Anteilsklasse, USD-gesichert und gebührenbereinigt auf das Niveau der institutionellen Ca-Anteilsklasse. Risikobereinigt = hypothetischer Ertrag bei Risiko-Äquivalenz mit der traditionellen Vermögensverwaltung. Historische Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Erträge. Es besteht das Risiko eines Kapitalverlusts.

Der Unterschied in der absoluten Rendite – 10,5 Prozent bei den Top 6 versus 6,7 Prozent bei der UCITS-Umsetzung der Endowment-Strategie – erklärt sich überwiegend aus dem unterschiedlichen Risikoniveau. Auf risikobereinigter Basis rückt das Feld deutlich zusammen: Die Endowment-Strategie kommt auf 7,0 Prozent, die Top 6 auf 6,4 Prozent. Ein Ergebnis, das der eigenen These zumindest eine gewisse Plausibilität verleiht – bei gleichzeitig gebotener Zurückhaltung angesichts des kurzen Beobachtungszeitraums.

Für wen ist der Ansatz relevant?

Für professionelle Anleger, die ein langfristiges Basisinvestment suchen und bereit sind, den Weg der breiten Multi-Asset-Diversifikation mitzugehen, liefert die Endowment-Logik eine intellektuell kohärente Alternative zum klassischen 60/40-Portfolio. Vor allem Stiftungen, Pensionseinrichtungen und Family Offices im deutschsprachigen Raum fragen zunehmend nach einem Ansatz, der Generationen überdauern soll. Lansdowne Partners Austria übersetzt dieses Modell – mit allen Möglichkeiten, aber auch den ehrlich benannten Grenzen des UCITS-Rahmens.

Den vollständigen Kommentar direkt vom Fondsmanager erhalten

Interessierte professionelle Investoren, Stiftungen und Family Offices können den vollständigen Kommentar „Der Anlagestil der Endowments – Theorie und Praxis“ inklusive aller Grafiken und der historischen Allokationsanalyse direkt bei Lansdowne Partners Austria anfordern. Kontakt: [email protected]

Verkaufsprospekt, KID und Factsheets in englischer Sprache: https://www.fundinfo.com/en/AT-prof/LandingPage?filter=%7B%22OFST900017%22%3A%5B%223bda5352-3527-4ba5-8e20-290f91ea9862%22%5D%7D

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