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Die Deka hat die Konditionen für das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot veröffentlicht, das ab Anfang 2027 über die Sparkassen und die Sparkassen-App vertrieben wird. Das ETF-basierte Standardangebot kostet 0,1 Prozent pro Jahr, Depotführung und Zulagenverwaltung sind kostenlos. Das aktiv gemanagte Individualdepot liegt je nach Vertragslaufzeit bei 1,0 bis 1,5 Prozent. Damit steht früh eine Preismarke im Raum, während andere Anbieter ihre Konditionen noch nicht offengelegt haben. Offen bleibt, wie viel aktives Management sich im geförderten Segment künftig überhaupt bepreisen lässt. Die Konditionen stehen unter dem Vorbehalt einer für November erwarteten BaFin-Genehmigung.
Der Vertriebsstart des staatlich geförderten Altersvorsorgedepots ist für Anfang 2027 angesetzt, und die Deka geht früh mit Zahlen in den Markt. Das Standardangebot investiert in zwei passiv gemanagte Deka-ETFs, einen weltweit anlegenden Aktienfonds und einen europäischen Rentenfonds, und kostet 0,1 Prozent pro Jahr. Depotführung und Zulagenverwaltung sind in allen Varianten kostenfrei. Zu denselben Konditionen soll die Frühstart-Rente für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Sämtliche Angaben stehen noch unter dem Vorbehalt der BaFin-Genehmigung, die die Deka für November erwartet.
Zehn bis fünfzehn Mal teurer: die Spreizung im eigenen Haus
Neben dem Standarddepot bietet die Deka ein individuell verwaltetes Depot aus bis zu drei aktiv gemanagten Fondsbausteinen an, gesteuert entlang eines Lebenszyklusmodells von Aktien über Renten bis in einen Geldmarktfonds. Wählbar sind eine chancenorientierte und eine balanceorientierte Ausprägung. Die Effektivkosten liegen je nach Vertragslaufzeit zwischen 1,0 und 1,5 Prozent pro Jahr. Damit muss das aktive Management über eine typische Ansparphase hinweg rund einen Prozentpunkt Mehrertrag pro Jahr erwirtschaften, nur um mit der hauseigenen ETF-Lösung gleichzuziehen.
Was der Gleitpfad kostet und was er bringt
Auch das günstige Standardangebot ist nicht statisch. In der klassischen Variante läuft es zunächst vollständig im Aktien-ETF, fünf Jahre vor dem geplanten Rentenbeginn sinkt der Aktienanteil auf 50 Prozent zugunsten europäischer Unternehmensanleihen, zwei Jahre vor Rentenbeginn folgt eine weitere Reduktion um 20 Prozent. Wer das nicht will, kann den Aktienanteil über die gesamte Ansparzeit selbst in der Sparkassen-App steuern, ohne Aufpreis. Damit bietet die Deka im Standardsegment eine Flexibilität an, die bislang eher dem beratungsintensiven Geschäft vorbehalten war.
Fest steht schon jetzt: Mit 0,1 Prozent auf ein gefördertes Standardprodukt mit kostenloser Depotführung geht die Deka aggressiv in den Preiswettbewerb.
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