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Pictet AM: Ausbreitung des Coronavirus lähmt die Bullen

Nach wie vor ist nicht absehbar, welche wirtschaftlichen und finanziellen Folgen die Ausbreitung des Coronavirus nach sich zieht. "Aus diesem Grund treffen wir weiterhin Vorsichtsmaßnahmen", heißt es in der März-Ausgabe des Pictet Asset Management Barometers. Pictet Asset Management | 10.03.2020 09:52 Uhr
Luca Paolini, Chefstratege, Pictet Asset Management / © Pictet Asset Management
Luca Paolini, Chefstratege, Pictet Asset Management / © Pictet Asset Management

Asset-Allocation: Vorsichtsmassnahmen treffen

Das Coronavirus hat sich weit über China und seine Nachbarländer hinaus ausgebreitet und droht zu einer globalen Pandemie anzuwachsen. Im Zuge dessen sind die Aktienkurse heftig gefallen: Allein der S&P 500 hat in diesem Monat den stärksten Verlust auf Wochenbasis seit der Finanzkrise 2008 erlitten. 

Angesichts dieser unsicheren Rahmenbedingungen haben wir in den letzten Wochen auf eine defensivere Basis umgestellt und dafür das Engagement in Aktien untergewichtet sowie gleichzeitig unseren Bestand an liquiden Mitteln erhöht. Das bedeutet nicht, dass wir diese vorsichtige Haltung über einen längeren Zeitraum beibehalten wollen. Erfahrungsgemäss ergeben sich in länger anhaltenden Phasen eines willkürlichen Ausverkaufs an den Märkten stets attraktive Investitionsmöglichkeiten.

Abb. 1 Monatsübersicht: Asset-Allocation
März 2020

Quelle: Pictet Asset Management

Momentan gehen wir in unserem Basisszenario davon aus, dass das BIP-Wachstum in China aufgrund der Virusausbreitung im gesamten Jahr um etwa 0,3 Prozentpunkte (PP) auf 5,6 Prozent fällt. Das Ausmass der weltweiten Auswirkungen wird etwa halb so gross sein und die Weltwirtschaft wächst 2020 voraussichtlich um etwa 2,5 bis 2,6 Prozent.

Die Lage könne sich jedoch noch erheblich verschärfen, wenn sich die Ausbreitung des Coronavirus zu einer umfassenden Pandemie entwickelt. Laut wissenschaftlichen Forschungen würde das globale Wirtschaftswachstum bei einer schwachen Pandemie wie der Hongkong-Grippe in den Jahren 1968-1969 voraussichtlich um 0,7 Prozentpunkte fallen. Eine schwere Pandemie im Ausmass der spanischen Grippe vor gut hundert Jahren würde dagegen einen Rückgang um 4,8 Prozentpunkte auslösen und die Welt in eine Rezession stürzen (siehe Grafik).

In jedem Fall werden die Auswirkungen weitreichend sein. Japan wird möglicherweise stärker betroffen sein als China, doch auch Europa und Grossbritannien könnten erhebliche Rückschläge erleiden.

Abb. 2 Berechnung der Kosten
Wirtschaftliche Auswirkungen der möglichen Grippepandemie nach Region, Veränderung des BIP in Prozent, erstes Jahr*

Bislang zeichnet sich in unseren Konjunkturmodellen noch kein klares Bild von den Auswirkungen ab. Als „mildernder Umstand“ liesse sich wohl geltend machen, dass die Welt wirtschaftlich gesehen in relativ guter Verfassung war, bevor das Virus zuschlug. Positiv zu bewerten ist darüber hinaus, dass die Zentralbanken und Regierungen weltweit bereits Massnahmen ergreifen und versuchen, den wirtschaftlichen Schaden einzudämmen. Besonders gut aufgestellt ist dabei China, weil hier der Staat erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft nimmt und über die Macht verfügt, z. B. die Energiepreise zu senken und die grossen Banken anzuweisen, kleine und mittlere Unternehmen in den betroffenen Regionen durch verlängerte oder subventionierte Kredite zu unterstützen.

Wie unsere Modelle veranschaulichen, liegt der gesamte Liquiditäts fluss1 in China derzeit bei etwa 18,9 Prozent des BIP und damit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 31,1 Prozent des BIP, was viel Spielraum für weitere Impulse lässt. Die USA können ebenfalls mehr Liquiditätsspritzen zur Verfügung stellen. Aufgrund der Erfahrungen aus früheren Erholungsphasen sehen wir das Potenzial für eine Senkung des Zinssatzes um 150 Basispunkte, welches die US-Notenbank bei Bedarf ausschöpfen könnte.
Sowohl in Japan als auch in Europa ist der geldpolitische Handlungsspielraum eher begrenzt, die Auswirkungen des Coronavirus sind dagegen in beiden Regionen bereits jetzt spürbar.

Aus Sicht der Bewertungen kam der Ausbruch des Virus zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, denn insbesondere Aktien waren zuletzt teuer, und sowohl die US-amerikanischen als auch die globalen Indizes erreichen Anfang 2020 neue Allzeithochs. Der jüngste Ausverkauf hat die Höchststände ein wenig gedämpft:  Der MSCI All-Country World Index scheint nach unseren Modellen aktuell fair bewertet und weist ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,2 auf, was dem 20-jährigen Durchschnitt entspricht. 

Technische Indikatoren deuten auf eine mögliche Fortsetzung des Bärenmarkts hin. In Umfragen legen Investoren immer noch eine gewisse Selbstzufriedenheit an den Tag. Sie sind weiterhin übergewichtet in Aktien, wie Umfragen zeigen, und nur wenig deutet darauf hin, dass Aktien „überverkauft“ sind. Positive saisonale Faktoren, wie die erfahrungsgemäss gute Performance von Aktien zwischen März und Mai, könnten dagegen zu einer Eindämmung der Verluste beitragen.

[1] Gesamtliquiditätsfluss berechnet aus staatlichen (Zentralbank) und privaten (Bank- und Nicht-Bankkredite) Liquiditätsflüssen als Prozentsatz des nominalen BIP, auf rollender Sechsmonatsbasis.

Lesen Sie weiter in Kapitel 2 auf am.pictet
Aktien in den einzelnen Regionen und Sektoren: Argumente für die Verteidigung

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