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Attraktives Einstiegsniveau bei Energieaktien

Paolo Zagaria, Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Global Energy, analysiert die aktuellen Entwicklungen im Rohöl-Markt und äußert sich zu den Chancen der Energieaktien. Swisscanto Invest | 23.01.2019 10:05 Uhr
Paolo Zagaria, Manager Swisscanto (LU) Equity Fund Global Energy, Swisscanto Invest / © Swisscanto Invest
Paolo Zagaria, Manager Swisscanto (LU) Equity Fund Global Energy, Swisscanto Invest / © Swisscanto Invest
Paolo Zagaria, Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Global Energy, geht davon aus, dass sich Energieaktien in den nächsten Monaten erholen werden nach einem stark negativen 4. Quartal 2018: „Das Bewertungsniveau ist - sofern der Rohölpreis (Brent) wie von uns erwartet auf ein Niveau von 65-70 USD steigen wird - attraktiv. Vor allem im Explorations- und Fördersegment sowie bei den europäischen integrierten Ölfirmen. Wir rechnen in den nächsten Monaten mit einer Verbesserung der Angebots-/Nachfragesituation, welche mit weiter stabilen bis leicht steigenden Lagern einhergehen wird.“

Die kurzfristig durch die USA erteilten Konzessionen für acht Länder bezüglich Importen aus dem Iran sowie die präventive Erhöhung des OPEC Rohöloutputs, um die Iran-Sanktionen aufzufangen, haben den Markt auf dem falschen Fuß erwischt. Statt eines starken Lagerabbaus hätte mit der wirtschaftlich getriebenen abschwächenden Nachfrage nach Rohöl nun gar ein Lageraufbau in den nächsten Monaten gedroht. Grund dafür ist auch ein über Erwarten starker Anstieg der US-Schieferölproduktion, welche sich nicht einmal durch die Infrastrukturprobleme abzuschwächen scheint. Aufgrund dieser Ausgangslage hat sich das OPEC-/Non-OPEC Bündnis im Dezember dazu entschieden, die Förderung aufgrund der sich rasch verändernden Rahmenbedingungen um 1,2 Millionen Barrel pro Tag nach unten anzupassen. 

„Ohne diesen Eingriff würden die Lager im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt in 2019 extrem stark ansteigen. Die Sanktionen gegenüber dem Iran sowie die Probleme in Venezuela, Kanada sowie Kasachstan stellen auf der Angebotsseite weiterhin Problemblöcke dar. Die Produktion von US-Schieferöl dürfte aufgrund der stark gesunkenen Rohölpreise 2019 weniger rasant wachsen. Da viele Firmen ihre Kapitalkosten kaum decken, scheint auch der Druck der Investmentindustrie, welche zu mehr Kapitaldisziplin auffordert, langsam zu den Managements durchzusickern. Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen wie auch Investitionen im Rahmen der erwirtschafteten Cashflows scheinen sich zu einem Standard zu entwickeln“, sagt Zagaria. 

Die Preisentwicklung von Rohöl dürfte im ersten Halbjahr maßgeblich von der Interaktion zwischen der Angebotsverknappung der OPEC-Länder (inklusive Russland) und den Auswirkungen der US-Sanktionen auf die Produktion im Iran und in Venezuela abhängen. Zusätzlich wird entscheidend sein, ob die USA und China eine Einigung im Handelsstreit erreichen oder die Situation weiter eskaliert. 

Positiv für Erdöl, neutral bei Erdgas

„Wir gehen davon aus, dass die Produktionskürzung des OPEC-/Non-OPEC Bündnis genügen wird, den Lageraufbau in Zaum zu halten, was den Preisen mittelfristig Auftrieb verleihen wird. Auf lange Sicht glauben wir, dass sich der Preis (hinteres Ende der Kurve) um die 65 US-Dollar stabilisieren wird. Dieses Preisniveau entspricht den Grenzkosten der Brent-Produktion. Starke Nachfragetrends gekoppelt mit Industriedisziplin sowie stärkeren Ausfällen in Venezuela und Iran könnten das Preisgefüge um einiges über die marginalen Kosten der Produktion ansteigen lassen. Die Nachfrage nach Rohöl zeigt bisher nur geringe Abschwächungstendenzen, könnte jedoch mittelfristig durch aufkommende Handelshemmnisse stärker negativ tangiert werden“, sagt Zagaria. 

Die Preisentwicklung von Rohöl dürfte aufgrund der beschriebenen Situation auf der Angebots- und Nachfrageseite volatil bleiben. Es ist davon auszugehen, dass die Preise getrieben durch die OPEC-Produktionskürzungen auf der Angebotsseite wieder über die marginalen Kosten der Rohölproduktion (55-60 US-Dollar) steigen werden, sobald klar wird, dass die Lager nicht so stark wie befürchtet anschwellen. „Für Erdgas sind wir mittelfristig aufgrund des starken Wachstums der Produktion neutraler eingestellt. Wir rechnen auf diesem Niveau aufgrund der tieferen Lagerbestände weiterhin mit einer erhöhten Volatilität in den Wintermonaten. Ein überdurchschnittlich kalter Winter könnte die Preise stark ansteigen lassen“, meint der Fondsmanager. 

Sein Fazit lautet: „Die erwarteten Preissteigerungen für Rohöl wie auch die verstärkte Kapitaldisziplin mit Fokus Aktionär bilden ein vorteilhaftes Umfeld für Energieaktien. Die Bewertungen von Energieaktien sind - sofern es wie von uns erwartet zu höheren Rohölpreisen kommt - absolut attraktiv. Wir erwarten im ersten Halbjahr 2019 eine positive Entwicklung der Aktienkurse gestützt durch ein positives Rohölpreis-Umfeld angesichts weitgehend stabiler Lagerbestände. Eine internationale Eskalation des Streits um die Handelstarife oder verstärkte Anzeichen einer Rezession könnten das positive Umfeld jedoch rasch trüben.“ 

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