Deutsches Altersvorsorgedepot: Das Milliardenpotenzial für ELTIFs

Ab 2027 eröffnet das neue Altersvorsorgedepot in Deutschland einen Milliardenmarkt für ELTIFs. Eine aktuelle Scope-Analyse zeigt jedoch: Während 87 % der Evergreen-Fonds die regulatorische Risikohürde meistern, scheitern viele an zu hohen Kosten. Lesen Sie, welches Zuflusspotenzial der Markt bietet und warum sich der Start verzögert. Markets | 08.09.2026 12:20 Uhr
© e-fundresearch.com / Canva
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Mit der Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge könnte sich ab 2027 in Deutschland ein zusätzlicher Absatzkanal für ELTIFs eröffnen. Einsetzbar sind sie nur im erweiterten, frei gestaltbaren Altersvorsorgedepot, im Standard-Altersvorsorgedepot sind ausschließlich OGAW-Vermögenswerte zugelassen. Von 53 untersuchten Evergreen-ELTIFs weisen 46 einen Summary Risk Indicator von 5 oder niedriger auf und erfüllen damit die vorgesehene Grenze, das sind 87%. Zur größeren Hürde dürften die Kosten werden: Die Verwaltungsvergütung liegt bei den teuersten Anteilsklassen im Schnitt bei 2,5%, bei den günstigsten bei 1,7%, während das auf 1% gedeckelte Standarddepot als indirekter Referenzwert wirkt. Scope hält mittel- bis langfristig jährliche Zuflüsse von 30 bis 50 Mrd. Euro in das Altersvorsorgedepot für plausibel und daraus ein ELTIF-Potenzial von 1,5 bis 5 Mrd. Euro pro Jahr. Breitere ELTIF-Angebote in den erweiterten Depotvarianten erwartet Scope überwiegend im zweiten Halbjahr 2027.