Die Nachfrage aus den Emerging Markets ist enorm hoch und sollte dabei entscheidend helfen. Generell ist zu erwarten, dass das starke Wachstum der Schwellenländer in den kommenden Quartalen die globale Konjunkturerholung sichert. Allgemein erscheint mir der Aktienmarkt in Nordamerika relativ günstig bewertet. Zum Beispiel ist das durchschnittliche Kurs/Gewinn-Verhältnis des breiten Aktienindex S&P 500 mit einem Wert unter 18 so tief wie seit fast drei Jahren nicht mehr – und das bei gleichzeitig besserer Bilanzqualität der Unternehmen als in der Vergangenheit. Daher bin ich mittel- und langfristig für den nordamerikanischen Aktienmarkt optimistisch eingestellt."
Voraussetzungen für kräftige Wachstumsraten vorhanden
Ein Grund für ein positives Szenario sind die Fundamentaldaten der amerikanischen Wirtschaft. Denn zahlreiche Unternehmen, insbesondere aus den zyklischen Branchen wie Investitionsgüter, Gebrauchsgüter und Bekleidung sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe warteten in jüngerer Vergangenheit mit Gewinnüberraschungen auf. Und Gewinnerwartungen werden vielfach immer noch nach oben korrigiert. Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass die Erfolge nicht nur Sparzwängen zuzuschreiben sind, sondern auch einem sehr positiven Umsatzwachstum. Im Hinblick auf das nächste Jahr sind die Voraussetzungen für kräftige Wachstumsraten vorhanden: ein weiterhin tiefes Zinsniveau, steigende Beschäftigungszahlen, tiefe Lagerbestände und gute Unternehmensergebnisse.
"Bären" sehen US-Wirtschaft zu pessimistisch
Nordamerika-Experte Esterer glaubt, dass die "Bären" die Situation der US-Wirtschaft zu pessimistisch sehen. "Auch ein Double-Dip-Szenario, also die erneute Rückkehr der Rezession, halte ich aufgrund der Fundamentaldaten für unwahrscheinlich. Gestützt durch die freundliche Zinspolitik der Zentralbank und die fiskalischen Impulsprogramme erwarte ich in den USA eine Fortsetzung der Wirtschaftserholung; jedoch in Form eines stetigen Wachstums statt eines raschen Aufschwungs."