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Die Netto-Null kommt. Aber wann?

Der neuste Bericht des Weltklimarats enthält eine ernste Warnung für uns alle. Die erste große Studie zum Klima seit 2013 fordert uns nachdrücklich auf, dringend etwas gegen den Klimawandel zu tun. Wenn wir den Wettlauf gegen den Klimawandel gewinnen wollen, steht eines fest: Die Welt muss sich ändern, und zwar schnell. Um die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, müssen wir unsere Emissionen radikal senken. Weltweit muss der Energiesektor ohne fossile Brennstoffe auskommen und grünere erneuerbare Alternativen nutzen. AXA Investment Managers | 31.08.2021 10:30 Uhr
© AXA Investment Managers
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Politiker, Unternehmen und Assetmanager wie wir bemühen sich bereits, die Bedrohungen für das Klima zu beseitigen. Weltweit wurden Netto-Null-Ziele beschlossen – und Maßnahmen, um sie zu erreichen. 61% der weltweiten Emissionen, 68% des Welt-BIP und 52% der Weltbevölkerung entfallen heute auf Länder mit solchen Zielen.[1]

Im März 2021 hatten sich über ein Fünftel der 2.000 größten Unternehmen der Welt zu Netto-Nullemissionen verpflichtet, Firmen mit zusammen fast 14 Billionen US-Dollar Jahresumsatz.[2] Das ist ermutigend. Es zeigt aber auch, dass uns noch ein langer Weg bevorsteht.

Dabei ist es eigentlich sehr einfach: Ohne Dekarbonisierung wird die Weltwirtschaft großen Schaden nehmen, während eine echte Energiewende das Wachstum sehr stark fördern kann. Sie wird dazu beitragen, dass neue Technologien entwickelt werden und neue Branchen entstehen. Neue Stellen werden geschaffen, und es wird eine Flut von Anlagechancen geben.

Neue Sektoren – Wasserstoff, CO₂-Abscheidung und -Speicherung, nachhaltige Landwirtschaft und Biolebensmittel – werden für Wachstum sorgen. Die Energiewende kann ähnlich viel Wandel auslösen wie in den letzten 30 Jahren die digitale Revolution.

Herausforderung Innovation

Die Erfolge der Wind- und Solarenergie sind allgemein bekannt. Eine Herausforderung bleibt aber die Energiespeicherung. Fossile Brennstoffe sind hier äußert effizient – ihre Energie wird genau dann freigesetzt, wenn wir sie brauchen. Damit erneuerbare Energien ähnlich praktikabel sind, brauchen wir hier ähnliche Speichermöglichkeiten. Beim Wasserstoff, einer denkbaren Energiequelle für den Massenmarkt, ist die Entwicklung schon jetzt ermutigend. Manche Probleme müssen aber noch gelöst werden, bevor Privathaushalte und Unternehmen Wasserstoff als Energiequelle nutzen können. Man stelle sich einmal vor, dass die großen Ölkonzerne ihre Tankstellennetze auf Wasserstoff umstellen. Wenn das gelingt, steht uns eine goldene Zukunft bevor.

Natürlich werden manche Sektoren von der Dekarbonisierung profitieren, während andere an ihr scheitern. Zu den Problemfällen zählen integrierte Ölkonzerne. Trotz schöner Worte entfällt oft nur ein sehr kleiner Teil ihres Umsatzes auf saubere Energie. Die Umstellung ist für einen Ölkonzern ja auch nicht einfach. Aber auch für andere Sektoren gibt es Hindernisse und Unwägbarkeiten, etwa für Luft- und Schifffahrt. Wir brauchen dringend bessere Technologien.

Große Fortschritte sehen wir aber bei Elektrofahrzeugen, erneuerbarer Energie, Abfallverwertung, Gesundheit und Biolebensmitteln. Aber auch hier ist Tempo gefragt, um die Netto-Null schnell zu erreichen. Es reicht einfach nicht, wenn nur wenige Unternehmen etwas tun. Als Investoren müssen wir Forderungen stellen und die Nachzügler zum Handeln drängen. Sie müssen Strategien und Planungen überprüfen und sicherstellen, dass auch sie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Dynamik

Auch Investoren wissen um die Dringlichkeit – und die Vielzahl potenzieller Anlagechancen. Sie wünschen sich zusätzliche Möglichkeiten zur verantwortungsvollen Geldanlage. Corona hat hier vieles beschleunigt: Letztes Jahr verzeichneten Nachhaltigkeitsfonds in den USA Nettomittelzuflüsse in Rekordhöhe, und europäische Anleger investierten fast doppelt so viel Geld in solche Fonds wie ein Jahr zuvor.[3] Das ist mehr als eine Mode. Wir haben es hier mit echtem Wandel zu tun. Investoren wünschen sich Strategien, die echten gesellschaftlichen oder ökologischen Fortschritt bewirken können und achten nicht mehr allein auf den kurzfristigen Ertrag. Das wird Unternehmen letztlich zu mehr gesellschaftlicher Verantwortung ermutigen. Wenn Investoren mehr Wert auf Nachhaltigkeit und hohe ESG-Standards legen, steigen die Aktienkurse jener Unternehmen, die genau das liefern.

Entscheidend ist, dass wir langfristig denken. In unserem Wirtschaftssystem haben kurzfristige Gewinne oft ein zu starkes Gewicht. Unternehmen müssen aber langfristig rentabel sein, und Investoren müssen mehr Wert auf unternehmerische Verantwortung als auf kurzfristige Erfolge legen. Wenn die Welt scheitert, gibt es keine Gewinner. Politiker, Unternehmen und Haushalte weltweit müssen dafür sorgen, dass die Energiewende gelingt. 

Die Zukunft der Erde liegt in unseren Händen, und entsprechend zukunftsfähig muss unser Wirtschaftssystem sein. Hier ist Eile gefragt. Wie sagte UN-Generalsekretär António Guterres nach der Veröffentlichung des Weltklimarat-Berichts? „Verzögerungen können wir uns nicht leisten – und Ausreden noch viel weniger.“

Hans Stoter, Global Head of AXA IM Core, AXA Investment Managers 

[2] https://sustainability.fb.com / Energy & Climate Intelligence Unit | ECIU

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