Barings-Outlook: Bieten besicherte Darlehenstitel einen sicheren Hafen inmitten steigender Zinsen?

Im vierten Quartal 2021 haben die Risiken für Anleihenmärkte deutlich zugenommen – von Auswirkungen der neuen Virusvariante Omikron bis hin zu der restriktiveren Haltung der US-Notenbank und dem Eingeständnis, dass die Inflation mehr als nur „vorübergehend“ sein könnte. Laut Taryn Leonard und Melissa Ricco, beide Co-Head des Structured Credit Investments Team beim globalen Investmentmanager Barings, bieten besicherte Darlehensverpflichtungen (Collateralized Loan Obligation - CLO) eine Reihe von potenziellen Vorteilen in diesem Umfeld steigender Zinsen. Barings | 31.01.2022 15:30 Uhr
Taryn Leonard & Melissa Ricco, beide Co-Head des Structured Credit Investments Team bei Barings / © Barings
Taryn Leonard & Melissa Ricco, beide Co-Head des Structured Credit Investments Team bei Barings / © Barings

„Obwohl der Markt für besicherte Darlehensverpflichtungen (CLOs) eine erhöhte Volatilität erlebte, stehen CLOs insgesamt weiterhin auf einem stabilen Fundament. Das Angebot blieb im vergangenen Quartal über weite Strecken hoch, insbesondere da viele Emittenten versuchten, dem Übergang vom Londoner Interbankensatz (LIBOR) zur gesicherten Overnight-Finanzierungsrate (SOFR) Anfang Januar zuvorzukommen. In den ersten Dezemberwochen ließ die Aktivität jedoch nach, da die auf LIBOR-Basis bepreisten Geschäfte bis zum Jahresende abgeschlossen sein mussten. Wir gehen davon aus, dass das Angebot in den kommenden Wochen wieder zunehmen wird, auch wenn der Markt etwas langsamer wieder anläuft, da die Marktteilnehmer darauf warten, dass einige Einzelheiten der Umstellung geklärt werden. Zum Beispiel wie sich die Preise zwischen LIBOR- und SOFR-basierten Verbindlichkeiten unterscheiden werden.

Im Gesamtjahr 2021 erreichten die CLO-Emissionen 421,1 Milliarden US-Dollar, wovon etwa 171,2 Milliarden US-Dollar auf Refinanzierungen und Neufestsetzungen (Refinancings und Resets)1entfielen. Wir erwarten, dass das Angebot in diesem Jahr im Vergleich zu den historischen Durchschnittswerten hoch bleiben wird, wenngleich sie nicht die Höchstwerte von 2021 erreichen werden. Die Neuemissionen könnten zwar annähernd das Niveau von 2021 halten, aber der große Anteil an Neufestsetzungen und Refinanzierungen, den wir gesehen haben, ist für 2022 im Wesentlichen vom Tisch. Denn für eine Reihe von Abschlüssen aus den Jahren 2019 und 2020 endete 2021 die Sperrfrist.

Die Nachfrage in der gesamten Kapitalstruktur war stark, so dass das große Angebot vom Markt gut absorbiert werden konnte. Auf der obersten Ebene der Kapitalstruktur entfiel weiterhin ein großer Teil der Nachfrage auf institutionelle Anleger, darunter Banken, Versicherungsgesellschaften und internationale Käufer. Wir haben auch eine starke Nachfrage nach Nachrang-CLOs verzeichnet, da diese im Vergleich zu anderen festverzinslichen Anlageklassen potenziell höhere Renditen bieten.

Diese starke Nachfrage ist aus mehreren Gründen nicht überraschend. Zum einen sind CLOs in den letzten Jahren zweifellos mehr zum Mainstream geworden, was zu einer breiteren Käuferschicht geführt hat. Ein Beweis dafür ist, dass der globale CLO-Markt im vergangenen Jahr die 1-Billionen-Dollar-Marke erreicht hat. Wir erwarten, dass er bis Ende 2022 auf 1,2 Billionen Dollar anwachsen könnte. Zudem sind die Anleger im heutigen Niedrigzinsumfeld eher bereit, weniger liquide Anlagen wie CLOs in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus ziehen Anleger, die traditionell nur auf die oberste Stufe der Kapitalstruktur (AAA-Tranchen) abzielten, zunehmend auch Tranchen mit niedrigerem Rating in Betracht und können sich mit diesen besser anfreunden, da die Suche nach Rendite anhält und die Anlageklasse an Reife gewinnt.“

Taryn Leonard & Melissa Ricco, beide Co-Head des Structured Credit Investments Team bei Barings

1Quelle: J.P. Morgan CLO Research. Stand: 31. Dezember 2021.

Lesen Sie Näheres hierzu in englischer Sprache im Beitrag CLOs: A Safe Haven Amid Rising Rates? von Taryn Leonard und Melissa Ricco.

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