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Der Dialog mit Unternehmen ist ein wichtiges Instrument in Bezug auf Klimawandelrisiken

Immer mehr Firmen unternehmen verstärkte Anstrengungen bei der Festlegung ehrgeiziger Dekarbonisierungsziele, sagen die Spezialisten für Unternehmensdialog von Robeco. Robeco | 30.03.2020 20:44 Uhr
© Photo by Agustín Lautaro on Unsplash
© Photo by Agustín Lautaro on Unsplash

Unser Active Ownership-Team steht im Dialog mit Verursachern hoher CO2-Emissionen, zu denen vor allem die großen Produzenten und Verbraucher fossiler Kraftstoffe wie die Öl- und Gasindustrie, Stromversorger und Chemieunternehmen gehören. Mit diesem Engagement streben wir die Einhaltung der Ziele des Klimaabkommens von Paris an, das bis zum Jahr 2100 auf die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C über vorindustriellen Niveaus abzielt. 

Um das zu erreichen, muss die Welt bis 2050 effektiv CO2-neutral werden. Das stellt eine große Herausforderung dar angesichts der Abhängigkeit von Energie aus fossilen Brennstoffen.

„Eine CO2-arme Welt sieht erheblich anders aus als diejenige, in der wir heute leben”, sagt Engagement Specialist Sylvia van Waveren. „Geringe CO2-Emissionen setzen ein Energiesystem voraus, das hauptsächlich von Erneuerbaren Energien gespeist wird. Dabei operiert die Industrie nach einem Modell der Kreislaufwirtschaft, in dem der Verbrauch von Rohstoffen, Abfälle, Emissionen und Energieverluste minimiert werden.“

„Im Zuge dieser Energiewende erleben einige Branchen finanzielle Einbußen, die sich aus volatilen Anpassungen der Asset-Werte oder den höheren Kosten der Geschäftstätigkeit ergeben. Wie die Unternehmen auf diese klimabezogenen Aspekte reagieren, kann ihre Finanzergebnisse beeinflussen. Die Firmen, die zur Anpassung imstande sind, werden die Gewinner dieser Transformation sein.“ 

Dialogthema „Climate Action“

IIm Jahr 2018 etablierte das Active Ownership-Team von Robeco das Dialogthema „Climate Action“ bei 13 Unternehmen aus den Bereichen Öl- und Gasindustrie, Stromversorger und chemische Industrie. Der Dialog ermuntert Unternehmen zur Integration klimarelevanter Aspekte in die Governance, die Strategie, das Risikomanagement, die Kennzahlen und Ziele ihrer Organisation.

Das Programm ist auf die Nachhaltigkeitsziele der UNO ausgerichtet und nimmt insbesondere Nachhaltigkeitsziel 7 (bezahlbare und saubere Energie) sowie Nachhaltigkeitsziel 13 (Klimabezogenes Handeln) ins Visier. „Gemäß der Nachhaltigkeitsziele ist es essenziell, dringende Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu treffen“, sagt Engagement Specialist Cristina Cedillo Torres.

„Gleichzeitig muss der Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie sichergestellt sein. Ein Teil der Lösung ist die Entwicklung emissionsfreier und emissionsarmer Energiequellen. Das Ziel einer CO2-neutralen Wirtschaft erfordert aber noch viele weitere innovative Technologien wie zum Beispiel CO2-Abscheidung und -Speicherung, um einen reibungslosen Rückgang des Einsatzes fossiler Kraftstoffe zu ermöglichen. Beim Erreichen dieser Ziele spielen Unternehmen aus dem Energiesektor eine wesentliche Rolle.“

Transition Pathway Initiative

Das Active Ownership-Team analysiert die Beiträge der Unternehmen zu den genannten Nachhaltigkeitszielen anhand der Scores, die sie von der Transition Pathway Initiative (TPI) erhalten – einer globalen Initiative, die von Investoren geführt und von Assetmanagern unterstützt wird. 

Im Rahmen dieser Analyse wird die Managementqualität und das Emissionsprofil der Unternehmen untersucht. Um zu ermitteln, wie stark Klimaaspekte in ihre Unternehmensstrategie, Emissionsziele, die strategische Risikoanalyse und die Bezahlung von Führungskräften integriert sind. 

Ein zentrales Element dieses Programms ist die Zusammenarbeit mit der Climate Action 100+ Initiative (CA100+). Dabei handelt es sich um einen 2017 gebildeten Zusammenschluss von mehr als 450 Investoren, die insgesamt ein Kapital von mehr als 40 Billionen US-Dollar verwalten. 

