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Covid-19 legt Nachhaltigkeitsmängel auf Länderebene offen

Das Coronavirus hat deutlich gemacht, wie verletzlich ein Land bei einer plötzlichen Krise sein kann, warnt RobecoSAM in einem neuen Report. Robeco | 04.05.2020 13:05 Uhr
© Photo by Martin Sanchez on Unsplash
© Photo by Martin Sanchez on Unsplash

Auf Grundlage von Daten, die in das Country Sustainability Ranking (CSR) einfließen, welches die Charakteristika von 150 Ländern in Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance (ESG) analysiert, zeigt der Report, wie wenig vorbereitet viele Länder waren, als die Krise im März globale Ausmaße annahm.

Das zwei Mahl im Jahr stattfindende CSR-Länderscoring basiert auf einer großen Bandbreite von Kennzahlen, darunter Zugang zu Gesundheitsleistungen und Qualität der Governance. Beide Aspekte sind im Hinblick auf die Abriegelungsmaßnahmen der Länder zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus in den Vordergrund gerückt.

„Das Coronavirus hat in vielen Ländern zu verheerenden Auswirkungen geführt“, sagt Max Schieler, Verfasser des Sonderreports „Covid-19 and ESG data: spotting the cracks before the quake“. “Doch viele der strukturellen Schwächen, die die Krise verschärft haben, waren bereits in den ESG-Daten der einzelnen Länder erkennbar.”

„Bei näherem Hinsehen ergeben sich bemerkenswerte Parallelen zwischen den ESG-Scores und der Effektivität des Krisenmanagements. Überraschenderweise erwiesen sich hohe Scores im Bereich Gesundheitswesen als unzureichend zur Prognose der Fähigkeit eines Landes, mit der Krise zurechtzukommen. Das zeigt, dass es keine einzelnen Indikatoren gibt, die eine verlässliche Prognose erlauben. Stattdessen müssen die Daten in ihrer Gesamtheit umfassend untersucht werden, um Muster zutagezufördern und die wirklichen Kausalzusammenhänge zu identifizieren.

Überraschende Erfolge und Misserfolge

„Dementsprechend waren sehr gute Indikatoren im Hinblick auf Governance und Institutionen stark mit der Fähigkeit eines Landes zur Krisenbewältigung korreliert. Dies trägt zur Erklärung der überraschenden Erfolge und Misserfolge vieler Länder beim Umgang mit der Krise bei.“

„Jedoch sollte sehr gute Governance nicht mit absoluter Governance verwechselt werden. Autoritäre Regime haben keineswegs besser als westliche Demokratien abgeschnitten, als es darum ging, das Coronavirus zu bekämpfen und unter Kontrolle zu bringen“, sagt er.

Die weltweit höchsten Todeszahlen gab es in den USA, in Italien und Spanien. Am niedrigsten waren sie in Japan, Südkorea und Singapur. In China, wo das Virus im Februar in Wuhan ausbrach, gelang es schließlich, die Situation unter Kontrolle zu bringen, nachdem man strikte Ausgangsbeschränkungen und Quarantänen verhängt hatte – ein Vorgehen, das später rund um die Welt kopiert wurde.

Der Report liefert eine erste Indikation dafür, welche Länder die Krise erfolgreicher gemanagt haben. Als die sichersten Länder im Hinblick auf die Eindämmung von Covid-19 haben sich Israel, Deutschland und Südkorea erwiesen. Am unsichersten waren Italien, die USA und Großbritannien. Italien war das erste Land, in dem die Zahl der Toten diejenige in China überstieg, bevor die USA diesen traurigen Rekord mit mehr als 50.000 Toten bis 28. April übertrafen.

Die sichersten und unsichersten Länder. Quelle: Deep Knowledge Group.


Schlechtes Abschneiden der USA

Das schlechte Abschneiden der USA, das als wohlhabende Demokratie mit modernem Gesundheitssystem normalerweise ein hohes ESG-Ranking aufweisen würde, dürfte kaum überraschen, sagt Max Schieler.

„Im Unterschied zu anderen Ländern hat die Regierung von Präsident Trump nicht nur das frühzeitige Ergreifen von Maßnahmen versäumt, sondern auch entsprechende Bemühungen behindert, indem wissenschaftliche Erkenntnisse und frühzeitige Warnungen von Vertretern des Gesundheitssystems und anderen Experten ignoriert wurden“, sagt er.

„Die wiederholten Angriffe von Präsident Trump sowohl auf inländische als auch internationale Institutionen seit Beginn seiner Amtszeit spiegeln sich bereits in rückläufigen Scores der USA bei mehreren Governance-Indikatoren wider.“

Das CSR wird von Anlegern vorwiegend dazu genutzt, Nachhaltigkeitsrisiken zu identifizieren, die möglicherweise nicht in der Bonitätsnote eines Landes oder in den entsprechenden Credit Default Swaps ablesbar sind. Das verleiht ihnen unschätzbaren Wert bei der Entscheidung über den Kauf von Staatsanleihen. Es liefert auch eine Top Down-Analyse für Anlageentscheidungen in Bezug auf Aktien oder Anleihen von Unternehmen, die in den einzelnen Ländern tätig sind.

Fazit für Anleger

„Das Fazit für Anleger ist eindeutig: wenn ESG-Daten Einblicke in eine globale Pandemie liefern können, können sie auch ein leistungsfähiges Instrument dafür sein, die geopolitischen und länderbezogenen Risiken in einem Anlageportfolio zu verstehen und zu verringern“, sagt Max Schieler.

„Wie die jüngsten Ereignisse in diesem Jahr (und im letzten) deutlich gemacht haben, können gesellschaftliche und geopolitische Risiken verheerende Konsequenzen für Länder, Unternehmen und Portfolios gleichermaßen haben.“

„Es bedurfte einer Krise von epischen Ausmaßen, um vollständig zutagezufördern, was bereits teilweise in den ESG-Daten der Länder erkennbar war. Es ist zu hoffen, dass das Ausmaß und der einschneidende Effekt des ersten Schocks und der sich anschließenden Schockwellen uns nicht nur tief verwundet zurücklässt, sondern auch für frühzeitige Hinweise sensibilisiert, die zur Abwendung künftiger Risiken beitragen können – ein wertvoller Rat für Bürger, Länder und Investoren.“

>>>Lesen Sie den ausführlichen Bericht hier

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