Wir verwenden Cookies um Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

{{ ctaHeadline }}

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Das Verständnis für Krankheiten steigt stetig und erlaubt immer gezieltere Therapien

Schon heute stammt jedes zweite zugelassene Medikament aus den Laboren der Biotechindustrie. Zu Recht hat sie deshalb den Ruf als Innovationsmotor der Medizin. Dr. Christian Lach, Portfolio Manager Biotechnologie-Fonds bei Bellevue Asset Management über seine R & D Highlights. Bellevue Asset Management | 20.12.2017 14:41 Uhr
Dr. Christian Lach, Portfolio Manager Biotechnologie-Fonds, Bellevue Asset Management / ©  Bellevue Asset Management
Dr. Christian Lach, Portfolio Manager Biotechnologie-Fonds, Bellevue Asset Management / © Bellevue Asset Management
Einer der größten Durchbrüche in der Biotechnologie der letzten 20 Jahre war sicherlich die Etablierung der medizinischen Verwendung monoklonaler Antikörper. Mit ihnen gelang der Auftakt der modernen personalisierten Medizin. Dies erfolgte 1997 mit der Zulassung des Antikörpers Rituxan (Idec Pharma / Genentech – Roche) für CD20 positive Lymphome (NHL) und Leukämie (CLL) sowie im Jahr darauf mit Herceptin (Genentech – Roche) für die aggressive Form von Brustkrebs (HER2+). Mit beiden Antikörpern gelang es erstmals, Tumore gezielt mit rekombinanten Antikörpern zu bekämpfen. Die gentechnologische und biotechnologische Meisterleistung war dabei, Moleküle, die normalerweise im Körper von Menschen als Abwehrreaktion gegen Fremdkörper gebildet werden, außerhalb des Körpers in großer Menge und in großer Reinheit herzustellen. Der zweite Meilenstein war sodann die Entschlüsselung des menschlichen Genoms im Rahmen des Humanen Genom-Projektes im Jahr 2000. Mit der daraus entwickelten Genkarte gelang es erstmals, einen Überblick über die an spezifischen Krankheiten beteiligten Gene aufzustellen. Damit wurde der Grundstein dafür gelegt, Krankheiten systematisch auf der Ebene der Gene und nicht nur aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes (Phänotyp) zu klassifizieren und geeignete Therapien auf dieser Grundlage zu entwickeln. Im Bereich Onkologie zeigte sich der Erfolg in der personalisierten Medizin mit den sogenannten Targeted Kinase Inhibitors. Im Bereich der AIDS (HIV) oder Hepatitis C (HCV) Therapie gelang dies mit immer spezifischer wirkenden Hemmstoffen der Virenenyzme. Und seit einigen Jahren fließt beides zusammen im Bereich der Behandlungsmethoden für Autoimmunkrankheiten und auch für immunonkologische Therapien für Krebserkrankungen. Bei den ersten nutzt man Antikörper gegen Entzündungsmediatoren wie den Tumor Necrosis Factor (TNF), bei den letzteren ermöglichen die sogenannten Checkpoint-Inhibitoren eine gezielte Unterstützung des Immunsystems.   

In Zukunft wird sich die Forschung vermehrt mit dem Verständnis der Krankheiten auf molekularer und genetischer Ebene beschäftigen. Umso wichtiger werden damit immer gezieltere Methoden, um Gene spezifisch an- oder abzuschalten. Da im Krankheitsfall häufig Gene dauerhaft angeschaltet sind und die natürlichen Abschaltmechanismen nicht mehr greifen, spielen vor allem künstliche Abschaltmechanismen eine Rolle. Die biotechnologischen Methoden mit denen dies gelingt, sind einerseits das Gene Editing (CRISPER Cas9 und ähnliche) sowie, die Antisense Technologie oder Silencing RNAs. Erste Medikamente auf Basis der zuletzt genannten Technologien sind bereits auf dem Markt (Biogens Spinraza) Das Gene Editing ist kommerziell bisher lediglich in der Pflanzenzüchtung etabliert, da damit zielgerichtet Gene abgeschaltet werden können, ohne dass dauerhaft fremdes Erbgut eingeschleust wird. In der Medizin ist diese Methode noch nicht etabliert, mit ihrer Hilfe könnten aber defekte Gene zielgenau repariert, aktiviert oder abgeschaltet werden. Mit Gene Editing könnte sich auch der Einsatz moderner Krebstherapien wie der CAR-T-Zellen verbessern lassen. Durch die einfache und kostengünstige Sequenzierung des gesamten Erbguts (Genom) sollte auch die Analyse des Mikrobioms immer wichtiger für die Behandlung von Krankheiten werden. Das Mikrobiom umfasst das Erbgut des Menschen und aller Mikroorganismen, die in oder auf seinem Körper (Haut, Darm, Mundhöhle) in teilweise komplexen Beziehungen untereinander leben. Das Mikrobiom kann die Wirkung von Medikamenten beeinflussen und spielt auch für das Immunsystem eine große Rolle.  Daher steigt das Interesse in letzter Zeit stark an und wird zukünftig noch mehr zunehmen. Neben diesen technischen Konzepten kommt der Analyse genetischer Information und ihrer dynamischen Aktivitätsmuster eine wichtige Bedeutung zu. Hierfür gewinnen Datenbanken und Algorithmen der künstlichen Intelligenz zukünftig große Bedeutung.

Dr. Christian Lach, Portfolio Manager Biotechnologie-Fonds, Bellevue Asset Management

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.08.2019 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com