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"Neuzulassungen sollten für Gewinnwachstum sorgen" | Biotech-Sektor-Update mit Bellevue AM Fondsmanager Dr. Lach

Dr. Christian Lach, Portfoliomanager Healthcare Funds & Mandates bei Bellevue Asset Management kommentiert die aktuellsten Entwicklungen am Markt für Biotechnologie. Die weiterhin steigende Zahl von Neuzulassungen soll für Gewinnwachstum sorgen. Bellevue Asset Management | 21.01.2019 10:59 Uhr
Dr. Christian Lach, Portfoliomanager Healthcare Funds & Mandates, Bellevue Asset Management / © Bellevue Asset Management
Dr. Christian Lach, Portfoliomanager Healthcare Funds & Mandates, Bellevue Asset Management / © Bellevue Asset Management

Biotechnologie: Aufbruchstimmung in vielen Bereichen 

Trotz eines herausfordernden Jahres für den Biotechsektor rechnen wir weiterhin mit einem guten Wachstum von etwa 10% für die Branchenumsätze, die sich ab 2020 weiter beschleunigen sollten. Die Gewinne sollten noch stärker wachsen und liegen zwischen 10% und 20%. Der Hauptgrund dafür ist die rekordhohe Anzahl an Neuzulassungen 2018 in den USA. Letztes Jahr wurden 59 Medikamente zugelassen, nachdem schon im Vorjahr mehr als 40 Zulassungen erfolgten. Da besonders die USA weiter die Innovation fördern, sollte dieser Trend anhalten. Damit haben Biotechtitel gegenüber Pharmawerten deutlich die Nase vorn. 

Immuntherapien als Wachstumstreiber

Im Biotechsektor herrscht derzeit eine große Aufbruchsstimmung in Bereichen wie der Immuntherapie für Krebserkrankungen. Immuntherapien stehen stellvertretend für das neue Zeitalter der Krebstherapie. Aktuell stehen hier die zellulären Ansätze im Vordergrund, vor allem die patientenunabhängigen Ansätze, das heißt die allogenen CAR-T- und TCR Therapien. Hier werden weitere Daten und neue Ansätze mit Spannung erwartet. Zudem erleben die bispezifischen Antikörper ein großes Interesse. Auch für sie wurden eindrückliche Daten an der jüngsten Hämatologiekonferenz ASH im Dezember präsentiert. Besonders Roche und Amgen präsentierten ermutigende Daten, aber ebenso viele kleinere Biotechfirmen wie Regeneron, Genmab, Macrogenics oder Xencor sind hier sehr aktiv. 

Daneben sind die Pipelines im Bereich der neurologischen Erkrankungen gut gefüllt. Die jüngsten Durchbrüche zeigen sich mit neuen Medikamenten für schwere Formen von Epilepsie (Dravet Syndrom, LGS) wie GW Pharmaceuticals’ Epidiolex oder die jüngsten Daten von Sage Therapeutics’ Zulresso für die Wochenbettdepression. Sie zeigen eindrücklich, dass sich auch hier etwas bewegt. Die Zulassung für Zulresso wird für Ende März 2019 erwartet

Vermehrte M&A Aktivitäten

Innovation ist der Treibstoff des Biotechmotors und unabdinglich. Ab einem gewissen Reifestadium nähern sich große Biotechfirmen unweigerlich der Situation, wie sie Pharmaunternehmen täglich erleben. Patentabläufe gefährden die einstige Erfolgsgeschichte und müssen mit neuen Produkten nicht nur kompensiert, sondern sogar übertroffen werden, will man weiterwachsen. Dies ist schwierig und bedeutet, dass Zukäufe häufig als probate Lösung erscheinen. Die jüngsten Übernahmen von Celgene durch Bristol Myers, Loxo durch Eli Lilly und Tesaro durch GlaxoSmithKline zeigen dies sehr deutlich. Die Übernahmeprämien reflektieren die Attraktivität des Sektors. 

Einfluss der Politik

Die anhaltende Diskussion um Preisrichtlinien sind für den Sektor sehr relevant. Die Amerikaner setzen stärker als Europa auf einen funktionierenden Wettbewerb, um die Preise zu kontrollieren. Temporäre Monopolsituationen werden dabei nicht nur in Kauf genommen, sondern sogar begrüßt und gefördert. Sie verbessern insgesamt den Wettbewerb. Die jüngste pro-Innovationspolitik der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zeigt dies eindrücklich. Das Doppelmandat der FDA, Sicherheit für die Konsumenten und Zugang zu Innovation, wird dahingehend interpretiert, dass prohibitiv hohe Preise den Zugang zu Innovation nicht verunmöglichen sollten. Anders als in Europa sieht man attraktive Preise für Innovation und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen als probates Mittel. Der Ruf nach dem Vater Staat ist zwar ebenfalls zu hören, jedoch mehr zu verstehen als Förderung von Wettbewerb und Transparenz denn als staatliche Preiskontrolle. Die hohen Preise für Gentherapien relativieren sich, wenn man aktuell mangelnde Alternativen und zukünftig billigere Folgegenerationen als Mittel zu einer möglichen Heilung betrachtet. Die Entwicklungen im Biotechsektor sind ungebrochen dynamisch mit guten Aussichten für Ärzte, Patienten und Anleger.

Dr. Christian Lach, Portfoliomanager Healthcare Funds & Mandates, Bellevue Asset Management

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