Bahnbrechende Selbstverpflichtungen

„Der gemeinsame Dialog hat zu bedeutenden Selbstverpflichtungen im Hinblick auf die Verringerung von Treibhausgasemissionen geführt“, sagt Van Waveren. „Die Pioniere der Energiewende haben sich von ihren Konkurrenten abzugrenzen begonnen, indem sie stärkere Selbstverpflichtungen eingegangen sind, was die Dekarbonisierung ihrer Geschäftstätigkeit angeht.“

„Des Weiteren gab es einige bahnbrechende Selbstverpflichtungen von Unternehmen aus Sektoren, in denen die Emissionen schwer zu reduzieren sind, und etliche Verpflichtungen zur Offenlegung von „Corporate Lobbying" zum Thema Klimawandel.“ 

„Eines unserer Ziele besteht darin, dass die Unternehmen einen wirksamen Governance-Rahmen schaffen, der die Verantwortlichkeit und Kontrollfunktion des Boards im Hinblick auf Chancen und Risiken des Klimawandels klar artikuliert. Außerdem geht es darum, die Rolle des Managements bei der Analyse und der Steuerung dieser klimabezogenen Aspekte deutlich zu machen.“

Fortschritte bei der klimabezogenen Governance

Diese Bemühungen tragen nun Früchte, da eine Vielzahl von Unternehmen anerkennen, dass ihre eigene Zukunft von der Nachhaltigkeit ihrer Geschäftstätigkeit abhängt. „Die Unternehmen, mit denen wir im Dialog stehen, haben im Hinblick auf ihre klimabezogene Governance Fortschritte erzielt“, sagt Cedillo Torres. 

„Die meisten Unternehmen (8 von 13) haben die klare Verantwortlichkeit des Boards für Chancen und Risiken in Bezug auf den Klimawandel deutlich gemacht und konnten ein solides System zum Umgang mit dem Klimawandel nachweisen.“ 

„Die Mehrzahl der Firmen, mit denen wir im Dialog stehen, (9 von 13) haben Fortschritte bei der Ausrichtung ihrer Geschäftsstrategien auf die Ziele des Klimaabkommens von Paris gemacht. Nach Untersuchungen von TPI agieren drei Unternehmen im Einklang mit den Emissionsreduzierungen, die von den Regierungen im Rahmen des Klimaabkommens von Paris als festgelegte Beiträge pro Land zugesagt wurden. Ein Unternehmen steht im Einklang mit dem ehrgeizigeren Klimaszenario von 2 °C.“

Lobbyarbeit bleibt ein Problem

Ein Störfaktor ist Lobbyarbeit, bei der Unternehmen entweder offen oder verdeckt versuchen, den Gesetzgeber zur Verwässerung von Vorgaben in Bezug auf den Klimawandel zu bewegen, um ihre Ertragsströme in nicht nachhaltigen Geschäftszweigen zu schützen. 

„Untersuchungen zeigen, dass viele Unternehmen aus Sektoren mit hohen CO2-Emissionen Lobbyarbeit praktizieren, die auf die Blockade oder erhebliche Abschwächung von Klimavorgaben abzielen, entweder direkt oder über die Mitgliedschaft in Branchenverbänden“, sagt Van Waveren. 

„Im Rahmen unseres Dialogs mit den Unternehmen haben wir den Fokus auf die Gewährleistung verbesserter Offenlegung von klimabezogener Lobbyarbeit gelegt und die Unternehmen dazu gedrängt, ihre Lobbyarbeit mit den eigenen Leitlinien in Bezug auf den Klimawandel zur Deckung zu bringen. Bisher hat ein Unternehmen, mit dem wir in Dialog stehen, seine Mitgliedschaft im Industrieverbänden im Anschluss an die Publikation seines „Corporate Lobbying“-Reports überdacht und sogar Mitgliedschaften beendet, wenn diese erhebliche Konflikte beinhalteten.“

Der Weg zur CO2-Neutralität

Im Fokus unserer zukünftigen Bemühungen liegen weiterhin die Reduzierung der CO2-Emissionen und das Erreichen der CO2-Neutralität bis zum Zieldatum 2050, sagt Cedillo Torres. „Es ist ermutigend zu sehen, dass sich immer mehr Unternehmensführer auf eine CO2-arme Zukunft verpflichten und Reduzierungsziele auf null bis zur Mitte des Jahrhunderts setzen“, sagt sie. „Doch es muss noch mehr geschehen.“ 

„Während die Setzung des Ziels von null CO2-Emissionen bis 2050 ansteht, konzentrieren sich unsere zukünftigen Aktivitäten vor allem darauf, diese Emissionsziele bei den von uns anvisierten Unternehmen auch zu erreichen.“

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