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Barings Chefstratege Dr. Smart: „Warum es so schwer ist, bankrott zu gehen ... und weshalb sich das ändern wird“

Christopher Smart, Chefstratege und Leiter des Barings Investment Institute, befasst sich in seinen aktuellen Leitgedanken mit der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2021 und den wachsenden Herausforderungen für die Solvenz von Unternehmen, die Investoren genau beobachten müssen: Barings | 10.12.2020 12:00 Uhr
Christopher Smart, Chefstratege und Leiter des Barings Investment Institute / © Barings
Christopher Smart, Chefstratege und Leiter des Barings Investment Institute / © Barings

Es gibt Zeiten, in denen es schwierig ist, ein Unternehmen über Wasser zu halten, und dann gibt es die aktuelle globale Pandemie, in der es offensichtlich schwer ist, bankrott zu gehen. Aber passen Sie genau auf, wenn die Unternehmenslenker weltweit nächstes Jahr vor weitaus komplexeren Herausforderungen stehen werden, um ihre Unternehmen über Wasser zu halten. 

Umfassende politische Maßnahmen haben dafür gesorgt, dass die meisten Unternehmen mit Zugang zu den Kreditmärkten von Liquidität überschwemmt werden und sich selbst angesichts der unsicheren Nachfrage keine Sorgen um eine Überschuldung machen müssen. Tatsächlich haben europäische und US-amerikanische Firmen Liquiditätspuffer angehäuft, die unserer Analyse zufolge leicht einen Schock abdecken könnten, der um ein Vielfaches größer ist als die globale Finanzkrise von 2008.

Die viel schwierigere Frage ist, was unter dem weitaus wahrscheinlicheren Szenario passieren wird, wenn die Unternehmen im nächsten Jahr zur Normalität zurückkehren und die systemische Hilfe nachzulassen beginnt. 

Ein ermutigendes Element unserer Analyse ist die Tatsache, dass viele Unternehmen sich längerfristiger finanziert haben. Das stimmt bislang auch die Finanzmärkte optimistisch – die Aktienbewertungen schnellen in die Höhe und die Kreditspreads verengen sich.

Eine neue Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mahnt indes zur Vorsicht, nachdem sie die historische Beziehung zwischen Wirtschaftswachstum und erwarteter Ausfallhäufigkeit untersucht hat. Die Ökonomen warnen davor, dass ein langsameres Wachstum die Konkurse im nächsten Jahr um 20% höher treiben könnte.

Zudem werden, unabhängig davon, ob die Insolvenzen in die Höhe schnellen oder nicht, die guten Nachrichten über den Impfstoff und die Rückkehr zur Normalität den CEOs neues Kopfzerbrechen bereiten und mit weitaus komplexeren Herausforderungen einhergehen. Ging es in diesem Jahr darum, Liquidität anzuzapfen und IT-Plattformen zu stärken, damit die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten können, so wird das nächste Jahr teurere Liquidität, weniger berechenbare Verbraucher und erneute Handelsstreitigkeiten bringen.

Unternehmen müssen flexibel sein, um den sich zunehmenden Präferenzen für mehr Online-Shopping oder weniger Geschäftsreisen zu begegnen. Diese werden Auswirkungen haben, die weit über den Einzelhandel und das Transportwesen hinausgehen. 

Zudem wird es im nächsten Jahr eine Neuauflage der Handelsspannungen geben, die durch die Pandemie (und die Wahlen in den USA) nur auf Eis gelegt waren. Der designierte US-Präsident Joe Biden hat bereits signalisiert, dass er nicht bereit ist, die Zölle für China sofort abzuschaffen, und plant, zunächst die Verbündeten zu konsultieren. 

Es mag weit hergeholt sein, wenn man sagt, dass die CEOs gern auf das Jahr 2020 zurückblicken werden, aber ihre künftigen Entscheidungen werden sich sehr viel komplizierter gestalten, da die Investoren ihre Aufmerksamkeit schon bald von der kurzfristigen Liquidität auf Solvenz und nachhaltige Gewinne verlagern werden.

Christopher Smart, Chefstratege und Leiter des Barings Investment Institute

Das ausführliche Statement von Christopher Smart finden Sie hier.

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